Bosa, die Gerberstadt am Fluss Temo und die wilde Küste Sardiniens
Im Oristanese liegt ein farbenfrohes mittelalterliches Dorf am einzigen schiffbaren Fluss Sardiniens, drei Kilometer von einem noch unberührten Meer entfernt.
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Bosa ist eine der wenigen Städte Sardiniens, die nicht direkt am Meer liegen. Sie steht am Fluss Temo, dem einzigen schiffbaren Fluss der Insel, drei Kilometer von der tyrrhenischen Küste entfernt. Diese Distanz zum Meer ist ihr Glück: Bosa ist nie zu einem Massenbadeziel geworden, und ihre Altstadt – mit den ocker-, rot- und gelbfarbenen Häusern des Viertels Sa Costa, die den Hügel bis zur Malaspina-Burg emporklimmen – ist so authentisch geblieben wie kaum eine andere in Sardinien.
Das Viertel Sa Costa und die Burg
Sa Costa ist das mittelalterliche Viertel, das den Burghügel hinaufsteigt. Die Häuser sind mit Kalk in warmen Farben gestrichen – Terrakotta, Senfgelb, Aquagrün – in einer Palette, die eher an die Provence oder Marokko als an das stereotype Sardinien erinnert. Die Malaspina-Burg, im 13. Jahrhundert von der genuesischen Familie erbaut, die über diese Ländereien herrschte, bewahrt eine kleine Kirche, deren Fresken aus dem 14. Jahrhundert byzantinische und gotische Heiligenbilder vereinen. Der Eintritt kostet vier Euro; der Blick auf den Fluss Temo und die Weinberge des Malvasia ist das Zehnfache wert.
Der Malvasia di Bosa und die Gerber
Bosa hat zwei außergewöhnliche Produkte, die außerhalb der Insel kaum bekannt sind. Das erste ist der Malvasia di Bosa DOC, ein oxidativ im Fass gereifter Weißwein, der nach gerösteten Mandeln und salzigem Meer schmeckt: selten, alt, selbst in Sardinien schwer zu finden. Das zweite ist die Ledergerberei: Am Fluss Temo stehen noch die alten Werkstätten der Gerber, heute teilweise als Museum wiederhergestellt (Museo delle Conce), das vom Handwerk erzählt, das den mittelalterlichen Reichtum Bosas begründete.
Die Küste zwischen Bosa und Alghero
Die Küstenstraße von Bosa nach Alghero – fünfundvierzig Kilometer nahezu vollständig unberührter Küste ohne Ortschaften, mit wenigen zu Fuß erreichbaren Buchten – gilt vielen als die schönste Westsardiniens. Es gibt keine Strandbäder, selten findet sich eine Bar. Man bringt etwas zu essen mit und wählt seine eigene Bucht. Die besten Monate sind Mai-Juni und September-Oktober.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Bosa?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Bosa è affollata?
Bosa è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Bosa?
Bosa si trova in Bosa, Oristano, Italien.