Frankreich, Voralpen

Hauts Plateaux des Vercors: Trekking in der Kalkwüste in großer Höhe

In den französischen Voralpen schützt das größte terrestrische Naturschutzgebiet des Landes ein Kalksteinplateau ohne Straßen und ohne Wasser. Eine Höhenwüste, die jenen vorbehalten ist, die totale Isolation suchen und sich beim Überqueren nur auf sich selbst verlassen können.

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Foto: Thesupermat (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Es gibt einen Winkel der französischen Voralpen, der einer in der Höhe schwebenden Wüste gleicht. Die Hauts Plateaux des Vercors, geschützt vom größten terrestrischen Naturschutzgebiet Frankreichs, sind ein weites Kalksteinplateau, auf dem keine Straßen verlaufen, keine Dörfer stehen und wo Wasser schlicht nicht existiert, weil der Regen in den karstigen Eingeweiden des Felsens verschwindet. Es ist ein Ort, der den schnellen Tourismus abschreckt und den belohnt, der seine Regeln akzeptiert: alles selbst tragen, sich auf sich selbst verlassen und lange in der Stille wandern. Deshalb ist die Isolation hier real, auch in einer Region, die letztlich nicht weit von den Großstädten entfernt liegt.

Die Überquerung

Das Plateau wird von Norden nach Süden auf Routen überquert, die die wenigen historischen Anlaufstellen verbinden, die alten Hirtenunterkünfte. Die berühmteste ist die Cabane de Carrette, aber das ganze Plateau ist mit Bergerien und unbewirtschafteten Schutzhütten übersät, einfachen Steinunterkünften, in denen man übernachten kann. Die klassische Überquerung startet in der Regel im Gebiet von Corrençon-en-Vercors im Norden und steigt südwärts bis in die Umgebung von Châtillon-en-Diois und ins Drôme-Tal ab, vorbei am großen Plateau von Tussac und durch Landschaften, die vom Kiefernwald bis zu windgepeitschten offenen Weiden reichen. Auf dem Weg trifft man nicht selten auf die großen Geier, die in der Region wieder angesiedelt wurden und über den Felswänden kreisen, sowie auf Herden von Gämsen und Mufflons.

Ein nacktes Plateau

Der Reiz des hohen Vercors liegt gerade in seiner Nacktheit: sehr weite Horizonte, vom Karst geformte Dolinen und Steinfelder, riesige Himmel. Aber es ist auch ein Land der Erinnerung, denn das Massiv war eines der Zentren der französischen Résistance, und unten, am Rand des Plateaus, erzählen die Orte noch von dieser Geschichte. Oben jedoch dominiert die Natur im reinsten Zustand, ohne Spuren menschlicher Präsenz außer den Steinmauern der Hirten.

Die Herausforderung der Autonomie

Was die Schwierigkeit betrifft, weist die Überquerung keine technischen Passagen auf, ist aber aus einem anderen Grund anspruchsvoll: der Autonomie. Man muss das gesamte benötigte Wasser mitführen oder die sehr wenigen Nachfüllstellen sehr sorgfältig planen, denn auf dem Plateau sind die Quellen abwesend oder unzuverlässig. Die Etappen sind lang, der Höhenunterschied ist sanft, aber konstant, und die Entfernungen zwischen den Unterkünften sind beträchtlich. Die Orientierung erfordert Aufmerksamkeit, denn bei Nebel wird das Plateau desorientierend und die Bezugspunkte verschwinden. Deshalb ist dies ein Trekking, das jenen empfohlen wird, die bereits Erfahrung mit Wanderungen in Autonomie haben und sich mit Karte und Kompass bewegen können.

Anreise

Als Ausgangspunkte dienen die Dörfer, die das Massiv umgeben: im Norden das Gebiet von Villard-de-Lans und Corrençon, erreichbar von Grenoble aus, im Süden das Diois-Tal Richtung Die, das per Bahn bedient wird. Ist man einmal auf dem Plateau, ist man jedoch allein: Es gibt keine Verkehrsmittel, keine Verkaufsstellen, und die einzige Fortbewegungsart ist zu Fuß. Es empfiehlt sich daher, die Anreise und die Rückkehr im Voraus zu organisieren und die benötigten Tage realistisch zu berechnen, wobei ein Puffer für schlechtes Wetter vorzusehen ist.

Wann hinfahren

Die richtige Zeit ist der Sommer und der frühe Herbst. Von Juni bis September ist das Plateau schneefrei und begehbar, mit langen Tagen im Juni und Juli und der zunehmenden Ruhe im September, wenn die Luft klarer wird und sich die Farben verändern. Außerhalb dieses Fensters machen Schnee und Kälte die Überquerung zu einem echten Winterabenteuer. Doch selbst im Hochsommer gehören die Hauts Plateaux zu den einsamsten Orten der französischen Alpen: Der Mangel an Wasser und Straßen ist der beste Filter gegen die Menge.

Ein praktischer Tipp, der mehr wiegt als jeder andere: Das Wassermanagement ist der Schlüssel zu allem. Planen Sie die Nachfüllstellen vor der Abreise, tragen Sie einen reichlichen Vorrat mit sich und improvisieren Sie nicht. Prüfen Sie außerdem die Regeln des Schutzgebiets, denn in einem so streng geschützten Gebiet ist das Biwakieren nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Respektieren Sie die Stille und die Nacktheit des Ortes: Genau das hat ihn unberührt gehalten, und genau das sind Sie gekommen, um zu suchen.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Hauts Plateaux des Vercors?

Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Hauts Plateaux des Vercors?

Hauts Plateaux des Vercors si trova in Frankreich, Voralpen.

Adatto a: Giugno Luglio Settembre

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