Castro, Lecce, Italien

Castro, der salentinische Fjord und die Grotte, die die Römer staunen ließ

Ganz unten am Absatz des italienischen Stiefels bewahrt ein in den Fels geschlagener Naturhafen eine Meeresgrotte und eine angevinische Burg, die nach Griechenland blickt.

Foto di Castro, Lecce, Italien — Castro, der salentinische Fjord und die Grotte, die die Römer staunen ließ

Foto: Unknown (Mondadori Publishers) (Public domain) — Wikimedia Commons

Castro blickt auf den Kanal von Otranto, als hielte es nach Griechenland Ausschau – und tatsächlich ist Griechenland von hier weniger als hundertdreißig Kilometer entfernt. Das Städtchen ist klein, weniger als dreitausend Einwohner, und teilt sich in Castro Alta auf dem Hügel und Castro Marina am Ende jenes Naturhafens, den die Römer Castrum Minervae nannten. Hier soll, nach einigen Deutungen der Aeneis, Aeneas auf seiner Flucht aus Troja gelandet sein: Legende überlagert sich mit Geschichte in jener Selbstverständlichkeit, die nur das Salento den Dingen zu geben weiß.

Die Grotta Zinzulusa

Einen Kilometer nördlich des Hafens, nur vom Meer aus oder über eine in den Fels gehauene Treppe zugänglich, ist die Grotta Zinzulusa die größte für die Öffentlichkeit zugängliche Meeresgrotte des Salento. Der Dialektname bedeutet «voller Lumpen» – die Lumpen sind in Wahrheit die Stalaktiten, die wie aufgehängte Wäsche herabhängen. Die Grotte reicht etwa hundert Meter in die Tiefe und beherbergt eine endemische Wasserfauna, darunter einen kleinen blinden, an das unterirdische Wasser angepassten Krebs. Die geführten Besichtigungen kosten sechs Euro und dauern rund fünfundvierzig Minuten.

Die Burg und der Naturhafen

Die angevinische Burg von Castro Alta beherrscht den Hafen von oben: Sie wurde im 13. Jahrhundert auf römischen Fundamenten errichtet, von den Aragonesen erweitert und ist eine der wenigen salentinischen Burgen mit wirklich strategischer Lage am offenen Meer. Der darunterliegende, in den Kalkfels geschlagene Naturhafen ist einer der sichersten Zufluchtsorte der gesamten südlichen Adriaküste. Fischerboote teilen sich das Wasser mit Segelbooten auf dem Weg nach Griechenland und den kleinen Touristenbooten, die die Grotten suchen.

Castro außerhalb der Saison

Im Juli und August füllt sich Castro Marina mit salentinischen und deutschen Touristen, bleibt aber weit von der Übersättigung von Santa Maria di Leuca oder Otranto entfernt. Außerhalb der Saison – Mai, Juni, September – ist das Städtchen fast leer und das Meer perfekt zum Schwimmen. Im Sommer starten vom Hafen Fähren nach Griechenland über Korfu. Die Küche ist die salentinische des Meeres: Krake in der Pignata, Linguine mit Hummer, Pasticciotti zum Dessert. Ein Fischrestaurant am Hafen kostet fünfzehn bis fünfundzwanzig Euro pro Person.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Castro?

Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Castro è affollata?

Castro è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Castro?

Castro si trova in Castro, Lecce, Italien.

Adatto a: Maggio Giugno Settembre Ottobre

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