Graça / São Vicente, Lissabon, Portugal

São Vicente de Fora: das Kloster über Alfama, in dem die Bragança zwischen Azulejos ruhen

Das Kloster São Vicente de Fora in Lissabon: Kreuzgänge mit Azulejos, das Pantheon der Bragança und eine Panoramaterrasse, fast immer menschenleer.

Foto di Graça / São Vicente, Lissabon, Portugal — São Vicente de Fora: das Kloster über Alfama, in dem die Bragança zwischen Azulejos ruhen

Foto: David Broad / CC BY 3.0 (Wikimedia Commons)

Auf dem Hügel, der Alfama überragt, verlangsamt die Straßenbahn 28E vor einer weißen zweitürmigen Fassade und fährt weiter. Es ist das Mosteiro de São Vicente de Fora, und fast alle betrachten es aus dem Fenster, ohne auszusteigen. Der Name "de Fora" (also "draußen") geht auf das 12. Jahrhundert zurück: Das erste Gebäude erhob sich außerhalb der Stadtmauern, an dem Ort, an dem Afonso Henriques die Soldaten begraben ließ, die während der Belagerung Lissabons 1147 gefallen waren. Das heute sichtbare Kloster ist jedoch jünger, 1629 eingeweiht und beim Erdbeben von 1755 schwer beschädigt, als Kuppel und Dach einstürzten.

Der Zugang zur Kirche am Eingang ist kostenlos, und man kann sie in wenigen Minuten besuchen. Für den Rest des Komplexes zahlt man ein moderates Ticket (etwa 5-8 Euro je nach Saison und aktuellen Tarifen), und hier beginnt der Teil, den die meisten Touristen nicht sehen. Schon das Atrium gibt den Ton an: Azulejo-Tafeln erzählen von der Gründung des Klosters und der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel und überspringen bewusst die sechzig Jahre spanischer Herrschaft unter den Filipes.

Die Kreuzgänge

Das Herzstück des Besuchs sind die beiden Kreuzgänge, verkleidet mit barocken weiß-blauen Fliesen. Einer davon ist mit Szenen aus den Fabeln von Jean de La Fontaine dekoriert: ein ungewöhnliches Detail für ein religiöses Gebäude und eines der kuriosesten Dinge, die man in Ruhe Tafel für Tafel entdecken kann. Nicht verpassen sollte man auch die Sakristei, die wegen ihrer Marmoreinlagen aus dem 18. Jahrhundert als schönster Raum des gesamten Klosters gilt, sowie die Zisterne, deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Das Pantheon der Bragança

Als 1834 die religiösen Orden in Portugal aufgehoben wurden, ging das Kloster an den Erzbischof von Lissabon; einige Jahrzehnte später wurde auf Wunsch König Ferdinands II. das ehemalige Refektorium der Mönche in das Pantheon des Hauses Bragança, der letzten regierenden Dynastie, umgewandelt. Entlang der Marmorsäle reihen sich die Gräber der Herrscher, von João IV. — der das Gebäude gleich nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit 1640 zurückforderte — bis zu Manuel II., dem letzten König. Zu den Grabstätten gehört auch die von Katharina von Bragança, der portugiesischen Prinzessin, die durch ihre Heirat mit Karl II. Königin von England wurde. Man wandert praktisch allein zwischen diesen Grabmälern, ein sehr anderes Gefühl als bei den Schlangen des Mosteiro dos Jerónimos in Belém.

Die Terrasse

Die letzte Belohnung ist die Terrasse. Eine Treppe führt aufs Dach, von dem sich ein 360-Grad-Blick auf Alfama, die Dächer Lissabons und den weit unten fließenden Tejo öffnet. Es ist einer der höchsten und am wenigsten überlaufenen Aussichtspunkte der Stadt, und hier versteht man, warum es sich lohnte, aus der Straßenbahn zu steigen.

Anreise

Wie man hinkommt: Am einfachsten mit eben jener Straßenbahn 28E, die an São Vicente hält; alternativ mit dem Bus 734. Die Adresse ist Largo de São Vicente, im Stadtteil Alfama, wenige Schritte von der Feira da Ladra entfernt, dem Flohmarkt, der dienstags und samstags am Campo de Santa Clara stattfindet, und vom Panteão Nacional (Igreja de Santa Engrácia). Die üblichen Öffnungszeiten beginnen um 10:00 Uhr, mit Schließung gegen 18:00 Uhr (in den Sommermonaten später); es empfiehlt sich, Schließtage und Preise vor dem Besuch auf der offiziellen Website zu prüfen. Um ihn wirklich zu besichtigen, einschließlich Kreuzgängen und Terrasse, sollte man anderthalb bis zwei Stunden einplanen.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare São Vicente de Fora?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

São Vicente de Fora è affollata?

São Vicente de Fora è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova São Vicente de Fora?

São Vicente de Fora si trova in Graça / São Vicente, Lissabon, Portugal.

Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: Lisboa - Santa Apolónia ~0 km Luftlinie
  • ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto Humberto Delgado LIS ~7 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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