Sauris, die deutschsprachige Insel im Friaul unter einem Sternenhimmel
Ein deutschsprachiges Dorf auf 1.200 Metern Höhe, bekannt für seinen geräucherten Schinken und für die Dunkelheit: eines der Refugien des Sternenhimmels.
Foto: Johann Jaritz (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Sauris (Zahre in seiner alten deutschsprachigen Mundart) ist eine sprachliche und kulturelle Insel, eingebettet zwischen den Bergen der Karnien, im oberen Lumiei-Tal in den Karnischen Alpen. Es gehört zu jenen Orten, die die Geografie geschützt hat: Jahrhundertelang war er nur zu Fuß erreichbar, und diese Abgeschiedenheit hat hier eine Welt bewahrt, die anderswo verschwunden ist. Die Gemeinde teilt sich in zwei Hauptkerne, Sauris di Sotto und Sauris di Sopra, ausgebreitet auf über zwölfhundert Metern Höhe zwischen Wiesen, Fichtenwäldern und vom Alter geschwärzten Holzhäusern.
Eine Sprachinsel
Die Ursprünge gehen auf eine mittelalterlich bezeugte Einwanderung deutschsprachiger Siedler zurück, die wahrscheinlich aus den Tälern Osttirols kamen. Seitdem bewahrt die Gemeinschaft das Saurische, einen archaischen germanischen Dialekt, der neben Friulanisch und Italienisch noch heute gesprochen wird: Ihn in den Dorfgesprächen zu hören ist das unmittelbarste Zeichen einer Kultur, die Bestand hat. Es ist ein zerbrechliches Erbe aus Worten, Gesten und weitergegebenen Handwerken, dem man sich mit der Zurückhaltung eines Gastes nähern sollte.
Geschmack und Landschaft
Sauris ist berühmt für seinen sanft mit Buchenholz geräucherten Schinken, der die friaulische Tradition des Salzens mit der germanischen des Räucherns verbindet, und für ein handwerklich gebrautes Bier, das Zahre, das 1999 entstand, als von Craft Beer noch niemand sprach. Oberhalb des Ortes öffnet sich der türkise Lumiei-See, ein von einer großen Staumauer eingefasstes Speicherbecken, umgeben von stillen Wegen: Eine Wanderung um seine Ufer sagt mehr als jedes Foto.
Anreise
Man erreicht Sauris mit dem Auto, indem man von Ampezzo aus einer schmalen Bergstraße folgt, die sich in Serpentinen durch den Fels hinaufwindet: Schon die Fahrt ist Teil des Erlebnisses und belohnt die Langsamkeit. Die schönste Jahreszeit ist die Zwischenzeit – der späte Frühling und der frühe Herbst –, wenn die Wälder ihre Farben wechseln, die Ortsteile leer bleiben und das Dorf, auch in den warmen Monaten, von niemandem überrollt wird.
Sauris ist weit von allem entfernt, und genau deshalb lohnt es sich: ein Ort, den man ein paar Tage lang mit leichtem Schritt bewohnen sollte, einer alten Sprache lauschend, und den man unversehrt hinterlässt für jene, die nach uns kommen.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Sauris?
Il periodo consigliato è Juni, Juli, August e Dezember, quando è meno affollata.
Sauris è affollata?
Sauris è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Sauris?
Sauris si trova in Sauris, Friaul-Julisch Venetien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Calalzo - Pieve di Cadore - Cortina ~25 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Belluno BLX ~48 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.