Parco Foreste Casentinesi, Arezzo

Rundwanderung der Einsiedeleien im Casentino-Wald

Im Nationalpark Foreste Casentinesi in der Provinz Arezzo umhuellen jahrhundertealte Buchen- und Tannenwaelder die Einsiedeleien von Camaldoli und La Verna. Einer der intaktesten Waelder Europas, abseits der ausgetretenen toskanischen Pfade.

Foto di Parco Foreste Casentinesi, Arezzo — Rundwanderung der Einsiedeleien im Casentino-Wald

Foto: Luca Aless (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Zwischen der Toskana und der Romagna erstreckt sich einer der aeltesten und best erhaltenen Waelder des Kontinents. Der Nationalpark Foreste Casentinesi, Monte Falterona und Campigna beherbergt Buchen- und Weisstannenwaelder, die in einigen Bereichen seit Jahrhunderten unberuehrt sind, ein Erbe der Fuersorge der Moenche, die diese Haenge ueber tausend Jahre lang geschuetzt haben. Doch waehrend Millionen von Besuchern Florenz, Siena und die Huegel des Chianti bevoelkern, bleiben diese Berge ein stilles Fleckchen, das vor allem von jenen aufgesucht wird, die langsames Gehen und Spiritualitaet suchen.

Die Einsiedeleien

Die Rundwanderung, die die grossen sakralen Orte des Parks verbindet, ist das sinnbildlichste Erlebnis. Herz der Durchquerung ist die Einsiedelei Camaldoli, gegruendet von San Romualdo zu Beginn des 11. Jahrhunderts, eingebettet in einen geschuetzten und majestaetischen Wald; etwas weiter unten liegt das Kloster von Camaldoli mit seiner alten Apotheke. Von hier steigen die Pfade zum Apenninkamm hinauf, beruehren das Gebiet der Foresta della Lama und von Campigna, wo monumentale Tannen ueberdauern, und erreichen Aussichtspunkte wie den Poggio Scali und die Gegend von Monte Falco und Monte Falterona, wo der Arno entspringt.

Der andere Pol des Wegs ist das Heiligtum La Verna, an einen Felssporn geklammert, jener Ort, an dem der Ueberlieferung nach San Francesco die Stigmata empfing. Der Wald, der es umgibt, beherrscht von riesigen Buchen, gehoert zu den eindrucksvollsten des gesamten Apennin. Zwischen Camaldoli und La Verna winden sich alte Pilger- und Koehlerpfade, gut markiert vom Parknetz und vom CAI, die einsame Taeler und Lichtungen durchqueren, wo man nicht selten Rothirsche, Damhirsche und mit Glueck und Stille die Spuren des Wolfs sichtet.

Der Weg

Aus wanderischer Sicht handelt es sich um eine Etappenroute auf huegeligem und bergigem Gelaende, mit stetigem Auf und Ab, aber ohne alpinistische Schwierigkeiten: keine ausgesetzten Stellen, nur Waldwege und Kammabschnitte. Die Anstrengung liegt im Gesamthoehenunterschied und in der Laenge, daher empfiehlt es sich, die Runde auf mehrere Tage aufzuteilen und in Doerfern, Agriturismi oder klosterlichen Gaestehaeusern zu uebernachten. Es ist eine Wanderung fuer alle, die ein Mindestmass an Kondition und Lust haben, unter Baeumen zu gehen.

Anreise

Um ins Gebiet zu gelangen, kommt man ueber Arezzo ins Casentino, das Tal hinauf mit dem Auto Richtung Bibbiena, Poppi und die Orte in der Naehe der Parkzugaenge, oder von der romagnolischen Seite ueber Bagno di Romagna. Die oeffentlichen Verkehrsmittel bedienen die Taeler, werden aber Richtung der Einsiedeleien duenner, daher erleichtert das Auto die Fahrten zwischen den Startpunkten der Wege; alternativ kann man eine lineare Wanderung planen und sich auf die Doerfer stuetzen.

Wann hingehen

Die ideale Zeit ist mit Farben und Stille verknuepft. Der Mai bringt das zarte Gruen der frisch ausgeschlagenen Buchen und die bluehenden Wiesen am Kamm, waehrend Oktober und November die Zeit des Foliage sind, wenn die Waelder in Gelb, Orange und Rot aufflammen und die Luft vom Brunftruf der Rothirsche erfuellt ist. Es sind Monate, in denen die grossen toskanischen Reiseziele noch auf Hochtouren laufen, waehrend diese Waelder ruhig bleiben, durchstreift nur von wenigen Wanderern und Pilgern. Gerade der ueberwiegend religioese Ruf der beiden Heiligtuemer haelt den Massentourismus fern und ueberlaesst den Wald jenen, die ihn zu hoeren wissen.

Ein praktischer Rat: Im Herbst werden die Tage rasch kuerzer und im dichten Wald wird es frueher dunkel, kalkuliere daher die Gehzeiten sorgfaeltig und brich frueh am Morgen auf. Nimm warme Schichten mit, auch wenn es im Tal mild ist, denn am Kamm ist das Klima rauer und feuchter. Nutze zudem die Stille, indem du innehaltst, den Wald zu hoeren, und die Einsiedeleien in Ruhe besuchst, wo sich die spirituelle Dimension des Weges mit der naturkundlichen verbindet: In wenigen anderen Waeldern Europas spuert man so stark das Gewicht der Jahrhunderte und die Fuersorge derer, die sie geschuetzt haben.

Praktische Guides fuer Arezzo

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Rundwanderung der Einsiedeleien im Casentino-Wald?

Il periodo consigliato è Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.

Dove si trova Rundwanderung der Einsiedeleien im Casentino-Wald?

Rundwanderung der Einsiedeleien im Casentino-Wald si trova in Parco Foreste Casentinesi, Arezzo.

Adatto a: Maggio Ottobre Novembre

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