Portugal: wenig bekannte Ziele jenseits von Lissabon und Porto
Granitdörfer, ummauerte Flussstädte und verborgene Parks: ein Ratgeber zu Portugals wenig bekannten Zielen, vom Alentejo bis zu den Beiras.
Wer wenig bekannte Ziele in Portugal sucht, entdeckt bald, dass sich das Land nicht in der Straßenbahn 28 von Lissabon oder in den Weinkellern am Douro in Porto erschöpft. Zwei Stunden Autofahrt ins Landesinnere reichen, um in ein Portugal aus Granitdörfern, ummauerten Flussstädten und Ebenen mit Korkeichen einzutauchen — mit Preisen, die niedrig, und Plätzen, die selbst in der Hochsaison fast leer bleiben. Hier eine durchdachte Route zwischen den Gegenden, die jene belohnen, die ein paar Tage mehr haben: die bergigen Beiras, das ländliche Alentejo — und selbst die Ecken Lissabons, die die Touren auslassen.
Die Beiras
**Die Beiras: Stein, Granit und Schiefer.** Das Zentrum des Landes, zwischen Coimbra und der Serra da Estrela, ist die vernachlässigtste und vielleicht überraschendste Zone. Symbol ist Monsanto, wo sich die Häuser unter riesige Granitfelsen schieben: Man steigt zu Fuß zur Burg hinauf, und das Tal öffnet sich in alle Richtungen. Etwas weiter nördlich, an der spanischen Grenze, zeigt Almeida einen zwölfzackigen Sternriss — eine Festung des 17. Jahrhunderts, die man ganz entlang der Bastionen begeht. Es lohnt sich, weiter zu den Schieferdörfern der Serra do Açor zu fahren, etwa Talasnal und Piódão, aus grauem Stein erbaut und nur über kurvenreiche Straßen erreichbar, sowie nach Sortelha, einem intakten mittelalterlichen Mauerring, 2023 unter die besten touristischen Dörfer der Welt gewählt. Ein wenig bekannter Rat: Zwischen Monsanto und Sortelha schenkt die fossile Schlucht von Penha Garcia eine Stunde Wandern zwischen Spuren von Trilobiten aus 480 Millionen Jahren — fast immer menschenleer.
Conimbriga und die Römer
**Coimbra und die Römer.** Bevor Sie in den Süden hinunterfahren, halten Sie in Conimbriga, der größten römischen Stätte Portugals, eine Viertelstunde von Coimbra entfernt: Die Mosaike der Domus, die Brunnen und die Thermen besichtigen sich in Ruhe, ohne die Warteschlangen der großen Ausgrabungsparks. Es ist die perfekte Ergänzung zu einem Halt in der Universitätsstadt, die oft in einem halben Tag abgehakt wird und in Wahrheit eine Übernachtung verdient.
Das Alentejo
**Das Alentejo: die ländliche Seele.** Die weite Ebene des Südens ist die Region, die das langsame Portugal am besten verkörpert. Das Dorf, das man nicht verpassen darf, ist Mértola über dem Guadiana, ein 'Museumsdorf', in dem die Hauptkirche eine ehemalige Moschee mit noch sichtbarem Mihrab ist: In einem einzigen Blick liest man römische, islamische und christliche Epoche. Ringsum bietet das Alentejo ebenso authentische Stationen, die zwar nicht auf unserer Seite stehen, aber einen Abstecher verdienen: Monsaraz, weißes Dorf hoch über dem Alqueva-See, hervorragend zur Sternenbeobachtung; Marvão auf 862 Metern, mit Blick nach Spanien; Évora mit römischem Tempel und Knochenkapelle; und Elvas, UNESCO-Festungsstadt mit einem Aquädukt von über 800 Bögen. Wer gerne wandert, folgt der Rota Vicentina 200 Kilometer entlang der wilden Klippen zwischen Alentejo und Algarve, fernab der überfüllten Strände. Und im Landesinneren der Algarve bewahrt Silves eine maurische Burg aus rotem Sandstein, wenige Minuten vom Küstenchaos entfernt.
Auch Lissabon
**Auch Lissabon hat seine Leerräume.** Man muss die Hauptstadt nicht ganz verlassen, um dem Gedränge zu entgehen: Es genügt, Viertel und Höhe zu wechseln. Das Römische Theater von Olisipo schläft unter der Alfama, zwei Schritte von der Kathedrale entfernt und dennoch von den meisten übersehen. Zum Sonnenuntergang ist der Jardim do Torel ein Aussichtspunkt über den Dächern, mit dem alten Ascensor do Lavra erreichbar, fast nur von Lisboetas besucht. Über der Graça bewahrt das Kloster São Vicente de Fora Kilometer von Azulejos und die Gräber der Braganza in stillen Kreuzgängen. Und für eine grüne Pause ist die Tapada das Necessidades ein ummauerter Park mit einem Gewächshaus königlicher Kakteen, an dem Touristen praktisch nicht ankommen.
**Warum es sich lohnt.** Verlässt man die ausgetretenen Pfade, bleibt Portugal eines der günstigsten Reiseziele Westeuropas: In der Nebensaison kann sich ein Paar in Guesthouse oder Quinta, mit lokalem Essen und Mietwagen, mit 130 bis 180 Euro pro Tag begnügen. Ein einziger abschließender Rat: Dosieren Sie die Etappen. Ein Rundkurs von Coimbra über Monsanto, Sortelha und die Serra da Estrela verdient mindestens 7 bis 10 Tage. Erst wer langsam reist, wird von diesen wenig bekannten Zielen mit ihrem wahren Wert beschenkt.
Praktische Reiseführer für Todi
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Portugal?
Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Portugal?
Portugal si trova in Portugal.