Statt Lissabon: Porto, die Stadt, die Portugal und dem Wein den Namen gegeben hat
Azulejos an den Mauern, der Douro, der in den Atlantik mündet, und die Portwein-Kellereien. Die nördliche Rivalin, die Lissabon nicht verdrängen kann.
Foto: Antonella Morrone (CC BY 4.0) — Flickr
Lissabon ist zu einer der modischsten Hauptstädte Europas geworden, und mit der Mode kamen die Preise, die Warteschlangen und die Probleme des Overtourism. Porto – die zweitgrößte Stadt Portugals, jene, die dem Land und dem Wein den Namen gegeben hat – bietet denselben portugiesischen Zauber mit einem rauheren, authentischeren und erschwinglicheren Charakter.
Die Ribeira – das UNESCO-Weltkulturerbe-Flussviertel – ist das Herz von Porto: schmale, bunte Häuser, die zum Douro hinabsteigen, traditionelle Boote (die Rabelos), die am Ufer festgemacht sind, Restaurants, in denen man Bacalhau à Gomes de Sá mit Blick auf den Fluss isst. Die Ponte Dom Luís I – die Eisenkonstruktion, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet – bietet einen Panoramaspaziergang, der die ganze Stadt umfasst.
Azulejos – bemalte Kacheln – sind überall: Der Bahnhof São Bento hat eine Halle, die mit zwanzigtausend blauen und weißen Azulejos bedeckt ist und die Geschichte Portugals erzählt; die Igreja de Santo Ildefonso, die Chiesa do Carmo und die Capela das Almas sind mit Keramiken bedeckt, die unter der atlantischen Sonne glänzen. Porto ist ein Freilichtmuseum, und der Eintritt ist gratis.
Die Livraria Lello – eine der schönsten Buchhandlungen der Welt mit ihrer doppelläufigen roten Holztreppe – ist nach Harry Potter berühmt geworden, verdient aber unabhängig von Hogwarts einen Besuch wegen ihrer neogotischen Architektur. Die Eintrittskarte (wenige Euro) wird auf den Kauf eines Buches angerechnet.
Die Portwein-Kellereien liegen in Vila Nova de Gaia am gegenüberliegenden Douro-Ufer: Taylor's, Graham's, Sandeman, Cockburn's – alle bieten Verkostungen und Touren durch historische Keller, in denen der Wein in jahrhundertealten Eichenfässern reift. Eine Verkostung von drei Weinen kostet fünf bis zehn Euro, weniger als ein Kaffee in Lissabon.
Essen in Porto ist ein Akt des Glaubens an das Cholesterin: die Francesinha – das lokale Sandwich mit drei Fleischsorten, geschmolzenem Käse, Spiegelei und einer würzigen Biersauce – ist eine kulinarische Erfahrung, die man mindestens einmal probieren muss. Die Tripas à moda do Porto (Kutteln mit weißen Bohnen) sind das Gericht, das den Portuenses den Spitznamen 'Tripeiros' eingebracht hat.
Porto erreicht man von Lissabon mit dem Alfa-Pendular-Zug in zwei Stunden vierzig, von Madrid mit dem Nachtbus. Der Flughafen Francisco Sá Carneiro hat Direktflüge aus ganz Europa, einschließlich Billiganbieter. Übernachten kostet weniger als in Lissabon: Pensionen in der Altstadt, Design-Hostels, kleine Hotels mit Blick auf den Douro.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Lissabon?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Statt Lissabon è affollata?
Statt Lissabon è una meta poco affollata rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Statt Lissabon?
Statt Lissabon si trova in Porto, Portugal.