Wo man in Lucca essen kann: Tordelli, Buccellato und Osterien innerhalb der Stadtmauern
Entdecke, wo man in Lucca essen kann, zwischen lucchesischen Tordelli, Dinkelsuppe, Buccellato, Osterien innerhalb der Renaissance-Stadtmauern und Wochenmärkten. Lokaler Leitfaden mit Budget-Tipps.
Foto: Arne Müseler (CC BY-SA 3.0 de) — Wikimedia Commons
Lucca: gut essen zwischen Renaissance-Mauern und mittelalterlichen Gassen
Lucca ist eine der toskanischen Städte, in denen man am besten essen kann, ohne ein Vermögen auszugeben. Umschlossen von ihren prächtigen Renaissance-Mauern, bietet diese überschaubare Stadt eine Küche, die sich deutlich von der Florentiner unterscheidet: feiner, an alte Getreidesorten und Kräuter gebunden, mit Einflüssen aus der nahen bergigen Garfagnana. Hier findet man nicht die Bistecca alla Fiorentina auf jeder Speisekarte, sondern authentische Gerichte, die von einer anderen Tradition erzählen.
Die typischen Gerichte, die man probieren muss
Die Tordelli lucchesi sind das erste symbolträchtige Gericht: frische, mit Fleisch (Rind und Schwein) gefüllte Pasta, mit Fleisch-Ragout serviert. Anders als die toskanischen Tortelli haben diese eine bereits gekochte, gewürzte Füllung. Die Dinkelsuppe aus der Garfagnana (mit Bohnen, Schwarzkohl und Dinkel g.g.A.) ist das andere identitätsstiftende Gericht, perfekt an kühlen Abenden.
Weitere unverzichtbare Gerichte: die Garmugia (Frühlingssuppe mit Erbsen, Artischocken, Spargel und Pancetta), die Minestra di Pane (lucchesische Ribollita), das Kaninchen alla Cacciatora und der Biroldo (Wurst aus Blut und Gewürzen, unbedingt vorurteilsfrei probieren).
Der Buccellato ist die historische Süßspeise: ein ringförmiges süßes Brot mit Rosinen und Anis, in den historischen Konditoreien der Via Santa Croce verkauft. Probieren Sie ihn zum Frühstück mit Kaffee.
Die besten Zonen zum Essen
Via Fillungo und nördliches Zentrum
Die Haupteinkaufsstraße Luccas und die Seitengassen (Via Buia, Via dell'Anfiteatro) beherbergen historische Trattorien und Osterien mit mittelalterlichen Gewölben. Belebte Gegend, vielfältige Menüs, vom schnellen Mittagessen bis zum aufwendigen Abendessen. Die Piazza dell'Anfiteatro hat touristische Restaurants am Platz, aber ausgezeichnete versteckte Osterien in den angrenzenden Gassen.
San Frediano und Westteil
Das Viertel um die Basilika San Frediano ist weniger touristisch und wohnlicher. Hier findet man familiäre Trattorien mit Tagesmenüs auf der Tafel, von Einheimischen besucht. Niedrigere Preise und großzügigere Portionen als im Zentrum.
Südbereich: Santa Maria Forisportam und San Francesco
Der südliche Teil der ummauerten Stadt beherbergt Osterien und Weinstuben mit jüngerer, informellerer Atmosphäre. Ausgezeichnet für Aperitifs mit toskanischen Wurstplatten und für Abendessen mit neu interpretierten Traditionsgerichten.
Empfohlene Trattorien und Osterien
- Die historischen Trattorien der Via Fillungo und Via Buia servieren seit Jahrzehnten unveränderte Rezepte von Tordelli und Garmugia. Mittagsmenüs 12 bis 18 Euro.
- Die Weinstuben im Viertel San Frediano kombinieren lucchesische Küche mit Weinen aus den Colline Lucchesi DOC (wenig bekannte, aber ausgezeichnete Rote und Weiße).
- Die Pizzerien mit Verkauf am Stück in den Seitengassen des Zentrums bieten die Cecina (Kichererbsenkuchen, ähnlich der ligurischen Farinata): knusprig, warm, 2 bis 3 Euro pro Stück.
Street Food und Märkte
Der Markt auf der Piazza del Carmine ist der authentischste tägliche Lebensmittelmarkt: Stände mit Gemüse, Wurstwaren, Käse aus der Garfagnana und Kartoffelbrot. Samstags ergänzt der Wochenmarkt entlang der Stadtmauern (Viale Agostino Marti) mit lokalen Erzeugern von Öl, Honig und Kastanienmehl.
Für lucchesisches Street Food ist die Cecina (Kichererbsenmehl-Focaccia, im Blech gebacken) unangefochtener König. Man isst sie allein oder im Brot („cinque e cinque"). Die historischen Backstuben des Zentrums bereiten sie den ganzen Tag zu. Auch die Necci (mit Ricotta gefüllte Kastanienmehl-Crêpes) findet man in kühleren Zeiten.
Spartipps
- Cecina im Brot (cinque e cinque) kostet 3 bis 4 Euro und ist eine sättigende Mahlzeit.
- Die Mittagsmenüs in den Trattorien abseits der Piazza dell'Anfiteatro kosten 12 bis 16 Euro (Erster Gang + Beilage + Wasser).
- Der Wein der Colline Lucchesi in der Karaffe ist günstig und unterschätzt.
- Zum Frühstück kostet Buccellato mit Kaffee an der Bar 3 bis 4 Euro und ist das typische lucchesische Frühstück.
- Meiden Sie die Piazza dell'Anfiteatro zum Essen: wunderschön anzusehen, aber mit um 30 bis 40 % erhöhten Preisen.
Einzigartige gastronomische Erlebnisse
Machen Sie eine Radtour auf den Stadtmauern und halten Sie für einen Aperitif mit Aussicht in den Osterien am Panoramaweg. Im Herbst fahren Sie in die Garfagnana (30 Minuten) zur Kastanienernte und zu Mittagessen in Berggasthöfen mit Neccio-Polenta, Steinpilzen und Pecorino. Nehmen Sie an einer Verkostung des neuen Öls (November bis Dezember) in einer Ölmühle in den lucchesischen Hügeln teil: Das toskanische Öl hat hier einen anderen Charakter, milder und fruchtiger.
Um die Reise nach Lucca zu vervollständigen
Entdecken Sie auch Übernachten in Lucca, um die perfekte Unterkunft zu finden, Was man in Lucca in 2 Tagen sehen kann für eine Route zwischen romanischen Kirchen und Türmen, und Wie man nach Lucca kommt, um die Anreise zu planen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo man in Lucca essen kann?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Wo man in Lucca essen kann è affollata?
Wo man in Lucca essen kann è una meta poco affollata rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Wo man in Lucca essen kann?
Wo man in Lucca essen kann si trova in Lucca, Toskana, Italien.