Sacra di San Michele: die Bergabtei, die dem Namen der Rose voranging
Hoch auf dem Fels des Monte Pirchiriano im Susatal thront die Sacra di San Michele, einer der großen romanischen Bauten Europas – und weit weniger bekannt, als sie es verdient.
Foto: Elio Pallard (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Umberto Eco sagte einmal, er habe an den Namen der Rose gedacht, als er die Sacra di San Michele von der Autobahn zum Fréjus aus betrachtete. Das Bauwerk, das aus dem Felsen des Monte Pirchiriano – 962 Meter über dem Meer – emporwächst, mit seinen Türmen und seinem Baukörper, der aus dem Stein selbst zu erwachsen scheint, ist keine Burg, sondern eine 983 gegründete Benediktinerabtei, die mit wechselvoller Geschichte bis heute Bestand hat. Und doch kennen die meisten Piemonteser sie nur als Silhouette vom Autobahnfenster aus.
Die Totentreppe und das Zodiakportal
Zur Sacra steigt man vom Ort Sant'Ambrogio di Torino in etwa einer Stunde über den historischen Weg zu Fuß hinauf. Der monumentale Eingang führt über die sogenannte Scala dei Morti – eine mächtige, in den Fels gehauene Innentreppe – zum romanischen Zodiakportal aus dem 12. Jahrhundert, dessen Kapitelle die Tierkreiszeichen und die Monate des Jahres in einer für die Alpenwelt erstaunlichen bildhauerischen Qualität darstellen.
Der Blick über das Susatal
Von der Aussichtsterrasse an der Spitze öffnet sich das Susatal in seiner ganzen Länge, von Turin bis zu den französisch-italienischen Alpen. An klaren Morgen sieht man gleichzeitig den Monviso im Süden und den Rocciamelone im Norden. Die Abtei wird von den Rosminianern verwaltet und ist ganzjährig geöffnet; das Ticket kostet 7 Euro. Im Sommer nimmt der Besucherandrang zu, wird aber nie unerträglich: Die Touristen kommen, betrachten die Fassade, steigen zum Aussichtspunkt hinauf und ziehen nach zwei Stunden weiter.
Einbettung in die Region
Die Sacra di San Michele lässt sich gut mit einem Besuch des Antikenmuseums in Turin oder des Naturparks Orsiera-Rocciavré kombinieren, der sich hinter der Abtei erstreckt. Sant'Ambrogio di Torino verfügt über zwei gute Trattorien, in denen man Tajarin mit Bratensauce isst. Der Ort ist bequem über den Bahnhof Sant'Ambrogio mit den Regionalzügen der Linie Turin–Modane erreichbar.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Sacra di San Michele?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, Juli, August, September e Oktober, quando è meno affollata.
Sacra di San Michele è affollata?
Sacra di San Michele è una meta poco affollata rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Sacra di San Michele?
Sacra di San Michele si trova in Sacra di San Michele, Susatal, Italien.