Braga, das portugiesische Rom zwischen barocken Treppen und geheimen Gärten
Braga ist die religiöse Hauptstadt Portugals, mit monumentalen Barocktreppen, tausendjährigen Kirchen und einem überraschenden Kulturleben.
Foto: Sérgio Horta (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Die älteste Stadt Portugals
Braga ist eine der ältesten Städte der Iberischen Halbinsel, von den Römern vor über zweitausend Jahren als Bracara Augusta gegründet. Religiöse Hauptstadt Portugals, Sitz des ältesten Erzbistums des Landes, ist sie ein Ort, an dem Heiliges und Profanes natürlich zusammenleben: Barockkirchen und Jugendstilcafés, feierliche Prozessionen und lebendiges Studentenleben, Gärten des 18. Jahrhunderts und zeitgenössische Street Art.
Braga ist bequem mit dem Zug von Porto (rund eine Stunde, häufige Züge) oder mit dem Bus von Lissabon (rund 4 Stunden) zu erreichen. Der nächste Flughafen ist der von Porto (Francisco Sá Carneiro), rund 55 km entfernt. Aus Italien gibt es Direktflüge nach Porto aus mehreren Städten.
Was man in Braga sehen sollte
Bom Jesus do Monte
Die monumentale Treppe des Bom Jesus do Monte ist das Wahrzeichen Bragas und eines der Meisterwerke des europäischen Barock. Ein Kreuzweg mit 581 Stufen führt über Terrassen mit Brunnen, allegorischen Statuen und Kapellen bis zum Heiligtum auf dem Hügelgipfel. Jede Ebene steht für einen Sinn, eine Tugend oder einen Moment der Passion. Wer den Aufstieg nicht auf sich nehmen möchte, findet in der Standseilbahn Funicular Hidráulico von 1882 – der älteste noch fahrende der Iberischen Halbinsel – eine szenische Alternative. Vom Vorplatz des Heiligtums ist der Blick auf Braga und das Cávado-Tal überwältigend.
Die Kathedrale von Braga (Sé)
Die Sé von Braga ist die älteste Kathedrale Portugals, im 12. Jahrhundert gegründet und in den folgenden Jahrhunderten mit gotischen Kapellen, Renaissance-Kreuzgängen und einer majestätischen Barockorgel bereichert. Das Tesouro-Museu der Kathedrale verwahrt eine der bedeutendsten Sammlungen sakraler Kunst des Landes, mit goldenen Kelchen, Prozessionskreuzen und bestickten Gewändern. Verpassen Sie nicht die Capela dos Reis, wo die Eltern des ersten Königs Portugals ruhen.
Der Jardim de Santa Bárbara und die Altstadt
Der Jardim de Santa Bárbara ist ein verborgenes Juwel im Herzen der Altstadt, ein formaler Garten mit Buchsbaumhecken, geometrischen Beeten und saisonalen Blumen, die einen spektakulären Farbkontrast zu den Ruinen des alten Erzbischofspalastes in seinem Rücken bilden. Die fußgängerfreundliche Altstadt ist ein Fest für die Sinne: Paläste mit Azulejo-Fassaden, Antiquariate, Kunsthandwerksläden und historische Cafés wie A Brasileira.
Der Santuário do Sameiro und weitere Heiligtümer
Wenige Kilometer vom Bom Jesus entfernt ist der Santuário do Sameiro der zweitwichtigste marianische Wallfahrtsort Portugals nach Fátima. Weniger touristisch und andächtiger, bietet er weite Panoramen über die Minho-Region. Der Weg zwischen den beiden Heiligtümern durch Eukalyptus- und Kiefernwälder ist ein rund einstündiger Spaziergang.
Was man in Braga essen sollte
Braga ist eine der besten portugiesischen Städte für Gastronomie, mit einer Tradition, die Klosterküche und Minho-Gerichte verbindet.
- Bacalhau à Braga: im Ofen gebackener Stockfisch mit Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern und schwarzen Oliven, mit reichlich Olivenöl beträufelt. Jede Familie hat ihr Rezept.
- Papas de sarrabulho: Herzstück der Minho-Tradition, ein Brei aus Schweineblut mit Kalb, Huhn und Maisbrot. Nichts für zarte Mägen, aber wer sich traut, wird belohnt.
- Pudim Abade de Priscos: karamellisierter Pudding aus Eigelb, Zucker, Portwein und Schweinespeck (ja, Speck). Ein Klosterrezept des 19. Jahrhunderts, Quintessenz der portugiesischen Klosterkonditorei.
- Vinho verde: Der junge, spritzige und leichte Wein aus dem Minho ist der ideale Begleiter zu den lokalen Gerichten. In den Quintas der Region zu verkosten.
Wann fahren
Braga ist ganzjährig angenehm, doch die besten Monate sind April, Mai, Juni, September und Oktober. Die Semana Santa Bragas (März-April) ist eine der spektakulärsten religiösen Feiern Portugals, mit nächtlichen Prozessionen vermummter Gestalten und Kerzen. Das São João (23.-24. Juni) verwandelt die Stadt in ein Volksfest mit Feuern, Musik und Plastikhämmern, mit denen sich die Bracarenses zum Scherz auf den Straßen anstupsen.
Jenseits des religiösen Tourismus
Braga ist viel mehr als sein Ruf als Kirchenstadt. Sie ist eine junge und kreative Universitätsstadt, mit einer aufblühenden Gastroszene, Musik- und Kunstfestivals und einer Lebensqualität, die sie zu einer der lebenswertesten Städte Portugals macht. Sie zu besuchen bedeutet, ein anderes Portugal zu entdecken, fernab der Klischees von Lissabon und Porto, in der Geschichte verwurzelt, aber in die Zukunft gerichtet.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Braga?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Braga è affollata?
Braga è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Braga?
Braga si trova in Braga, Portugal.