Rundweg des Pratomagno: vom Casentino zum Kamm mit dem Kreuz
Zwischen dem Casentino und dem Valdarno bei Arezzo liegt der Pratomagno, ein langer, wenig besuchter Grasrücken: Hochwiesen, Buchenwälder und romanische Pievi schenken 360-Grad-Panoramen fernab der überlaufenen toskanischen Ziele.
Foto: Mongolo1984 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Der Pratomagno ist einer jener Berge, die die Toskaner kennen und die Touristen übersehen. Er ist der lange Höhenzug, der das Casentino vom oberen Valdarno trennt, ein sanfter grasbewachsener Rücken, der in einem großen, weithin sichtbaren Eisenkreuz gipfelt. Keine spitzen Gipfel oder Gletscher: Der Reiz liegt hier in den windgestreiften Kammwiesen, in den dichten Buchenwäldern an den Hängen und in einer Stille, die wenige Dutzend Kilometer von Florenz und Arezzo entfernt unmöglich scheint. Gerade weil eine einzige, berühmte Attraktion fehlt, bleibt der Pratomagno abseits der Massenrouten: Man kommt her, um zu wandern und zu atmen, nicht um Listen abzuhaken.
Das Kreuz auf dem Kamm
Der symbolische Punkt ist die Croce del Pratomagno, in den Hauptkamm gerammt, knapp unter dem Gipfel des Massivs. Von dort oben umfasst der Blick auf einer Seite das Casentino mit den Wäldern und der Alpe di Catenaia, auf der anderen das Valdarno mit dem Chianti und, an klaren Tagen, die Apuaner und den Apennin. Die Gipfelwiese ist weit und wellig, perfekt für eine ausgiebige Rast mit Sandwich, und an Sommerwochenenden versammelt sie die lokalen Wanderer, aber an Wochentagen und außerhalb der Saison wandert man oft allein.
Die casentinesische Seite ist die geschichtsreichere. Es lohnt sich, an den romanischen Pievi zu starten oder Halt zu machen, die diese Täler prägen: Die Pieve di Romena bei Pratovecchio ist eine der schönsten romanischen Kirchen der Toskana mit ihren geschnitzten Kapitellen, und nicht weit erhebt sich das Castello di Romena, verknüpft mit der Erinnerung an Dante. Im Aufstieg passiert man Dörfer wie Stia und Pratovecchio, gute Basen zum Übernachten und um die Gerichte des Casentino zu kosten, von den Kartoffel-Tortelli bis zu den Pilzen.
Die Valdarno-Seite
Von der Valdarno-Seite steigt man von Dörfern wie Loro Ciuffenna auf, einem hübschen, von einem Bach durchflossenen Ort, oder Castelfranco di Sopra, nahe den eindrucksvollen Balze, Sand- und Lehmschluchten, die einem kleinen Canyon gleichen. Mehrere Wege starten auf diesen niedrigeren Höhen und steigen durch den Wald bis zum Kamm: Ein anspruchsvoller, aber gleichmäßiger Anstieg, belohnt vom plötzlichen Öffnen des Panoramas, wenn man aus dem Buchenwald tritt und die Wiese erreicht.
Der klassische Rundweg berührt den Gipfelkamm und beide Hänge, aber der Pratomagno eignet sich für viele verschiedene Routen, kurz oder lang, unter Nutzung des vom Club Alpino markierten Wegenetzes. Wer sich nicht zu sehr anstrengen möchte, kann mit dem Auto bis zu den Pässen und den höchstgelegenen Wiesen fahren, von wo aus das Kreuz mit kurzen Wanderungen über den offenen Kamm zu erreichen ist.
Anreise
Zur Anreise empfiehlt sich das Auto: Man kommt von Arezzo oder von der Autostrada del Sole mit Ausfahrt im Valdarno, dann geht es auf Bergstraßen zu den Pässen, die den Rücken überqueren. Die öffentlichen Verkehrsmittel bedienen die Talorte, nicht aber den Kamm, sodass für freie Bewegung das Auto nahezu unerlässlich ist.
Wann sollte man kommen
Die ideale Zeit ist der späte Frühling und der Frühherbst: Der Juni schenkt blühende Wiesen und hohes Gras auf dem Kamm, während September und Oktober die Buchenwälder in Kupfer und Gold färben, mit klarer Luft und exzellenter Sicht auf beide Seiten. Es sind Monate, in denen die Hitze der Ebene vorbei ist und sich die wenigen Wanderer auf die Wochenenden konzentrieren: Wähle einen Wochentag, und du hast den Berg fast für dich allein. Der Hochsommer kann beim Aufstieg schwül sein, der Winter bringt oft Schnee und starken Wind auf dem exponierten Kamm.
Ein praktischer Rat: Auf dem Kamm des Pratomagno gibt es keinen Schutz, und der Wind kann selbst bei Sonne schneidend sein, nimm also immer eine winddichte Jacke und ausreichend Wasser mit, denn entlang der Gipfelwiesen findest du keine Quellen. Brich früh auf, so gehst du den Anstieg in der Kühle an und erreichst das Kreuz, wenn das Morgenlicht das große Panorama am besten ausleuchtet.
Praktische Reiseführer für Arezzo
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Rundweg des Pratomagno?
Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Rundweg des Pratomagno?
Rundweg des Pratomagno si trova in Pratomagno, Toskana.