Von Triest/Koper nach Poreč (Parenzo)

Die Parenzana zwischen Slowenien und dem kroatischen Istrien

Ehemalige österreichisch-ungarische Eisenbahn, die Triest mit Poreč verband, heute Radweg zwischen Tunneln, Viadukten und Olivenhainen des inneren Istriens. Fern der überfüllten Strände, in den Zwischenjahreszeiten fast menschenleer: eine langsame Reise über drei Grenzen und durch eine intakte mediterrane Landschaft.

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Herbert Ortner, Vienna, Austria, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons

Es war einmal ein Schmalspurzug, der zur Zeit des Österreich-Ungarischen Reiches Triest mit Poreč verband und sich durch Istrien schlängelte. Er hieß Parenzana, blieb nur wenige Jahrzehnte in Betrieb und wurde dann abgebaut, hinterließ aber ein Trassennetz aus Tunneln, Brücken und Viadukten, das zwischen den Hügeln schwebt. Heute ist jene alte Eisenbahn als grenzüberschreitender Radweg wiedergeboren und schenkt eine der poetischsten Arten, das authentische Istrien zu entdecken — jenes des Landesinneren, fern der überfüllten Küstenstrände.

Zwischen drei Ländern

Die Strecke durchquert drei Realitäten: Sie startet im Raum Triest und Koper in Slowenien, verläuft entlang der kurzen slowenischen Küste und berührt das wunderschöne Piran, ein venezianisches Juwel am Meer, und das nahe Portorož, um dann ins Landesinnere zu schwenken und nach Kroatien einzutreten. Von hier beginnt der eindrucksvollste Teil, jener, der sich in die Hügeldörfer des inneren Istriens hineinklettert und schlängelt. Man kommt an den Füßen von Buje vorbei, überquert das Tal des Flusses Dragonja, berührt die Gegend von Grožnjan, ein aufgerichtetes Künstlerdorf, berühmt für seine Musikfestivals, und Motovun, das mittelalterliche Städtchen, das das Mirna-Tal überragt, Land der Trüffel und Weinberge.

Das innere Istrien

Gerade das innere Istrien ist die große Überraschung dieser Reise: jahrhundertealte Olivenhaine, Weinreihen, Eichenwälder, in denen Trüffel gesucht werden, Steinhöfe und befestigte Dörfer, die aus der Zeit gefallen scheinen. Die Parenzana durchquert mehrere in den Fels gehauene Tunnel, einige lang und dunkel, und überquert Täler auf Viadukten, die weite Ausblicke auf die Landschaft bieten. Die Reise endet Richtung Poreč, dem antiken Parentium, mit seiner außergewöhnlichen byzantinischen Euphrasius-Basilika, UNESCO-Welterbe, und der Rückkehr zum Meer.

Die Strecke

Da es sich um eine ehemalige Eisenbahn handelt, bleiben die Steigungen sanft und gleichmäßig, ohne heftige Rampen, aber die Route steigt insgesamt von der Küste ins Landesinnere und wieder ab, deshalb hilft ein Minimum an Training. Der Untergrund ist gemischt: Einige Abschnitte sind asphaltiert, viele bestehen aus Schotter oder festem Untergrund, und an manchen Stellen ist die Strecke nicht durchgehend und muss auf Nebenstraßen verbunden werden. Deshalb ist ein Rad mit etwas breiteren Reifen, Gravel- oder Trekkingrad, die sinnvollste Wahl, während für die dunklen Tunnel eine gute Beleuchtung unerlässlich ist. Der Aufwand ist moderat und das Erlebnis für alle geeignet, die die langsame Reise mehr lieben als die sportliche Leistung.

Anreise

Als Zugang ist Triest ein bequemer und gut angebundener Knotenpunkt von Italien aus, während auf der kroatischen Seite Poreč und Istrien mit dem Bus erreichbar sind; Koper und Piran sind ausgezeichnete slowenische Stützpunkte. Die öffentlichen Verkehrsmittel der Region helfen, die Rückreise zu organisieren, auch wenn es sich lohnt, im Voraus die Möglichkeit zu prüfen, das Fahrrad mitzunehmen.

Wann fahren

Die ideale Zeit sind die Zwischenjahreszeiten: der Mai, wenn die istrische Landschaft blüht und die Temperaturen perfekt zum Radeln sind, und der Oktober, Monat der Weinlese und dann der Trüffelsaison, mit weichem Licht und warmen Farben. In diesen Monaten ist das innere Istrien fast menschenleer: Die Touristen konzentrieren sich in den warmen Monaten auf die Küste, während die Hügeldörfer ruhig und einladend bleiben. So vermeidet man die sommerliche Hitze, hart auf den freiliegenden Anstiegen, und genießt eine intime Atmosphäre und vernünftigere Preise.

Ein praktischer Tipp: Nimm immer eine starke Lampe und eine Ersatzlampe mit, um die Tunnel sicher zu durchqueren, von denen einige lang und auch am helllichten Tag völlig dunkel sind. Und nimm dir Zeit für Pausen in den Dörfern: ein Teller Pasta mit Trüffeln in Motovun, ein Glas istrische Malvasia, ein Spaziergang durch die Gassen von Grožnjan sind so viel wert wie die zurückgelegten Kilometer.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die Parenzana zwischen Slowenien und dem kroatischen Istrien?

Il periodo consigliato è Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Die Parenzana zwischen Slowenien und dem kroatischen Istrien?

Die Parenzana zwischen Slowenien und dem kroatischen Istrien si trova in Von Triest/Koper nach Poreč (Parenzo).

Adatto a: Maggio Ottobre

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