Ungewöhnliches Friuli-Venezia Giulia: verborgene Dörfer und wenig bekannte Orte
Die ungewöhnlichen Orte des Friuli-Venezia Giulia: alpine Dörfer, langobardische Abteien und Karstquellen für eine Reiseroute abseits der Menschenmassen.
Das Friuli-Venezia Giulia ist eine kleine, aber vielfältige Region: In einer Autostunde wechselt man von den Adriastränden zu den Almen der Carnia, und an jedem Pass ändern sich Sprache, Architektur und Küche. Trieste, Grado und Lignano ziehen den Großteil der Besucher an, doch die ungewöhnlichen Orte des Friuli-Venezia Giulia liegen anderswo: alpine Dörfer deutscher Sprache, in Wäldern versteckte langobardische Abteien und Karstquellen von fast unnatürlichem Blau. Hier ein durchdachter Guide, um eine Route zu bauen, die dem sommerlichen Gedränge entgeht und die authentischsten Ziele berührt.
Aquileia und die Mosaike
Beginnen wir mit der Archäologie. Aquileia war eine der Hauptstädte des Römischen Reiches und ist heute UNESCO-Welterbe, doch es bleibt erstaunlich still gemessen an seinem historischen Gewicht. In der Basilika geht man auf Stegen über dem größten frühchristlichen Mosaik des Westens: ein Steinteppich von über 760 Quadratmetern aus dem 4. Jahrhundert, mit Fischen, dem Guten Hirten und der berühmten Jona-Szene. Rundherum stehen noch das Forum, der Flusshafen und ein Museum, das die Schlangen von Rom oder Ravenna vermeidet.
Cividale del Friuli
Hinauf Richtung Alpen, wo der Natisone eine grüne Schlucht gräbt, bewahrt Cividale del Friuli eines der wenigen unversehrt überlieferten langobardischen Meisterwerke: den Tempietto, Teil des UNESCO-Erbes „Die Langobarden in Italien", mit Stuckarbeiten des 8. Jahrhunderts von seltener Feinheit. Fügen Sie den Ponte del Diavolo über dem Fluss und das in den Fels gehauene keltische Hypogäum hinzu, und Sie haben einen halben Tag, den nur wenige einplanen.
In der Ebene von Pordenone gibt die Benediktinerabtei Santa Maria in Sylvis dem gesamten Ort Sesto al Reghena Form: Torturm, Wassergraben und mittelalterliche Fresken um einen Kreuzgang gesammelt. Der Name „in Sylvis" erinnert an den Wald, der sie einst umgab, und dies ist einer der stillsten Orte der Region.
Weiter nördlich ist Venzone der spektakulärste italienische Fall einer Wiedergeburt: vom Erdbeben von 1976 dem Erdboden gleichgemacht, wurde es Stein für Stein originalgetreu wiederaufgebaut und ist heute Nationalmonument, mit der wiedererrichteten doppelten mittelalterlichen Mauer. In der Kapelle San Michele ruhen die natürlichen Mumien des Ortes, konserviert von einem Pilz der Krypta; Anfang August färbt die Lavendelblüte die Felder um die Mauern.
Das friulanische Gebirge
Wer echte Berge liebt, findet in Sauris/Zahre das schwebende Dorf schlechthin: eine deutschsprachige Gemeinde auf rund 1.200 m Höhe, ein smaragdgrüner See, geräucherter IGP-Schinken und handwerkliches Bier. Die Häuser aus Holz und Stein und die zweisprachigen Schilder erzählen von einer Isolation, die einzigartige Rezepte hervorgebracht hat. 2022 hat die Welttourismusorganisation Sauris unter die „Best Tourism Villages" gewählt, und doch durchstreift man es außerhalb der Saison fast allein.
Zurück in Richtung Voralpen entspringt in Polcenigo der Gorgazzo, eine Karstquelle von intensivem Blau, ein tiefes Wasserauge, das Höhlentaucher lieben. Ganz in der Nähe ergänzen die Quellen des Livenza und der Pfahlbausiedlung des Palù ein Feuchtgebiet, das einen langsamen Halt lohnt.
Wer die Hügel bevorzugt, steuere den Collio an der slowenischen Grenze an: In San Floriano beherrscht die Hügelkirche die Rebreihen eines der prämiertesten Weißweingebiete Italiens, perfekt für Wanderungen zwischen Weingütern, Weinbergen und Grenzsteinen.
Aus dieser Auswahl bleiben Anregungen, die eine Notiz wert sind, auch wenn wir sie noch nicht erzählt haben: die Lagune von Marano und Grado mit ihren Schilfhütten, die Sternfestung Palmanova, die Friulanischen Dolomiten als UNESCO-Welterbe, die Seen von Fusine bei Tarvisio und der Wasserfall Fontanon di Goriuda im Val Raccolana.
Praktischer Rat
Praktischer Rat: Das Friuli genießt sich am besten im Frühling und Spätherbst, wenn die Dörfer leer sind und die Gastronomie (frico, Schinken, Collio-Weine) ihr Bestes gibt. Eine Basis in Udine oder Cividale erlaubt es, fast alle diese Ziele als Tagesausflug zu erreichen und Archäologie, Berge und Wasser abwechseln zu lassen, ohne je auf Menschenmassen zu stoßen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Ungewöhnliches Friuli-Venezia Giulia?
Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Ungewöhnliches Friuli-Venezia Giulia?
Ungewöhnliches Friuli-Venezia Giulia si trova in Friuli-Venezia Giulia, Italien.