Der Kaktusgarten des Montjuïc: die Jardins de Mossèn Costa i Llobera in Barcelona
An der Meerseite des Montjuïc in Barcelona wachsen 800 Kaktusarten auf Terrassen mit Blick auf den Hafen. Eintritt frei, fast immer leer.
Foto: supersum (CC BY-SA 4.0) — Flickr
In Barcelona konzentriert der Hügel Montjuïc Museen, olympische Stadien und Festungen, und fast alle Besucher bleiben auf der Seite, die zur Stadt schaut. Auf der gegenüberliegenden, dem Meer zugewandten Seite finden sich etwas mehr als drei Hektar Garten, der Sukkulenten und Wüstenpflanzen gewidmet ist: die Jardins de Mossèn Costa i Llobera. Der Name ist der von Miquel Costa i Llobera, mallorquinischer Dichter und Priester zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert (auf Katalanisch bedeutet „Mossèn" nämlich „Priester"). Sie gehören zu einem Trio von Montjuïc-Gärten, die katalanischen Dichtern gewidmet sind, zusammen mit den Gärten Mossèn Cinto Verdaguer und Joan Maragall.
Geschichte des Gartens
Der Garten wurde 1970 vom Architekten Joaquim Maria Casamor i d'Espona zusammen mit Joan Pañella Bonastre, Dozent an der städtischen Gartenbauschule von Barcelona, entworfen und entstand als Freiluftklassenzimmer für Botanikstudenten. Er wurde in einem alten Steinbruch angelegt, der mit dem Aushub der militärischen Befestigungsanlagen des Hügels aufgefüllt wurde. Die Lage ist kein Zufall: Die zentrale Mulde genießt ein Mikroklima mit Temperaturen, die zwei bis drei Grad höher liegen als in den umliegenden Bereichen, und ist vor den starken Winden geschützt, die diesen Küstenabschnitt peitschen. Diese Wärmenische ermöglicht das Überleben von Arten, die auf diesen Breitengraden anderswo nicht bestehen würden. Die Geschichte war nicht immer gnädig: Die Fröste der Winter 1985 und vor allem 1987 zerstörten fast 40 % der Pflanzen. Zwischen 2006 und 2011 wurde der Garten strukturell und ästhetisch überarbeitet. 1987, im selben Jahr des Frosts, hatte ihn die New York Times zu den zehn schönsten Gärten des Planeten gezählt.
Die Sammlung
Was man heute sieht, ist eine der bedeutendsten Kaktus- und Sukkulentensammlungen Europas: rund 800 verschiedene Arten aus Wüsten- und Halbwüstengebieten verschiedener Kontinente, ergänzt durch Palmen und subtropische Bäume. Unter den Exemplaren sticht ein etwa zweihundert Jahre alter Oreocereus neocelsianus hervor, der „Alte der Anden". Der Rundgang erstreckt sich auf mehreren Ebenen, mit Wegen und Treppen, teils im Zickzack, die durch verschiedene Szenerien aufsteigen und abfallen. Zwischen den Pflanzen verteilen sich dekorative Elemente: eine schattenspendende Pergola und einige Skulpturen, darunter „La Puntaire" von Josep Viladomat, an einem panoramischen Punkt mit Bänken aufgestellt, von dem aus man auf den Hafen blickt. Die Terrassen öffnen sich direkt auf die Küstenlinie und den Schiffsverkehr, und dieser Kontrast - die dornigen, geometrischen Formen der Sukkulenten mit dem Meer im Hintergrund - ist der Grund, warum die Reise sich lohnt.
Trotz der Sammlung und der Ausblicke gehören die Jardins de Mossèn Costa i Llobera zu den am wenigsten besuchten Gärten Barcelonas: nur wenige hundert Meter von den Attraktionen des Montjuïc entfernt, findet man sich oft allein zwischen den Terrassen wieder. Der Eintritt ist frei: Es ist ein städtischer öffentlicher Park, geöffnet täglich von 10:00 Uhr bis zum Sonnenuntergang.
Wie hinkommen
Die Adresse lautet Carretera de Miramar 38, in der Nähe der Plaça de l'Armada und des Hotels Miramar. Mit der U-Bahn steigt man an der Station Paral·lel (Linien 2 und 3) aus und geht 15-20 Minuten zu Fuß weiter; mit dem Bus fahren die Linien 21 (Haltestelle Carretera de Miramar) und 150. Alternativ die Standseilbahn Montjuïc mit anschließendem Abstieg über die Avinguda de Miramar bis zum Eingang nahe den Jardins de Miramar. Ein praktischer Tipp: Schatten ist rar, und im Sommer ist die Hitze intensiv, daher empfiehlt es sich, die Mittagsstunden (12 bis 16 Uhr) zu meiden und Wasser mitzunehmen. Der späte Nachmittag ist der beste Moment, mit dem streifenden Licht auf dem Hafen und angenehmeren Temperaturen.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Kaktusgarten des Montjuïc?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Der Kaktusgarten des Montjuïc è affollata?
Der Kaktusgarten des Montjuïc è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Der Kaktusgarten des Montjuïc?
Der Kaktusgarten des Montjuïc si trova in Montjuïc, Barcelona, Spanien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Parc de Montjuïc ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroport Barcelona - el Prat Josep Tarradellas BCN ~11 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.