Santa Maria di Castellabate, die stillgestellte Zeit des Cilento am Tyrrhenischen Meer
Im Herzen des Nationalparks Cilento bewahrt ein fast unbekanntes Fischerdorf ein Meeresschutzgebiet und einen Lebensrhythmus, den der Massentourismus verschont hat.
Foto: Gsq84 (Public domain) — Wikimedia Commons
Es gibt einen Teil der kampanischen Küste, der nicht die Amalfitana ist, nicht Capri, nicht Positano. Es ist der Cilento, und im Cilento liegt Santa Maria di Castellabate: ein Fischerdorf am Tyrrhenischen Meer an einer Bucht, deren Wasser seit zwanzig Jahren jährlich als «ausgezeichnet» eingestuft wird. Der Ort gehört zum Nationalpark Cilento, Vallo di Diano e Alburni – einem UNESCO-Weltkulturerbe, das kaum jemand wirklich besucht.
Das Meeresschutzgebiet und die Gewässer des Cilento
Das Meeresschutzgebiet von Santa Maria di Castellabate umfasst dreizehn Küstenkilometer mit felsigen Meeresböden und Posidonia-Seegraswiesen. Die Posidonia ist der Indikator eines gesunden Meeresökosystems: Wo sie wächst, ist das Wasser sauber und Fisch reichlich vorhanden. Taucher und Schnorchler finden hier eine noch intakte Unterwasserwelt mit Gorgonien, Muränen, Zackenbarschen und Kraken in den flachen Gewässern. Geführte Tauchgänge starten vom Hafen ab zwanzig bis dreißig Euro pro Person.
Das Dorf und das Dorfleben
Santa Maria di Castellabate hat nicht viele Sehenswürdigkeiten im herkömmlichen Sinn. Es hat stattdessen etwas Selteneres: eine lebendige Gemeinschaft. Die Uferpromenade ist belebt von Familien, Fischern, Kindern auf Fahrrädern. Der morgendliche Fischmarkt verkauft Sardellen, Kalmare und Riesengarnelen, die in der Nacht zuvor gefangen wurden. Der Oberort Castellabate liegt vier Kilometer entfernt und beherrscht die Bucht von oben mit einer mittelalterlichen Burg: Der Blick auf das Tyrrhenische Meer und die Inseln Capri und Ischia lohnt an klaren Tagen den gesamten Aufstieg.
Mittelmeerkost und cilentische Küche
Der Cilento ist die wissenschaftliche Wiege der Mittelmeerdiät: Hier untersuchte Ancel Keys in den 1950er Jahren die Bevölkerung und formulierte seine Theorie. Die traditionellen Gerichte – Sardellen mit Zitrone, Fusilli mit gebratenen Sardellen, Büffelmozzarella aus den nahen Ebenen – wurden noch nicht in touristische Produkte verwandelt. Eine vollständige Mahlzeit in einem der kleinen Hafenrestaurants kostet zwölf bis zwanzig Euro. Die besten Monate sind Juni und September, wenn das Meer warm ist, das Dorf aber noch seinen Bewohnern gehört.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Santa Maria di Castellabate?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Santa Maria di Castellabate è affollata?
Santa Maria di Castellabate è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Santa Maria di Castellabate?
Santa Maria di Castellabate si trova in Santa Maria di Castellabate, Salerno, Italien.
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