Der Trebbia-Radweg: vom Po zum Apennin entlang dem schönsten Fluss Italiens
Hemingway nannte ihn den schönsten Fluss der Welt. Der Radweg, der ihn von Piacenza nach Bobbio hinaufführt, ist eine Reise durch das unveränderliche Italien.
Foto: Parma1983 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Der Trebbia wechselt an jeder Biegung die Farbe: smaragdgrün in den tiefen Becken, türkis dort, wo die Strömung beschleunigt, weiß, wo das Wasser über die Felsen schäumt. Ernest Hemingway, der ihn während des Krieges sah, nannte ihn den schönsten Fluss der Welt. Eine Übertreibung vielleicht – aber wer ihn mit dem Rad hinauffährt, versteht, was er meinte.
Der Radweg startet in Piacenza, wo der Trebbia in den Po mündet, und folgt dem Tal etwa 80 Kilometer flussaufwärts bis Bobbio. Die Strecke verläuft über verkehrsarme Nebenstraßen, Schotterwege im Talgrund und Dammabschnitte. Es ist kein ausgewiesener Radweg mit perfekter Beschilderung – es ist eine Route, die man unterwegs zusammensetzt, immer dem Fluss folgend.
Die ersten Kilometer verlaufen durch die Ebene: Man radelt zwischen Maisfeldern und Pappelhainen, links der langsam und breit dahinfließende Trebbia. Nach Rivergaro ändert sich die Landschaft: Das Tal wird enger, die Hügel höher, die Dörfer klammern sich an die Kämme. Travo, Perino, Marsaglia – Orte, in denen die Bar der einzige Treffpunkt ist und der Radfahrer eine Neuheit.
Der spektakulärste Abschnitt ist die Trebbia-Schlucht zwischen Marsaglia und Bobbio, wo der Fluss tiefe Klammen in den Sandstein gegraben hat. Das Wasser ist klar und kalt, die Kiesstrände laden zu einer Rast ein. Im Sommer ist die Versuchung eines Bads unwiderstehlich – und das Wasser des Trebbia, gespeist aus Apenninquellen, gehört zu den saubersten Italiens.
Bobbio ist das Endziel und die Belohnung: ein mittelalterliches Städtchen mit einer buckligen Brücke von elf Bögen, die den Fluss überspannt, mit einer Abtei, die der heilige Kolumban 614 gründete, und mit einem Altstadtkern aus Gassen und Werkstätten, der aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint. Man kommt müde und zufrieden an, isst in einer der Osterien der Altstadt und fährt am nächsten Tag weiter oder nimmt den Zug zurück nach Piacenza.
Die beste Zeit sind Mai bis Juni und September bis Oktober. Im Sommer ist die Strecke wunderschön, doch die Hitze im unteren Tal kann intensiv sein. Man kann sie an einem Tag fahren (80 Kilometer, moderate Höhenmeter) oder in zwei Etappen mit einer Übernachtung in Travo.
Den Trebbia auf dem Rad hinaufzufahren, heißt ein Italien zu durchqueren, das sich nicht ändert: dasselbe Wasser, dasselbe Licht, dieselben Steindörfer, die Hemingway vor achtzig Jahren sah.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Trebbia-Radweg?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Der Trebbia-Radweg è affollata?
Der Trebbia-Radweg è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Der Trebbia-Radweg?
Der Trebbia-Radweg si trova in Val Trebbia, Emilia-Romagna, Italien.
Weitere Alternativen zu le Cinque Terre
Guide selezionate dalla nostra redazione, tutte alternative alla stessa meta affollata: