Rundweg um Sauris zwischen See und Tabia
Sauris (Zahre) ist eine deutschsprachige Sprachinsel in den Karnischen Alpen, in der Provinz Udine, nur durch eine enge Schlucht erreichbar: Um dorthin zu gelangen, braucht es Zeit, und genau das hält die Massen fern. Ein Rundweg zwischen türkisfarbenem See, Almhütten und Schinken, im Herzen eines der abgelegensten Täler des Friaul.
Foto: G.F.S. (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Orte, die aufgrund ihrer Geografie verborgen bleiben, und Sauris ist einer davon. Um hinaufzukommen, braucht es den Willen, eine schmale Straße anzugehen, die die Schlucht des Wildbachs Lumiei hinaufführt, am Staudamm vorbei, und auf eine Hochebene gelangt, wo man noch heute Saurano spricht, einen germanischen Dialekt, der vor Jahrhunderten mit deutschsprachigen Siedlern hierher kam. Diese Zugangsmühe ist seine Rettung: Wer keine Zeit hat, kommt nicht, und Sauris bleibt eine Gemeinschaft von wenigen hundert Einwohnern, wo der Tourismus von Natur aus langsam ist.
Das Herz des Erlebnisses ist der See von Sauris, ein Stausee mit intensiv türkisfarbenem Wasser, das sich mit dem Licht verändert. Ein Rundweg verbindet ihn mit den beiden Ortsteilen, Sauris di Sotto und Sauris di Sopra, die sich an den sonnigen Hängen erstrecken. Beim Gehen begegnet man den Tabia, den traditionellen Bauten aus Holz und Stein, die einst als Heuschober und Ställe genutzt wurden und heute Symbol der ländlichen Landschaft der Carnia sind. Der Spaziergang um den See ist die beste Art, in den Rhythmus des Ortes einzutauchen: Man wandert zwischen Fichtenwäldern, Lichtungen und Ausblicken aufs Wasser, ohne anspruchsvolle Höhenunterschiede.
Der Rundweg um den See
Die langsame Route startet gewöhnlich in Sauris di Sotto, wo sich die Kirche Sant'Osvaldo und das kompakteste Dorf befinden. Von hier steigt man nach Sauris di Sopra hinauf, dem höchsten Ort, mit seinen von der Zeit geschwärzten Holzhäusern. Zwischen den beiden Kernen winden sich Pfade und kleine Straßen durch Wiesen und verstreute Tabia. Wer verlängern möchte, kann sich zum Bereich des Staudamms und den Aussichtspunkten über dem Lumiei begeben oder zu den hohen Weiden aufsteigen, die sich im Sommer mit Blüten füllen.
Geschmäcker von Sauris
Sauris ist auch ein Ort des Genusses, und sein Name ist mit dem leicht mit Buchenholz geräucherten Schinken verbunden, der hier seit Generationen produziert wird. Ein Besuch in der historischen Schinkenmanufaktur des Dorfes ist fast Pflicht, ebenso wie die Verkostung des handwerklichen Biers, das im Tal produziert wird. Das sind Halte, die zum Slow-Travel ebenso gehören wie die Wanderwege: Man hält inne, plaudert, kostet, ohne Eile.
Anreise
Zur Anreise: Der einzige bequeme Weg ist das Auto. Von Tolmezzo aus fährt man die Carnia bis Ampezzo hinauf, dann nimmt man die Straße durch die Lumiei-Schlucht zur Hochebene. Es ist eine langsame Strecke, mit Tunneln und Serpentinen, die man mit Ruhe und Vorsicht angehen sollte. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es, sind aber begrenzt, daher lohnt es sich, sich frühzeitig zu organisieren. Vor Ort bewegt man sich zu Fuß: Die Distanzen zwischen den Dörfern sind kurz und dafür gemacht, ohne Motor zurückgelegt zu werden.
Wann hinfahren
Die beste Zeit sind die warmen, aber nicht Stoßmonate. Der Juni schenkt blühende Wiesen und lange Tage, mit noch wenig frequentierten Pfaden. Der Juli ist auch dann angenehm in der Höhe, wenn man in der Ebene erstickt, bleibt aber ein abgelegenes Ziel im Vergleich zu den bekannteren Tälern. Der September ist vielleicht der schönste Moment: Die Luft wird klar, die Wälder beginnen sich zu färben, und der sommerliche Andrang lichtet sich vollständig. In jedem Fall bleibt die Menschenmenge hier ein abstraktes Konzept: Sauris hat nicht die Zahlen der berühmten Alpenorte, und genau das ist der Grund, warum sich die Reise lohnt.
Es sei erwähnt, dass gerade die Isolation es Sauris ermöglicht hat, seine Sprache und Bräuche so lange zu bewahren: eine kleine, an Selbstversorgung gewöhnte Gemeinschaft, die den Besucher heute aufnimmt, ohne sich zur Schau zu stellen. Beim Wandern zwischen den Tabia und beim Lauschen der Stimmen im saurischen Dialekt hat man das Gefühl, in eine eigene, von den umgebenden Bergen behütete und suspendierte Welt geraten zu sein. Es ist ein seltenes Gefühl, das in den touristischeren Alpentälern fast überall verloren gegangen ist.
Ein praktischer Tipp: Bleib mindestens eine Nacht. Sauris genießt man in den Stunden, in denen die Tagesbesucher gegangen sind, wenn sich der See regungslos spiegelt und der Ort wieder still wird. Wenn du in einer Baita oder in einer der Unterkünfte des Alberto Diffuso schläfst, tauchst du wirklich in seine langsame Zeit ein, und am frühen Morgen kannst du um den See wandern, wenn das Tal noch menschenleer ist. Bring bequeme Schuhe mit, eine Jacke auch im Sommer, denn die Abende sind kühl, und lass die Eile zu Hause: In Sauris braucht es sie nicht.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Rundweg um Sauris zwischen See und Tabia?
Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Rundweg um Sauris zwischen See und Tabia?
Rundweg um Sauris zwischen See und Tabia si trova in Sauris (Zahre), Karnische Alpen, Udine, Italien.