Val Trebbia, Piacenza

Radweg im Val Trebbia auf den Spuren Hemingways

Zwischen Piacenza und dem ligurischen Apennin folgt das Val Trebbia den Mäandern des Flusses, den Hemingway der Überlieferung nach als schönstes Tal der Welt bezeichnet haben soll. Fernab der Touristenrouten der Emilia bleibt es ein grünes, stilles Tal aus Apenninendörfern.

Foto di Val Trebbia, Piacenza — Radweg im Val Trebbia auf den Spuren Hemingways

Foto: Vid Pogacnik (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Man erzählt sich, Ernest Hemingway habe bei seiner Rückkehr von der Front auf der Durchreise durch das Val Trebbia dieses als das schönste Tal der Welt bezeichnet. Der Satz, für den es keine dokumentierten Belege gibt, ist zur Legende geworden, und doch ist dieses Tal, das von Piacenza aus in Richtung Apennin und Ligurien hinaufführt, kurioserweise unter dem Radar des emilianischen Tourismus geblieben, der ganz auf die Kunststädte und die Food Valley der Ebene konzentriert ist. Wer grünes Wasser, Mäander und Steindörfer sucht, findet hier einen noch authentischen und wenig besuchten Winkel.

Der Fluss und Bobbio

Hauptdarsteller ist der Trebbia, ein Fluss, der sich in weiten Schleifen hinabschlängelt, weiße Kieselstrände zeichnet und dessen so klares Wasser im Sommer zum Baden einlädt. Der Aufstieg beginnt in der Ebene nahe Piacenza und folgt dem Talboden ins Landesinnere. Zu den ersten bedeutenden Orten zählt Rivergaro, ein Dorf am Fluss, das klassisches Ausflugsziel der Piacentiner ist. Kurz danach folgt eine der Perlen des Tals: Bobbio mit seiner berühmten Ponte Gobbo, der mittelalterlichen Brücke mit unregelmäßigen Bögen, die den Trebbia überspannt, und der Abtei San Colombano, einem alten und einflussreichen Kloster, das dieses Dorf zu einem Leuchtfeuer der frühmittelalterlichen Kultur machte. Bobbio ist ein Gewirr steinerner Gassen, das man zu Fuß durchqueren sollte, indem man das Rad kurz beiseitelegt.

Weiter talaufwärts wird das Tal enger und wilder, mit den bewaldeten Hängen des Apennin, die überhängen, und Mäandern, die spektakulär werden, besonders von oben, von einem der vielen Aussichtspunkte der Straße aus betrachtet. Man dringt ins Herz des Apennin vor, zwischen kleinen und stillen Dörfern, bis man sich der Grenze zu Ligurien und den Quellen nähert.

Im Sattel

Aus radlerischer Sicht sollte man ehrlich sein: Es handelt sich nicht um einen geschützten und durchgehenden Radweg für das ganze Tal, sondern um eine Route, die weitgehend die Staatsstraße im Talboden und Nebenstraßen nutzt. Der Belag ist daher überwiegend asphaltiert und in gutem Zustand, doch Vorsicht ist geboten, denn in einigen Abschnitten ist die Staatsstraße besonders am Wochenende befahren. Der Verlauf folgt dem Fluss und steigt daher sanft und stetig an, während man in den Apennin hinaufführt: keine harten Anstiege im Talboden, aber ein Höhenunterschied, der sich mit der Distanz summiert und wer ein Mindestmaß an Kondition hat, wird belohnt. Wer es leichter mag, konzentriert sich auf den unteren Abschnitt rund um Rivergaro und Bobbio, wo der Fluss sich von seiner besten Seite zeigt.

Wann fahren

Die ideale Zeit ist der Spätfrühling oder Frühherbst. Im Mai sind die Hänge leuchtend grün, der Fluss führt Wasser und die Ginster blühen an den Ufern; im September wird die Luft klar, die sommerlichen Badegäste sind von den Kieselstränden verschwunden und die Wälder beginnen sich zu färben. So vermeidet man sowohl die sommerliche Hitze im Talboden als auch das Kommen und Gehen der warmen Monate, wenn der Trebbia zum Süßwasserstrand der Piacentiner wird. An Werktagen der Saison ist das Tal still und man genießt den Fluss in Ruhe.

Ein Rat

Ein Rat: Beschränke dich nicht darauf, dem Wasser zu folgen. Das Val Trebbia ist auch ein Ort der Tafel, und seine Dörfer bewahren eine Grenzküche, die Emilia und Ligurien mischt, von den Wurstwaren aus Piacenza bis zu den Pastagerichten der apenninischen Tradition. Halte in einer Dorfosteria zur Mittagszeit, vielleicht in Bobbio, und nimm dir die Zeit, seine Brücke und Gassen zu besichtigen, bevor du wieder in den Sattel steigst. Und wenn es die Wärme erlaubt: Nimm Badesachen mit, denn eine menschenleere Kiesbank am Trebbia zu finden und sich ins grüne Wasser zu stürzen, ist die Erinnerung, die du mit nach Hause nimmst.

Praktische Leitfäden für Todi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Radweg im Val Trebbia auf den Spuren Hemingways?

Il periodo consigliato è Mai e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Radweg im Val Trebbia auf den Spuren Hemingways?

Radweg im Val Trebbia auf den Spuren Hemingways si trova in Val Trebbia, Piacenza.

Adatto a: Maggio Settembre

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