Val Varaita: das letzte okzitanische Tal mit seinen Häusern aus schwarzem Stein
Das Val Varaita zwischen Cuneo und der französischen Grenze bewahrt Dörfer aus dunklem Stein und eine unversehrte okzitanische Tradition, mit Alpenpässen, die nur Kenner befahren.
Foto: Gabygaiffe (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Parallel zum Val Maira und ebenso vergessen steigt das Val Varaita in Richtung Frankreich durch eine Landschaft aus Häusern aus dunklem Gneis und grauem Granit, die es sofort von den Kalksteintälern der Dolomiten oder den weißen Fassaden der ligurischen Täler unterscheidet. Die Dörfer Casteldelfino, Pontechianale und Chianale – mit 1.800 Metern das höchstgelegene der Provinz Cuneo – sind alpine Steinarchitekturen aus brauner Substanz, die mit den Felswänden verschmelzen, an die sie sich lehnen.
Chianale und der Colle dell'Agnello
Chianale, ein Dorf mit einigen Dutzend ständigen Einwohnern, ist der Ausgangspunkt zum Colle dell'Agnello – 2.744 Meter –, der das Val Varaita mit dem französischen Queyras verbindet. Der Pass zählt zu den höchsten befahrbaren Alpenübergängen Italiens und ist von Juni bis Oktober mit dem Auto passierbar; oben umfasst der Blick den Monviso im Osten und das Queyras-Massiv im Westen. Radfahrer kennen ihn als einen der großen Pässe der alternativen Tour de France.
Der Lago di Pontechianale
Der Lago di Pontechianale, ein 1.579 Meter hoch gelegener Stausee aus den 1960er Jahren, hat den Talgrund geflutet, dafür aber einen smaragdgrünen Wasserspiegel geschaffen, eingerahmt von Lärchen, die sich im Herbst golden färben. Das Wasser ist klar, und seine Farbe wechselt im Tagesverlauf: smaragdgrün am Morgen, kobaltblau am Nachmittag. Ein ebener Wanderweg führt vier Kilometer am östlichen Ufer entlang.
Wann hinfahren und was essen
Die Wandersaison reicht von Juni bis September; im Winter wird das Val Varaita von Skifahrern besucht, doch ohne die Infrastruktur der größeren Täler. In Casteldelfino servieren die Trattorien Ravioles – okzitanische Kartoffelklößchen mit Toma – und reifen Toma della Val Varaita, einen der am wenigsten bekannten piemontesischen Almkäse. Das Tal ist von Cuneo aus mit dem Auto in rund 90 Minuten erreichbar.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Val Varaita?
Il periodo consigliato è Juni, Juli, August, September e Oktober, quando è meno affollata.
Val Varaita è affollata?
Val Varaita è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Val Varaita?
Val Varaita si trova in Val Varaita, Cuneo, Italien.