Via di Francesco in der Toskana: von La Verna nach Siena auf den Pfaden des Poverello
Der toskanische Abschnitt der Via di Francesco durchquert das Casentino und die Valdambra auf 150 km, zwischen kamaldulensischen Abteien, mittelalterlichen Dörfern und menschenleeren senesischen Hügeln.
Foto: Mongolo1984 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Jeder weiß, dass Franziskus von Assisi gewandert ist. Doch wer weiß genau, wo? Der toskanische Abschnitt der Via di Francesco — der vom Sanktuarium La Verna ausgeht und auf etwa 150 Kilometern nach Siena hinabführt — ist vielleicht der schönste der gesamten Route: Er durchquert das Casentino, eines der unberührtesten und am wenigsten bekannten Täler der Toskana, steigt dann zum Pratomagno hinauf und fällt schließlich in die Valdambra und zum senesischen Chianti hinab. In sieben bis acht Wandertagen durchquert man verschiedene Ökosysteme und historische Epochen, mit einem Tourismusaufkommen, das überraschend gering bleibt.
Das Casentino und die Abteien
Das Casentino ist ein Tal, das zwischen dem Apennin und dem Pratomagno eingeschlossen liegt, durchflossen vom Arno in seinem ersten Bergabschnitt. Hier stehen zwei der bedeutendsten Klöster Italiens: Camaldoli, 1012 vom heiligen Romuald in der noch heute gleichnamigen Einsiedelei gegründet, und Vallombrosa, eine Benediktinerabtei aus dem elften Jahrhundert, eingebettet in einen Tannenwald. Beide sind noch von Mönchen bewohnt und verkaufen die Produkte des Klosters — Liköre, Honig, gereifte Wurstwaren — in den jeweiligen Verkaufsläden. Der Wald von Camaldoli ist ein Waldreservat, in dem seit Jahrhunderten keine Bäume gefällt werden: Eine mehrhundertjährige Buche kann einen Umfang von über zwei Metern haben.
Der Pratomagno und der Abstieg nach Siena
Nach den Abteien steigt der Weg zum Kamm des Pratomagno auf (Höchstpunkt: 1592 m am Croce di Pratomagno), mit Ausblicken, die vom Chianti bis zum umbrischen Apennin reichen. Der Abstieg zur Valdambra führt zu Dörfern wie Loro Ciuffenna, mit der noch funktionierenden mittelalterlichen Mühle am Bach, und Gropina, wo die romanische Pieve aus dem achten Jahrhundert eines der intaktesten präkarolingischen Monumente Italiens ist. Der Eintritt ins Senesische erfolgt durch die Crete — die mondartige Landschaft aus weißen Tonen und Erosionsrinnen, die die südliche Toskana prägt — bevor man Siena durch die Porta Ovile erreicht.
Unterkünfte und Saison
Die Klöster entlang des Weges beherbergen Pilger in ihren Gästehäusern für 25–40 Euro pro Nacht, oft inklusive Abendessen und Frühstück. Die Pfarreien der kleineren Dörfer öffnen häufig ihre Pfarrsäle für Wanderer mit dem Pilgerausweis. Die ideale Saison ist Mai–Juni, wenn die Wiesen des Pratomagno noch grün sind und die Val d'Ambra von der Sommersonne noch nicht ausgetrocknet ist. Der Oktober schenkt die Herbstfarben des Casentino — Buchen und Ahorne, die sich rot und orange färben — und den Duft von Steinpilzen, der jede Berg-Osteria durchdringt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Via di Francesco in der Toskana?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Via di Francesco in der Toskana è affollata?
Via di Francesco in der Toskana è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Via di Francesco in der Toskana?
Via di Francesco in der Toskana si trova in Via di Francesco, Casentino-Valdambra, Italien.