Die Barbagia in 4 Tagen: Eine langsame Reiseroute durch die Dörfer des Sardinischen Binnenlands
Reiseroute in 4 Tagen durch die Dörfer der Barbagia: Supramonte, Wandmalereien, Mamuthones, Nuraghen und sardische Küche, fern der Küsten.
Wer Sardinien für eine Aneinanderreihung von Stränden hält, verpasst die Hälfte der Insel. Eine Reiseroute durch die Dörfer der Barbagia, im gebirgigen Herzen des Landesinneren, erzählt von einem Sardinien aus Granit, Cannonau und rituellen Masken. Vier Tage sind das Minimum, um sich in Ruhe zwischen Nuoro, dem Supramonte und den Hochebenen zu bewegen und dabei Ortschaften, nuragische Stätten und Wanderungen abzuwechseln. Ideale Basis: Oliena oder Dorgali, gut angebunden und nahe den Bergen. Beste Reisezeit sind Frühling oder Frühherbst, wenn die Temperaturen das Wandern erlauben; wer zwischen Januar und Februar reist, findet dagegen die uralten Karnevalsfeste.
Die Reiseroute Tag für Tag
**Tag 1 — Nuoro, Orgosolo und Mamoiada.** Man startet in Nuoro, der Stadt von Grazia Deledda, mit dem Museo del Costume und dem MAN für sardische Kunst des 20. Jahrhunderts. Zwanzig Minuten entfernt liegt Orgosolo, berühmt für seine Wandmalereien: über 150 Bilder, die seit der Nachkriegszeit von bäuerlichen Kämpfen, Antimilitarismus und internationalen Ereignissen auf den Hauswänden erzählen. Am Nachmittag Mamoiada, Heimat der Mamuthones und Issohadores: Das Museo delle Maschere Mediterranee erklärt die Winterriten im Rhythmus der Erdzyklen, die am 17. Januar für Sant'Antonio Abate durch die Straßen ziehen. Abendessen mit Culurgiones und Spanferkel, begleitet vom lokalen Cannonau.
**Tag 2 — Supramonte und Tiscali.** Der zweite Tag ist der Natur gewidmet. Von Oliena, am Fuß des Monte Corrasi, erreicht man die Karstquelle von Su Gologone, die größte der Insel. Von hier startet die Königsetappe: Tiscali, das nuragische Dorf in einer Doline des Supramonte, eine Siedlung, versteckt im Bauch eines Berges, nur zu Fuß in etwa drei Stunden hin und zurück erreichbar. Wer weite Räume bevorzugt, kann die Gola di Gorropu ansteuern, eine der tiefsten Schluchten Europas, mit bis zu 500 Meter hohen Kalksteinwänden, vom Flumineddu geformt.
Auf zum Logudoro
**Tag 3 — die Steinseite und der Logudoro.** Es geht nach Norden, in ein raueres und wenig besuchtes Sardinien. Halt in Lula und am Monte Albo, dem Kalksteinberg, wo das Meer nur ein Echo ist, um zu verstehen, wie sehr das Landesinnere von Weidewirtschaft und nicht vom Tourismus lebt. Weiter Richtung Logudoro trifft man auf die hypogäische Nekropole von Sant'Andrea Priu, in den Fels geschlagen bei Bonorva, mit dem berühmten, später in eine Felsenkirche umgewandelten Grab. In kurzer Entfernung zwei romanische Juwelen: Saccargia, die schwarz-weiß gestreifte Kathedrale mitten auf dem Land und San Pietro di Sorres, über der Hochebene von Borutta schwebend. Übernachtung in Gavoi oder Fonni, Granitdörfern, die für den Fiore Sardo und für das Literaturfestival Isola delle Storie bekannt sind.
**Tag 4 — nuragische Zivilisation und Rückkehr nach Westen.** Der letzte Tag schließt den Kreis um die sardische Vorgeschichte im Oristanese. Unverzichtbar der Heilige Brunnen von Santa Cristina, Meisterwerk der nuragischen Wassergeometrie in Paulilatino, dessen Treppe mit astronomischer Präzision zur Quelle hinabführt. Ganz in der Nähe, auf der Hochebene von Abbasanta, erhebt sich die Nuraghe Losa, ein schwarzer Basalt-Bergfried unter den besterhaltenen der Insel. Wer Zeit hat, kann bis zur Küste des Sinis hinunterfahren und Tharros, die phönizisch-römische Stadt, die auf dem Meer von Cabras zerbröckelt, besuchen: ein Finale, das Binnenland und Küste zusammennäht.
Variante in der Ogliastra
**Südliche Variante, die Ogliastra.** Wer einen zusätzlichen Tag hat oder eine südlichere Schleife wünscht, kann nach Ulassai, dem Dorf, das zwischen dem roten Kalkstein der Tacchi d'Ogliastra schwebt, abbiegen, das mit der Künstlerin Maria Lai verbunden ist, und die archäologische Reise mit den Domus de Janas von Montessu, der in ein Felsenamphitheater gehauenen Nekropole, abrunden.
Praktische Tipps
**Praktische Tipps.** Das Auto ist unerlässlich: Die öffentlichen Verkehrsmittel im Landesinneren sind rar. Buchen Sie Guides für Tiscali und Gorropu, wo der Zugang reguliert ist. Am Tisch suchen Sie das Pane Carasau, das Pistoccu, die Culurgiones und die Weine aus Mamoiada, Oliena und Dorgali. Langsames Reisen bedeutet hier, die Rhythmen der Dörfer zu akzeptieren: nachmittags geschlossene Läden, spontane Feste, Hirten, die einem den Weg weisen. Genau das macht die Barbagia zu einer Reiseroute, die anders ist als jeder andere Winkel der Insel.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Barbagia in 4 Tagen?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Die Barbagia in 4 Tagen?
Die Barbagia in 4 Tagen si trova in Barbagia, Sardinien, Italien.