Valsavarenche: Gämsen, Stille und die urspünglichste Seite des Gran Paradiso
Das am wenigsten besuchte Tal des ältesten Nationalparks Italiens, in dem die Steinböcke die Besucher fast das ganze Jahr über zahlenmäßig übertreffen.
Foto: Tenam2 (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Wer das Valsavarenche betritt, lässt den Alpentourismus hinter sich und findet sich in einer Landschaft wieder, die mehr den Tieren als den Menschen gehört. Das Tal zieht sich mitten hinein in den Nationalpark Gran Paradiso, beginnt bei Villeneuve an der Staatsstraße des Aostatals und steigt bis zum Fuß des Gran-Paradiso-Gletschers hinauf. Die Einwohnerzahl der Talgemeinden übersteigt im Winter kaum hundert Personen.
Aus dem Jagdrevier der Savoyer wurde ein Naturparadies
Diese Täler wurden 1856 von den Savoyern als privates Jagdrevier erworben. Der König führte hier seine Steinbockjagden durch und trug damit paradoxerweise zum Überleben der Art bei: Ohne den königlichen Schutz wäre der Steinbock ausgestorben. Als Vittorio Emanuele III. 1919 die Reservate dem Staat schenkte, entstand der Park nahezu von selbst. Bis heute bewahrt das Tal Zeugnisse der königlichen Jagdinfrastruktur: gepflasterte Saumpfade, steinerne Schutzhütten, topografische Tafeln des Heeres.
Der Weg des Königs und die Höhenhütten
Der Sentiero del Re, der Weg des Königs, ist eine historische Route, die das Tal auf alten Saumpfaden durchquert. Das Rifugio Vittorio Emanuele II. (2732 m), in etwa vier Stunden von Pont aus zu erreichen, dient als Basislager für die Besteigung des Gran Paradiso und bietet unvergleichliche Ausblicke auf die Alpenkette. Auf dem Aufstieg begegnet man Trupps männlicher Steinböcke mit halbmondförmig gebogenen Hörnern. Im Juli lassen sich problemlos mehr als zehn Tiere pro Tag beobachten.
Anreise und Aufenthalt: praktische Tipps
Pont, der hinterste Talort auf 1960 Metern, ist von Aosta aus in etwa 50 Minuten erreichbar. Die Infrastruktur ist minimal: eine kleine Bar mit Lebensmittelverkauf und einige wenige Zimmervermieter. Die lokale Küche kostet man am besten in Aymavilles oder Villeneuve, wo Lardo di Arnad DOP und Alp-Fontina auf den Tischen der Agriturismi zu Hause sind. Die besten Monate sind Juli und August für die offenen Wanderwege, September für die in den Morgenstunden besonders gut sichtbare Tierwelt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Valsavarenche?
Il periodo consigliato è Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Valsavarenche è affollata?
Valsavarenche è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Valsavarenche?
Valsavarenche si trova in Valsavarenche, Aostatal, Italien.