Vallo di Diano, Kampanien

Das Vallo di Diano zu Fuß zwischen Kartausen und Höhlen

Das Vallo di Diano ist ein langes, flaches Becken zwischen den Bergen des Cilento und des lukanischen Apennin, in Kampanien. Fast alle durchqueren es auf der Autobahn, ohne anzuhalten, und doch beherbergt es die monumentale Certosa di Padula und die Höhlen von Pertosa-Auletta: eine langsame Route in einem Durchgangsgebiet.

Foto di Vallo di Diano, Kampanien — Das Vallo di Diano zu Fuß zwischen Kartausen und Höhlen

Foto: Carsten Steger (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Das Vallo di Diano ist eines jener Länder, die jedes Jahr Millionen von Menschen aus dem Fenster sehen und niemand besucht. Die Mittelmeerautobahn durchschneidet es vollständig, eine gestreckte Ebene zwischen zwei Bergketten, und wer nach Kalabrien hinunterfährt, durchquert sie ohne einen Gedanken. Gerade deshalb ist das Becken authentisch geblieben, geprägt von auf Anhöhen thronenden Dörfern, bewirtschafteten Feldern und zwei Wundern, die allein die Reise rechtfertigen: die Kartause San Lorenzo in Padula und die Grotten von Pertosa-Auletta.

Die Kartause von Padula

Das Herz der Route ist die Kartause von Padula, einer der größten Klosterkomplexe Europas, UNESCO-Weltkulturerbe. Man tritt ein und ist überwältigt von den Ausmaßen: der große Kreuzgang hat eine fast unwirkliche Weite, die spiralförmige Doppeltreppe ist ein barockes Meisterwerk, die Küche bewahrt noch die Legende der Tausend-Eier-Frittata, die für Karl V. zubereitet wurde. Man wandert stundenlang ohne Gedränge in einer Stille, wie sie von den Kartäusermönchen gewollt war. Padula, das Dorf oberhalb der Kartause, verdient einen Spaziergang durch die Gassen und einen Halt im Haus-Museum von Joe Petrosino, dem italo-amerikanischen Polizisten, der hier geboren wurde.

Von Padula führt die Route nach Norden das Becken hinauf. Man berührt Sala Consilina, das lebhafteste Zentrum des Vallo, mit seiner mittelalterlichen Altstadt, die sich an den Berg klammert, und dann Teggiano, ein befestigtes Juwel, das die Mauern, das Schloss der Sanseverino und ein Geflecht von Kirchen und Gassen intakt bewahrt hat, was es zu einem der schönsten Dörfer des Gebiets macht. Von diesen Höhen umfasst der Blick die ganze Ebene und die Berge der Maddalena, die sie im Osten begrenzen.

Die Höhlen

Der andere Pol der Reise sind die Grotten von Pertosa-Auletta am nördlichen Ende des Vallo. Sie gehören zu den wenigen Höhlen Europas, die man mit dem Boot besucht: man betritt sie, indem man einen unterirdischen Fluss befährt, den Negro, bevor man zu Fuß zwischen Stalaktiten und Konkretionen weitergeht. Die Führung begleitet einen ins Innere des Berges in einem Erlebnis, das Groß und Klein beeindruckt. Außen entlang der Ufer wurden Reste eines Pfahlbaudorfes gefunden, ein Zeichen dafür, dass diese Orte seit Jahrtausenden bewohnt sind.

Wer gerne wandert, kann diese Pole mit Pfaden und Fußpassagen verbinden. Das Vallo wird von Wegen durchquert, die zu den Monti della Maddalena hinaufsteigen und in den Nationalpark Cilento, Vallo di Diano und Alburni eintreten, zu dem das gesamte Becken gehört. Man kann entlang der alten Trasse spazieren, die die Dörfer verband, oder zu den Gratsanktuarien aufsteigen, die die Ebene beherrschen. Es sind keine für den Massentourismus ausgestatteten Routen, und das ist ihr Reiz: man begegnet Bauern, Hirten, selten anderen Wanderern.

Anreise

Für die Anreise ist der Bezugspunkt die Ausfahrt Padula-Buonabitacolo oder Sala Consilina an der Mittelmeerautobahn A2, jener, die von Salerno nach Kalabrien hinunterführt. Die Höhlen sind bequem von den Ausfahrten Petina oder Polla erreichbar. Ohne Auto kommt man nur schwer hin: es gibt regionale Busse, die die Dörfer verbinden, aber um das Gebiet wirklich zu genießen, ist das Auto die sinnvolle Wahl, das man dann auf den Parkplätzen der Dörfer stehen lässt und zu Fuß durch die Gassen weitergeht.

Wann hingehen

Die beste Zeit ist der Frühling, zwischen April und Mai, wenn die Ebene grün ist, die Wiesen blühen und die Temperatur zum Wandern einlädt; oder der Oktober, mit den Wäldern, die die Farben wechseln, und einem klaren Licht, das die Umrisse der Berge zeichnet. Es sind Monate, in denen anderswo bereits um einen Platz gestritten wird, während hier die Kartause fast einsam besucht wird und die Höhlen das ganze Jahr über eine konstante, kühle Temperatur bewahren. Der Sommer kann im Becken schwül sein, der Winter kalt und manchmal verschneit auf den Höhen.

Ein praktischer Rat: die Temperatur in den Höhlen bleibt auch im Hochsommer niedrig, deshalb nehmt für den unterirdischen Besuch immer ein Sweatshirt mit, egal welche Jahreszeit draußen herrscht. Und nehmt euch die Zeit, die das Vallo verlangt: dies ist kein Land für Kurzbesuche, sondern zum Genießen mit der Langsamkeit derer, die verstanden haben, dass die Schönheit gerade darin liegt, es nicht eilig zu haben.

Praktische Reiseführer für Como

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Das Vallo di Diano zu Fuß zwischen Kartausen und Höhlen?

Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Das Vallo di Diano zu Fuß zwischen Kartausen und Höhlen?

Das Vallo di Diano zu Fuß zwischen Kartausen und Höhlen si trova in Vallo di Diano, Kampanien.

Adatto a: Aprile Maggio Ottobre

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