Peneda-Gerês: Trilhos, Calzada Romana und Steindörfer
Im Norden Portugals bleibt der einzige Nationalpark des Landes im Schatten der Küstenstrände. Zwischen Wasserfällen, Garrano-Pferden und der antiken Römerstraße bietet der Gerês einsame Wege und Granitdörfer unweit von Braga und Porto.
Foto: Rosino (CC BY-SA 2.0) — Wikimedia Commons
Das Portugal, das die Reiseseiten füllt, ist das des Ozeans: Lissabon, die Algarve, die Wellen von Nazaré, die Trams von Porto. Wenige steigen in den äußersten Norden hinauf, wo sich an der Grenze zu Galicien der einzige Nationalpark des Landes erstreckt, der Peneda-Gerês. Und doch gibt es hier eine ganze Welt aus Granitbergen, Eichenwäldern, Wasserfällen und Steindörfern, die fast aus der Zeit gefallen sind. Gerade weil sich die touristischen Ströme auf die Küste konzentrieren, werden die Wege des Gerês oft in Einsamkeit begangen, auch mitten im Sommer.
Die Römerstraße
Das wandertechnische Herz dreht sich um das Dorf Gerês im Thermental und die Weiler auf den Hochebenen. Eine der beliebtesten Wanderungen folgt der Calzada Romana, der antiken Straße, die Braga mit Astorga verband: Noch heute begeht man gepflasterte Abschnitte, gesäumt von Steinmeilensteinen, die die Entfernungen markierten. Auf denselben Steinen zu wandern, zwischen Moos und Ginster, gibt einem das Maß dafür, wie geschichtet dieses Land ist. Ein weiteres klassisches Ziel ist das Dorf Pitões das Júnias mit seinem in einem grünen Talkessel verborgenen ruinösen Kloster, und der Weiler Soajo mit seinen Espigueiros, den charakteristischen, auf Pfeilern erhöhten Steinspeichern.
Wasser und wilde Tiere
Der Park ist auch Wasser. Wasserfälle gibt es überall: der berühmteste ist der von Arado, aber im Frühling hat jedes Tal seinen, und die Becken am Fuße der Fälle laden zu einer Rast ein. Auf den Hochebenen trifft man mit etwas Glück auf die Garranos, die kleinen einheimischen Wildpferde, die frei weiden, und auf Herden der Barrosã-Kühe mit den langen Hörnern. Es sind Begegnungen, die sich abseits der Straßen ereignen, wenn man sich zu Fuß in die hohen Weiden vorwagt.
Schwierigkeit der Routen
Die Schwierigkeit der Routen variiert stark. Sie reicht von kurzen Spaziergängen zwischen einem Dorf und einem Wasserfall, für alle geeignet, bis zu anspruchsvollen Überquerungen zwischen den Hochebenen der Serra do Gerês und der Serra da Peneda, mit ständigem Auf und Ab und Abschnitten, wo die Beschilderung spärlich wird. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, einen GPS-Track zu haben und sich nicht nur auf die Schilder zu verlassen, denn einige Nebenwege sind wenig gepflegt. Das Gelände ist oft steinig, und im Sommer macht sich die Sonne auf den schattenlosen Hochebenen bemerkbar, während die Talgründe frisch und schattig bleiben.
Wie man hinkommt
Um anzukommen, ist die bequemste Basis Braga, gut an Porto angebunden, von dem aus man den Park in wenig mehr als einer Stunde mit dem Auto erreicht. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es, sind aber auf die Einheimischen zugeschnitten, mit wenigen Fahrten am Tag - daher bleibt das Auto für die Bewegung zwischen den verschiedenen Wanderstartpunkten die praktischste Wahl. Viele wählen, in den Dörfern im Park zu übernachten, in restaurierten Steinhäusern, um früh loszuwandern und die Täler zu genießen, wenn sie noch menschenleer sind.
Wann hinfahren
Die ideale Zeit ist der späte Frühling und der frühe Herbst. Mai und Juni finden den Park in voller Blüte, mit vollen Wasserfällen und intensivstem Grün; der September bringt stabile, noch warme, aber nicht schwüle Tage, und die wenigen Sommerbesucher sind bereits weg. Juli und August verzeichnen etwas mehr Präsenz im Thermalgebiet von Gerês, aber es reicht, sich eine Wanderstunde von den einfachsten Zugängen zu entfernen, um die Stille wiederzufinden. An Werktagen sind die Hochebenen auch in der Hauptsaison praktisch leer.
Ein praktischer Tipp: Nehmen Sie immer genug Wasser mit, denn auf den Hochebenen sind die Quellen nicht garantiert und die schattenlosen Abschnitte können lang sein. Und nehmen Sie sich Zeit für die Dörfer, nicht nur für die Wege: Ein Halt in einem Café in Soajo oder Pitões, mit einem Teller Barrosã-Fleisch und einem Glas Vinho verde, gehört zum Erlebnis genauso wie die Calzada Romana unter den Füßen.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Peneda-Gerês?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Peneda-Gerês?
Peneda-Gerês si trova in Nordportugal, Portugal.