Statt Amalfi: Cetara, das Fischerdorf an der authentischen Amalfikueste
Cetara ist das authentischste Fischerdorf der Amalfikueste: Sardellenessenz, freie Straende und keine Touristenschlangen.
Foto: Gianfranco Vitolo (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Cetara: wo die Amalfikueste noch den Fischern gehoert
Die Amalfikueste ist einer der meistfotografierten Kuestenabschnitte der Welt, doch Amalfi selbst ist Opfer seines Erfolgs geworden: verstopfte Strassen, Preise in Schwindelhoehe und eine Altstadt, die im Sommer wie ein Themenpark wirkt. Doch schon wenige Kilometer weiter oestlich findet man Cetara, ein Fischerdorf, das noch von Fischerei und Tradition lebt.
Ein authentisch gebliebenes Dorf
Cetara ist eine Handvoll pastellfarbener Haeuser, eingezwaengt zwischen Berg und Meer, mit einem sarazenischen Turm zur Bewachung der Bucht und bunten Booten, die am Strand aufs Trockene gezogen sind. Hier findet man an jeder Ecke keine Souvenirlaeden und keine Restaurants mit sechssprachigen Speisekarten. Man findet stattdessen Fischer, die im Morgengrauen die Netze flicken, und Grossmuetter, die die Waesche zwischen den Gassen aufhaengen.
- Ehrliche Preise: Ein Mittagessen mit frischem Fisch kostet die Haelfte im Vergleich zu Amalfi, und die wenigen B&Bs des Ortes bieten Zimmer mit Meerblick zu erschwinglichen Preisen.
- Die Colatura di Alici: Cetara ist der einzige Ort der Welt, an dem die Colatura di Alici noch nach traditioneller Methode hergestellt wird, direkter Nachfahre des roemischen Garum.
- Freier Strand: Der Strand von Cetara ist zu einem grossen Teil frei zugaenglich, was an der Amalfikueste, wo jeder Meter Sand kostet, aeusserst selten ist.
- Stille: keine Diskotheken, keine Nachtszene. Cetara am Abend ist das Rauschen des Meeres und wenig mehr.
Die Colatura di Alici: der fluessige Schatz von Cetara
Wenn es einen gastronomischen Grund gibt, Cetara zu besuchen, dann ist es die Colatura di Alici. Diese bernsteinfarbene und intensive Wuerze entsteht durch die Reifung von Sardellen unter Salz in Kastanienholzfaessern, in einem Prozess, der mindestens zwei Jahre dauert. Das Ergebnis ist eine goldene Fluessigkeit mit tiefstem Umami-Geschmack, die die Cetareser zum Wuerzen der Spaghetti am Heiligabend verwenden.
Besuchen Sie die handwerkliche Manufaktur Nettuno oder die von Delfino, um den Herstellungsprozess zu sehen und direkt bei den Produzenten zu kaufen. Der Unterschied zu den in Supermaerkten verkauften Industrieprodukten ist gewaltig.
Was es zu sehen und zu tun gibt
Der Torre Vicereale, im 16. Jahrhundert gegen die Sarazeneneinfaelle errichtet, ueberragt den Hafen und beherbergt heute ein Museum, das dem Sardellenfang gewidmet ist. Die Kirche San Pietro Apostolo mit ihrer Majolikakuppel ist das spirituelle Herz des Ortes. Spazieren Sie bei Sonnenuntergang am kleinen Hafen entlang, wenn die Fischer mit dem Tagesfang zurueckkehren.
Fuer die Aktiveren startet der Sentiero degli Dei in seiner oestlichen Variante direkt von den Hoehen ueber Cetara und bietet spektakulaere Panoramen der Kueste. Alternativ schenkt der Pfad hinauf zum Santuario dell'Avvocata eine anstrengende, aber unvergessliche Wanderung zwischen Zitronenterrassen und mediterraner Macchia.
Wo essen
Das Restaurant Acquapazza von Gennaro Castiello ist der Tempel der Cetareser Meereskueche: Probieren Sie die Tubetti mit Colatura di Alici oder den Thunfisch mit Cetara-Zwiebel. Fuer ein informelleres Mittagessen serviert die Osteria Civico 24 gerade gefangene Frittura di Paranza zu ehrlichen Preisen. Die Pescheria Battista verkauft ganz frischen Fisch und bereitet auch Broetchen mit marinierten Sardellen zu, die man an der Hafenmauer geniesst.
Reisen Sie nicht ab, ohne die Cuoppo di Pesce Fritto zum Mitnehmen und die Sardellen aus Cetara in allen ihren Variationen probiert zu haben: mariniert, frittiert, gesalzen, als Essenz.
Anreise
Cetara liegt an der SS163 zwischen Vietri sul Mare und Amalfi. Von Salerno erreicht man es in zwanzig Autominuten oder mit den SITA-Bussen. Der Rat lautet: Mit dem Zug nach Salerno anreisen und dann den Kuestenbus nehmen, um sich den Stress des Fahrens auf der kurvigen Amalfitana zu ersparen. Im Sommer verbinden Faehren Cetara mit Salerno und den anderen Orten der Kueste.
Wann hinfahren
Die besten Zeiten sind April-Juni und September-Oktober, wenn das Klima perfekt fuers Meer ist und die Preise erschwinglich sind. Im Juli findet die Notte della Colatura statt, das Fest, das dem Symbolprodukt des Ortes gewidmet ist, mit kostenlosen Verkostungen am Hafen: ein unverzichtbares Ereignis. Meiden Sie August, wenn Sie Ruhe suchen, auch wenn Cetara jedenfalls viel lebbarer bleibt als Amalfi oder Positano.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Amalfi?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Statt Amalfi è affollata?
Statt Amalfi è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Statt Amalfi?
Statt Amalfi si trova in Cetara, Kampanien.
Weitere Alternativen zu Amalfi
Guide selezionate dalla nostra redazione, tutte alternative alla stessa meta affollata:
Minori: das alte Herz der Amalfiküste ohne den Ansturm
Minori, Salerno
Anreise nach Tropea: alle Verkehrsoptionen
Tropea, Kalabrien, Italien
Maratea, der Christus und das Meer: die geheime Küste der Basilikata
Maratea, Potenza, Italien
Atrani, das kleinste Dorf Italiens, an die Amalfiküste geschmiegt
Atrani, Salerno, Italien
Wo essen in Tropea: der Geschmack Kalabriens zwischen roter Zwiebel und Meer
Tropea, Kalabrien, Italien
Tropea in zwei Tagen: Langsamkeit und Staunen an der Costa degli Dei
Tropea, Kalabrien, Italien