Prizren, die osmanische Stadt, die das Kosovo mit Stolz bewahrt
Am Fuß des Šar-Gebirges verbirgt Prizren Moscheen, Steinbrücken und eine multiethnische Geschichte, die noch kein Massenreiseplan entdeckt hat.
Foto: ShkelzenRexha (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Es gibt einen präzisen Moment, in dem Prizren aufhört, ein Reiseziel zu sein, und zu einer Emotion wird: wenn man die osmanische Steinbrücke über den Fluss Bistrica überquert und den Blick zur mittelalterlichen Zitadelle hebt, die von oben herabblickt, mit den roten Ziegeldächern und den Minaretten, die einander im Abendhimmel jagen. Eine Szene wie aus einem anderen Jahrhundert und doch lebendig, alltäglich, bewohnt.
Die Stadt, in der der albanische Nationalismus geboren wurde
Genau hier wurde 1878 die Liga von Prizren gegründet, die politische Organisation, die den albanischen Bestrebungen im niedergehenden Osmanischen Reich eine Stimme gab. Das Haus, in dem jene historische Versammlung stattfand, ist heute ein diskretes, wenig besuchtes Museum. Prominenter im historischen Zentrum steht die Sinan-Pascha-Moschee – 1615 aus Steinen einer abgerissenen mittelalterlichen Kathedrale erbaut – und fasst alle Paradoxa dieser Stadt in sich zusammen, die Römer, Byzantiner, Serben und Osmanen kannte, ohne je vollständig einer Kultur anzugehören.
Zwischen Basar und Cafés mit Blick auf die Ruinen
Der osmanische Basar zieht sich über gepflasterte Straßen zum Fluss hinunter, die seit drei Jahrhunderten unverändert scheinen. In den Straßencafés serviert man kafe turke – den traditionellen, dichten, ungefilterten türkischen Kaffee für weniger als einen Euro – während sich die wenigen Touristen ohne Barrieren unter das lokale Leben mischen. Die Festung Kalaja erreicht man vom Zentrum aus in zwanzig Gehminuten: Von dort oben sieht man das gesamte Tal und an klaren Tagen die Grenze zu Albanien und Nordmazedonien. Eine Eintrittskarte gibt es nicht: Man steigt hinauf und atmet.
Übernachten, essen, ankommen
Prizren liegt etwa 80 Kilometer von Pristina entfernt und ist durch stündliche Busverbindungen für rund zwei Euro angebunden. Gasthäuser in der Altstadt bieten Zimmer mit sichtbaren Deckenbalken und typischem Frühstück – Burek, Kos (dicker Joghurt), Feigenmarmelade – für weniger als dreißig Euro pro Nacht. Fli, ein aus dünnen, auf Glut gebackenen Teigschichten geschichteter Kuchen, ist das lokale Gericht schlechthin: Man findet ihn in familiären Restaurants des alten Viertels für weniger als fünf Euro pro Portion. Die besten Monate sind Mai, Juni und September: Der Sommer kann heiß werden, doch das Šar-Gebirge bleibt stets am Horizont sichtbar.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Prizren?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Prizren è affollata?
Prizren è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Prizren?
Prizren si trova in Prizren, Kosovo.