Radweg der Gipsfelsen der Vena del Gesso Romagnola
Im Apennin zwischen Faenza und Imola verbirgt sich die Vena del Gesso, ein langer Gebirgszug aus weißen Gipsfelsen voller Dolinen und Höhlen. Ruhige Nebenstraßen durchqueren eine in Italien einzigartige Karstlandschaft, die vom Tourismus noch ignoriert wird.
Foto: Dadonene89 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt einen Apennin, der keinem anderen gleicht, eine Handvoll Kilometer südlich der Via Emilia zwischen Imola und Faenza. Es ist die Vena del Gesso Romagnola, ein Höhenzug aus hellem Fels, der wie eine Mauer aus dem Grün der Hügel aufragt, gebildet aus kristallinem Gips, der in der Sonne funkelt. Es ist eine astreine Karstlandschaft mit Dolinen, Schluchten, Höhlen und Felswänden, heute geschützt durch einen Regionalpark und Kandidat für internationale Anerkennung, und doch fast unbekannt für alle, die nicht von hier stammen. Während die Romagna des Tourismus die Küste überfüllt, radelt man hier in einer fast alpinen Stille.
Zwischen den weißen Felsen
Das Schöne am Radfahren durch die Vena del Gesso liegt gerade im ständigen Kontrast zwischen den sanften bebauten Hügeln und dem plötzlichen Auftauchen der weißen Felsen. Die zu befahrenden Straßen sind die Nebenstraßen, die die kleinen Apennin-Orte der Gegend verbinden, von Brisighella bis Riolo Terme, von Casola Valsenio bis in die Täler des Senio, des Sintria und des Lamone. Brisighella ist der natürliche Bezugspunkt: ein wunderschönes Dorf, überragt von drei felsigen Zacken mit der Burg, dem Uhrturm und dem Heiligtum, samt der berühmten überdachten Via degli Asini. Von hier zweigen Routen ins Innere ab, die zwischen den Calanchi und den Gipswänden auf und ab steigen.
Entlang der Strecke trifft man auf die Wahrzeichen dieser Karstwelt. Da ist die Gegend um die Grotta della Tanaccia bei Brisighella, der Parco Carnè über Brisighella, der als Eingangstor zum Park mit seinen Wegen und dem Besucherzentrum dient, und die Täler, in denen sich der Gips in unvermittelten Wänden zeigt. Riolo Terme fügt seine Burg und die Thermaltradition hinzu, während Casola Valsenio, das Dorf der Kräuter und vergessenen Früchte, die ideale Basis ist, um den östlichsten Teil zu erkunden. Es ist keine Route, die man in einem Zug entlang eines einzigen Ufers befährt: Es ist vielmehr ein Netz von Straßen, aus dem man je nach Kondition seine eigene Runde bauen kann.
Im Sattel
Hier gibt das Gelände den Ton an. Anders als bei Radwegen in der Ebene ist dies richtiger Apennin: Der Untergrund ist überwiegend Asphalt auf verkehrsarmen Straßen, mit der Möglichkeit von Schotterabschnitten und Karrenwegen für Gravel oder Mountainbike, vor allem aber sind die Höhenunterschiede konstant. Es ist ein ständiges Auf und Ab zwischen einem Tal und dem nächsten, mit auch anspruchsvollen Anstiegen, um die Kammlinien zu überqueren. Erwarten Sie keine gemütliche Fahrt: Es ist eine Route für alle, die etwas Kraft in den Beinen haben und sich die Panoramen gern verdienen. Wer weniger will, kann kürzere Strecken auf dem Talboden wählen.
Wann sollte man kommen
Die richtige Zeit ist breiter gefasst als bei den Flachlandzielen: Von April bis Oktober zeigt sich die Gegend von ihrer besten Seite. Im Frühling, zwischen April und Mai, blühen die Wiesen, die Ginsterbüsche färben die Hänge, und die Luft ist frisch, um die Anstiege anzugehen; im Herbst bis Oktober färben sich die Wälder, und das flache Licht hebt das Weiß der Felsen hervor. So vermeidet man die volle Sommerhitze, wenn diese exponierten Hänge glühen, sowie die Menschenmenge, die hier ohnehin nie wirklich ankommt. Es ist ein inneres Romagna, das von langsamen, dörflichen Tourismus lebt, meilenweit entfernt von den Stränden.
Ein praktischer Tipp
Ein praktischer Rat: Informieren Sie sich rechtzeitig über Höhlenbesuche. Einige Hohlräume des Parks können nur mit Begleitung oder an festgelegten Tagen besichtigt werden, und es wäre schade, an dieser unterirdischen Welt vorbeizukommen, ohne wenigstens einmal hineinzusteigen. Planen Sie die Runde so, dass Sie den Tag in Brisighella beschließen, wo eine Einkehr bei einem Glas und einem traditionellen Gericht – vielleicht dem lokalen Öl, das hier eine kleine Exzellenz ist – die perfekte Art ist, die auf den Anstiegen verbrauchte Energie wieder aufzufüllen.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Radweg der Gipsfelsen der Vena del Gesso Romagnola?
Il periodo consigliato è April e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Radweg der Gipsfelsen der Vena del Gesso Romagnola?
Radweg der Gipsfelsen der Vena del Gesso Romagnola si trova in Apennin bei Faenza-Imola, Emilia-Romagna.