Refugi 307 in Poble-sec: die von Barcelonas Nachbarn per Hand gegrabenen Luftschutztunnel
Der Luftschutzbunker 307 in Poble-sec, Barcelona: 200 Meter Stollen aus dem Spanischen Bürgerkrieg, nur mit Führungen des MUHBA-Museums zugänglich.
Foto: Pilardenou999 / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)
An der Hausnummer 175 der Carrer Nou de la Rambla, im Stadtteil Poble-sec, führen drei Öffnungen in die Flanke des Montjuïc-Hügels. Sie sehen aus wie Dienstzugänge, sind in Wirklichkeit aber die Eingänge des Refugi 307, eines der über tausend Luftschutzbunker, die während des Spanischen Bürgerkriegs in Barcelona errichtet wurden. Der Name hat keinerlei symbolische Bedeutung: es ist schlicht die Nummer, unter der ihn die Stadtverwaltung registrierte. Heute wird er vom Museu d'Història de Barcelona (MUHBA) verwaltet und ist nur mit gebuchter Führung zu besichtigen – einer der Gründe, weshalb er selbst bei denen wenig bekannt bleibt, die regelmäßig nach Barcelona zurückkehren.
Ein Viertel, das sich selbst verteidigte
Die Geschichte ist die eines Viertels, das sich selbst geschützt hat. Als Barcelona anfing, Bombardements zu erleiden, wurde die passive Verteidigung zu einem kollektiven Werk: republikanische Armee, Generalitat, Ayuntamiento und vor allem die Bewohner gruben die Bunker mit den Händen. Hier sah das Projekt fast 400 Meter Stollen für rund 2.000 Personen vor, doch am Ende des Konflikts war etwa die Hälfte realisiert. Anders als die meisten Stadtbunker, die unterirdisch gegraben wurden, nutzte der 307 den Fels am Fuß des Montjuïc, um seine Tunnel anzulegen.
In den Stollen
Was man während des Besuchs durchquert, ist ein Gang von etwas mehr als zwei Metern Höhe (2,10) und einer Breite zwischen anderthalb und zwei Metern. Die drei Eingänge führen zu einem Zickzackverlauf, entworfen nicht aus Ästhetik, sondern um zu verhindern, dass die Splitter einer nahe einem Eingang detonierten Bombe sich entlang der Stollen ausbreiten. Unter dem Hügel hatten die Nachbarn eine kleine Überlebensinfrastruktur eingerichtet: Latrinen, einen Brunnen, ein Krankenzimmer, einen Raum für Kinder, einen Kamin. An den Wänden finden sich noch Aufschriften aus jener Zeit, etwa das Verbot, „Pessimismus zu schüren" oder „über Politik zu sprechen": Sätze, die die Moral derer stützen sollten, die dort drinnen die Stunden der Bombardements verbrachten.
Die Führung
Der Besuch dauert etwa eine Stunde, und die Führung beschränkt sich nicht darauf, durch die Tunnel zu laufen: es wird erklärt, warum Barcelona so viele Bunker brauchte und was konkret geschah, wenn der Alarm ertönte. Es ist eine Erzählung aus praktischen Details, nicht aus Rhetorik, und gerade deshalb hinterlässt sie Spuren. Auch für Reisende mit Jugendlichen geeignet, sofern man die engen und schwach beleuchteten Räume berücksichtigt.
Wie man sich organisiert
Zur Organisation: die für Einzelbesucher geöffneten Führungen finden sonntags statt, in der Regel um 10:30 Uhr auf Englisch, um 11:30 Uhr auf Spanisch und um 12:30 Uhr auf Katalanisch; von Montag bis Samstag öffnet der Bunker nur für Gruppen mit Voranmeldung (auch auf Französisch). Das Ticket kostet rund 3,50 Euro, die Plätze sind begrenzt und eine Reservierung ist erforderlich; prüfen Sie immer Zeiten und Verfügbarkeiten auf der MUHBA-Website vor der Abreise, da sie saisonal wechseln. Der Bunker bleibt am 1. Januar, 1. Mai, 24. Juni und 25. Dezember geschlossen.
Die Anreise ist einfach: Treffpunkt ist an der Kreuzung Carrer Nou de la Rambla und Beginn des Aufstiegs zum Montjuïc, wenige Gehminuten von den Metrostationen Paral·lel (Linien L2 und L3) und Poble Sec (L3) entfernt. Nach dem Besuch lohnt es, im Viertel zu bleiben: Poble-sec ist die Zone der Tapasbars in der Carrer Blai, perfekt, um den Vormittag mit ein paar Pintxos abzuschließen, bevor man zu den Gärten des Montjuïc hinaufsteigt.
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Anreise
Der Bunker liegt in der Carrer Nou de la Rambla, im Stadtteil Poble-sec, am Fuß des Montjuïc-Hügels. Die günstigste Metrostation ist Paral·lel (Linien L2 und L3), wenige Gehminuten entfernt und auch von mehreren Buslinien bedient. Barcelona Sants ist der wichtigste Bahnhof der Stadt, der Bezugsflughafen ist Barcelona El Prat. Der Besuch ist nur mit Führung möglich, daher ist eine Vorausbuchung ratsam.
Praktische Leitfäden für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Refugi 307 in Poble-sec?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Refugi 307 in Poble-sec è affollata?
Refugi 307 in Poble-sec è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Refugi 307 in Poble-sec?
Refugi 307 in Poble-sec si trova in Poble-sec, Barcelona, Spanien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Parc de Montjuïc ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroport Barcelona - el Prat Josep Tarradellas BCN ~11 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.