Peja, die Stadt im Kosovo, in der die serbische Orthodoxie ihre ältesten Fresken bewahrt
Am Fuß der Rugova-Schlucht verbirgt Peja/Peć das mittelalterliche serbische Patriarchat – vier Kirchen in einer, mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert – zwanzig Gehminuten vom Zentrum entfernt.
Foto: GentiBehramaj (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Der Kosovo ist nicht der Ort, den man auf einem Undertourism-Blog erwarten würde: Es ist eines der am wenigsten besuchten Länder Europas, mit einer noch embryonalen Tourismusindustrie und Empfangsstrukturen, die von Jahr zu Jahr wachsen. Aber Peja – Peć auf Serbisch – ist anders. Es ist nach Prizren die zweitwichtigste Stadt des Kosovo, das Tor zur spektakulären Rugova-Schlucht und bewahrt eines der außergewöhnlichsten mittelalterlichen Monumente der gesamten Balkanhalbinsel: das Patriarchat von Peć, vier Kirchen in einer, deren Innenwände mit Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert bedeckt sind, die Jahrhunderte von Krieg, Besatzung und Erdbeben überstanden haben.
Das Patriarchat: vier Kirchen, siebenhundert Jahre Geschichte
Der Klosterkomplex des Patriarchats von Peć wurde im 13. Jahrhundert gegründet und wurde 1346 mit der Errichtung des Serbischen Patriarchats zum Sitz der orthodoxen Patriarchen Serbiens – eine Funktion, die er über Jahrhunderte behielt, auch während der osmanischen Herrschaft. Die vier Kirchen – der Heiligen Apostel, des Heiligen Demetrius, der Jungfrau Odigitria und der Jungfrau Hodegetria – sind durch einen einzigen Narthex verbunden und bilden ein in der mittelalterlichen serbischen Architektur einzigartiges Ensemble. Die Fresken im Inneren, datiert zwischen 1230 und 1330, zeigen Ikonen von Königen und Heiligen in noch immer lebhaften Farben. Für den Zutritt braucht man den Reisepass; der Besuch ist individuell möglich, ohne verpflichtenden Führer, gegen eine freiwillige Spende.
Die Rugova-Schlucht und das Klettern
Zehn Minuten vom Zentrum Pejas entfernt beginnt die Rugova-Schlucht: 25 Kilometer Kalksteincanyon, in dem senkrechte Wände bis zu 1.000 Meter über dem Talboden aufragen. Die Straße, die die Schlucht bis zu den Bergdörfern hinaufführt, ist mit dem Auto oder Fahrrad befahrbar; Sportkletterer finden an den Felswänden über 150 Routen, die in den letzten Jahren von kosovarischen Bergführern und europäischen Alpinisten erschlossen wurden.
Anreise und Orientierung
Peja liegt etwa 95 Kilometer von Priština entfernt: Regelmäßige Busse verbinden beide Städte täglich für weniger als vier Euro. Das Patriarchat erreicht man vom Zentrum aus in zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten zu Fuß, entlang einer baumgesäumten Allee am Fluss Bistrica Pejës. Die Besuchszeiten variieren: Am besten kommt man vormittags. Die schönsten Monate sind Mai, Juni und September.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Peja?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Peja è affollata?
Peja è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Peja?
Peja si trova in Peja/Peć, Kosovo.