Italien

Juni in den Bergen – Almen und Hütten vor dem Andrang

Der Juni ist der geheime Monat der italienischen Berge: gerade geöffnete Almen, halbleere Hütten und blühende Wiesen. Hier erfährst du, wohin man vor allen anderen fährt.

Foto di Italien — Juni in den Bergen – Almen und Hütten vor dem Andrang

Juni: der goldene Monat der italienischen Berge

Während sich die Strände zu füllen beginnen, erlebt die italienische Bergwelt im Juni ihren reinsten Moment. Der Schnee ist von den Pfaden zurückgewichen, die Hochlagenwiesen bersten vor Blüten, die Almen öffnen wieder ihre Türen, und die Hütten empfangen die ersten Wanderer der Saison. Anders als im Juli und August sind die Pfade im Juni halbleer, Reservierungen in den Hütten sind an Wochentagen nicht nötig und die Preise entsprechen noch der Nebensaison.

Almen der Orobie (Bergamo)

Die Alpi Orobie sind eine im Vergleich zu den Dolomiten wenig bekannte Kette, aber ebenso spektakulär. Im Juni öffnen die Almen – die Hütten in großer Höhe, wo Käse hergestellt wird – nach dem Winter wieder. Der Sentiero delle Orobie Orientali verbindet Hütten und Almen auf einer mehrtägigen Route. Für ein Wochenende ist die Rifugio Coca (2.025 m) in 3 Stunden von Valbondione erreichbar: Halbpension etwa 55 Euro. Der Formai de Mut, ein auf den Almen produzierter DOP-Käse, ist eine einzigartige gastronomische Belohnung.

Val Maira (Cuneo)

Als eines der schönsten und am wenigsten bekannten Täler der Alpen betrachtet, ist die Val Maira im Juni ein Paradies aus blühenden Wiesen und halb verlassenen okzitanischen Dörfern. Der Percorso Occitano ist ein Rundtrek über 8 Etappen zwischen Steindörfern, mit Übernachtungen in Hütten und Gasthäusern (Halbpension ab 45 Euro). Im Juni sind die Pfade bestens begehbar und man trifft nur sehr wenige andere Wanderer. Von Cuneo aus in einer Autostunde erreichbar.

Die okzitanische Küche

Verpasst nicht die Raviòles (Ravioli mit Kartoffeln und Toma), die Buchweizenpolenta und die Käserinden. Die Wirte der Val Maira kochen mit Zutaten des Gebiets: Ein Mittagessen kostet ab 18 Euro.

Hochebene Paganella (Trentino)

Weniger bekannt als das Val di Fassa oder das Val Gardena, bietet die Hochebene Paganella zugängliches Wandern mit Blicken auf die Brenta-Dolomiten. Im Juni öffnen die Seilbahnen für die Sommersaison wieder und die thematischen Pfade (wie der Sentiero dei Reti) sind auch für Familien ideal. Die Rifugio La Montanara (1.525 m) serviert Canederli und Strudel mit Aussicht. Molveno am Fuß der Hochebene hat einen Badesee, der bereits Ende Juni nutzbar ist.

Nationalpark Majella (Abruzzen)

Die Muttergebirge der Abruzzen bietet im Juni ein einzigartiges Schauspiel: die Blüten der Karsthochebenen, ähnlich denen des berühmteren Castelluccio, aber ohne den Andrang. Der Piano delle Cinquemiglia und die Wiesen von Pescocostanzo färben sich mit Orchideen, Narzissen und Enzianen. Die Hütten des Parks sind Basis für Wanderungen zum Monte Amaro (2.793 m), dem zweithöchsten Gipfel des Apennins. Von Sulmona erreicht man die Tore des Parks in 30 Minuten.

Friaulische Dolomiten

Die abgelegensten und wildesten Dolomiten sind die friaulischen, UNESCO-Welterbe wie die anderen, aber mit einem Hundertstel der Besucher. Der Campanile di Val Montanaia ist einer der spektakulärsten Monolithen der Alpen. Im Juni ist die Rifugio Pordenone (1.249 m) der ideale Ausgangspunkt: Halbpension 55 Euro, in 2 Stunden Fußmarsch von Cimolais aus erreichbar. Die Pfade sind gut markiert, verlangen aber ein Mindestmaß an Erfahrung.

Seiser Alm ohne Massen

Die größte Hochalm Europas ist im Hochsommer bekanntlich überfüllt, doch Anfang Juni – vor den Schulferien – ist sie noch ruhig. Die Blüte der Alpenrosen zwischen den grünen Wiesen mit den Dolomiten im Hintergrund ist ein Postkartenmotiv. Nehmt die Seilbahn von Seis (Hin- und Rückfahrt etwa 25 Euro) und wandert Richtung Schlernhaus: 3 Stunden, unvergessliche Landschaft.

Praktische Tipps für den Juni in den Bergen

  • Über 2.000 m können noch Restschneefelder liegen: Informiert euch vor dem Aufbruch über die Wegbedingungen (CAI-Seiten oder Hütten)
  • Die Tage sind lang (Sonnenaufgang um 5:30 Uhr, Sonnenuntergang nach 21 Uhr): Nutzt sie und startet früh
  • In den Hütten ist an Werktagen im Juni keine Reservierung nötig; am Wochenende empfohlen
  • Nehmt Sonnencreme mit hohem Schutz mit: In der Höhe ist die UV-Strahlung auch bei milden Temperaturen intensiv
  • Die Temperaturen schwanken stark zwischen Tag (18-22°C) und Nacht (5-8°C): Zwiebellook
  • Einige Seilbahnen und Anlagen öffnen Mitte Juni wieder: Prüft die Öffnungsdaten

Der Juni in den Bergen ist das bestgehütete Geheimnis der Einheimischen. Nutzt es, solange es dauert.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Juni in den Bergen?

Il periodo consigliato è Juni, quando è meno affollata.

Juni in den Bergen è affollata?

Juni in den Bergen è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Juni in den Bergen?

Juni in den Bergen si trova in Italien.

Adatto a: Giugno

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