Lisbona zu überlaufen? Authentische portugiesische Reiseziele jenseits der Hauptstadt
Genug von den Warteschlangen an den Miradouros? Hier sind die Alternativen zu Lisbona: Dörfer, Festungen und römische Ruinen, um das wahre Portugal zu entdecken.
Foto: L'Orso Sul Monociclo (CC BY 4.0) — Flickr
In den letzten Jahren ist Lisbona zum Opfer des eigenen Charmes geworden. Die Miradouros der Alfama werden schon am späten Vormittag gestürmt, die Tram 28 fährt so vollgepackt wie eine U-Bahn zur Rushhour, und die Stadtverwaltung prüft eine höhere Kurtaxe, gerade um den touristischen Druck zu bewältigen. Wer Alternativen zu Lisbona sucht, die das Vergnügen zurückgeben, ohne Gedränge zu flanieren, dem sei gesagt: Portugal jenseits der Hauptstadt bleibt erstaunlich ruhig. Ein bis zwei Stunden Zug oder Auto genügen, um in ein Land aus Korkeichenwäldern, kalkweißen Dörfern und Ruinen einzutauchen, die man mit niemandem teilen muss.
Das steinerne Hinterland
Die erste Richtung führt ins Innere, in die Beira Alta, wo die Grenzen zu Spanien ein steinernes Erbe hinterlassen haben. Almeida ist eine perfekte Sternfestung, ein Sechseck aus Bastionen nach den Prinzipien der Militärarchitektur eines Vauban entworfen: bei Sonnenuntergang begegnet man dort mehr Schwalben als Besuchern. Etwas weiter südlich, auf einer Granitkuppe, ist Monsanto das Dorf, das in den Felsen hineingebaut wurde: Häuser klemmen unter und zwischen riesigen Felsbrocken. 1938 zum "portugiesischsten aller Dörfer" gewählt, ist es heute auch als TV-Drehort bekannt, kehrt aber außerhalb der Saison zur Stille zurück.
Wer Archäologie liebt, findet nahe Coimbra eine Station, die die Anreise allein rechtfertigt. Conimbriga bewahrt unversehrte römische Mosaike: Das Haus der Wasserspiele hat noch seine Springbrunnen und figürlichen Böden, die aus dem 2. Jahrhundert überdauern, doch die Reisebusse halten anderswo. Es ist das "portugiesische Pompeji" ohne die Schlangen von Pompeji. Weiter Richtung Südosten, wo der Fluss Guadiana die Landschaft prägt, verwebt Mértola Rom, Islam und Alentejo: Die Pfarrkirche ist eine ehemalige Moschee mit noch sichtbarem Mihrab, eine absolute Rarität in Westeuropa, und der gesamte Ortschaft funktioniert wie ein Freilichtmuseum.
Der Alentejo
Der Alentejo ist ohnehin die naheliegendste Antwort auf den portugiesischen Overtourism und verdient auch außerhalb unseres Katalogs einige Nennungen. Évora, UNESCO-Stadt, reiht den römischen Diana-Tempel und die Capela dos Ossos in einem zu Fuß erkundbaren Zentrum aneinander; Marvão und Monsaraz klettern auf Kämme, von denen der Blick bis nach Spanien reicht; Estremoz duftet nach Marmor und Samstagsmarkt. Weiter nördlich hütet Tomar das Christuskloster der Tempelritter und ist eine bequeme Basis ohne Auto, direkt an der Hauptbahnlinie. Und für Meerliebhaber schenken die Costa Vicentina und ihr Fischerpfad Atlantikklippen und oft menschenleere Strände.
Das verborgene Lisbona
Ganz auf Lisbona zu verzichten wäre aber schade: Das Geheimnis liegt darin, die von der Menge übersehenen Winkel zu suchen. Oberhalb des Ascensor do Lavra ist der Jardim do Torel ein abseits gelegener Aussichtspunkt, wo die Lissabonner fern vom Rummel des Rossio lesen kommen. Im Viertel Graça ist São Vicente de Fora das Kloster der Azulejos: In seinen Kreuzgängen werden die Fabeln von La Fontaine auf Kacheln erzählt, im Pantheon ruhen die Bragança-Könige, doch die Säle sind oft halbleer. Richtung Prazeres ist die Tapada das Necessidades ein ummauerter Park mit einem Gewächshaus aus dem 19. Jahrhundert und einer von den Herrschern angelegten Kaktussammlung, die von den meisten Touristen ignoriert wird. Und unterhalb der Kathedrale, in Alfama, taucht das römische Theater von Olisipo aus dem Untergrund auf: ein kleines, kostenloses Museum, das die Stadt vor zweitausend Jahren erzählt, während draußen der Fluss aus Selfies fließt.
Wann fahren
Ein paar praktische Tipps. Die beste Zeit für das Landesinnere und den Alentejo ist der Frühling (April–Juni) oder der Herbst (September–Oktober): Im Hochsommer überschreitet das Hinterland oft 35 °C, während die Küste erträglich bleibt. Für die abgelegensten Dörfer ist das Auto fast unverzichtbar, doch Städte wie Tomar, Coimbra und Évora sind bequem mit der Bahn erreichbar. Übernachten Sie in familiengeführten Gästehäusern und essen Sie in den tascas, den Viertelosterien: Dort spricht Portugal, fern von englischen Schildern, wieder seine eigene Sprache. Lisbona wird großartig bleiben; es muss einfach nicht mehr die einzige Station sein.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Lisbona zu überlaufen? Authentische portugiesische Reiseziele jenseits der Hauptstadt?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Lisbona zu überlaufen? Authentische portugiesische Reiseziele jenseits der Hauptstadt?
Lisbona zu überlaufen? Authentische portugiesische Reiseziele jenseits der Hauptstadt si trova in Italien.