Azoren, Portugal

Überquerung von São Jorge: Trekking zwischen Fajãs und Kratern auf den Azoren

Auf den Azoren bleibt die Kamminsel São Jorge selbst im atlantischen Archipel abseits. Ein Kraterrücken durchzogen von Pfaden, die zu den küstennahen Fajãs hinabsteigen, Terrassen aus Lava und Erdrutschen entstanden: vulkanische Natur und wenige, sehr wenige Menschen.

Foto di Azoren, Portugal — Überquerung von São Jorge: Trekking zwischen Fajãs und Kratern auf den Azoren

José Luís Ávila Silveira/Pedro Noronha e Costa, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Azoren rücken langsam in den Blickpunkt der Reisenden, doch selbst innerhalb des Archipels gibt es Inseln, die im Schatten bleiben. São Jorge ist eine davon: ein langer und schmaler vulkanischer Rücken, fast ein aus dem Atlantik aufgetauchter Kamm, auf dem die Touristen, die São Miguel überfluten, nur tröpfchenweise ankommen. Gerade diese lang gestreckte Form, mit einer zentralen Hochebene und steilen Abbrüchen zum Meer, macht sie zum Paradies für Wanderer, die Abgeschiedenheit suchen.

Die Fajãs

Die Besonderheit von São Jorge sind die Fajãs: flache Terrassen am Fuß der Klippen, entstanden aus alten Lavaströmen oder Erdrutschen, heute bewirtschaftet, bewohnt oder wieder verwildert. Die schönsten Pfade verbinden die Hochebene mit den Fajãs, indem sie die Wände hinabsteigen, und jeder Abstieg ist eine kleine Reise durch das Mikroklima der Insel, von der windigen Weide oben bis zur fast tropischen Vegetation unten. Der berühmteste Pfad führt zur Fajã dos Cubres und zur nur zu Fuß erreichbaren Fajã da Caldeira de Santo Cristo, mit ihrer Lagune, in der Muscheln gezüchtet werden und wohin Surfer laufen, das Brett unter dem Arm. Es ist ein Ort, den man sich gerade deshalb verdient, weil er Mühe kostet.

Die Hochebene und die Ausblicke

Entlang der Hochebene verlaufen weitere Routen zwischen den Vulkankegeln und den Weiden, auf denen die Kühe grasen, die den berühmten Käse von São Jorge liefern. Von vielen Stellen des Kamms sieht man an klaren Tagen die Nachbarinseln: den perfekten Kegel des Pico, der sich aus dem Meer erhebt, Faial, Graciosa am Horizont. Es sind Panoramen, die schon allein den Aufstieg lohnen. Die Ortschaften Velas und Calheta an der Küste bilden bequeme Ausgangsbasen und bewahren den langsamen, ehrlichen Rhythmus des Insellebens.

Schwierigkeit der Pfade

Was den Einsatz betrifft, verlangen die Wanderungen zu den Fajãs trainierte Beine: Man steigt viel ab und muss fast immer wieder hinauf, und die auf die Steilhänge konzentrierten Höhenunterschiede sind auch bei kurzen Distanzen beträchtlich. Die offiziellen Pfade sind mit den typischen azoreischen Schildern gut markiert, doch der Untergrund kann bei Regen rutschig sein, was hier häufig vorkommt. Die Wanderungen auf der Hochebene sind dagegen sanfter und auch für weniger anstrengende Ausflüge geeignet. Insgesamt braucht es zu jeder Jahreszeit Regenkleidung, denn das atlantische Wetter wechselt schnell.

Anreise

Zur Anreise fliegt man in der Regel zu einer der Hauptinseln und nimmt dann eine interne Verbindung: São Jorge hat einen kleinen Flughafen und einen Hafen mit Fähren, die zwischen Pico und Faial verkehren, den Inseln des sogenannten Dreiecks. Das bedeutet, dass sich São Jorge mit den benachbarten Inseln zu einer einzigen Reise verbinden lässt. Auf der Insel ist ein Mietwagen fast unverzichtbar, um die verschiedenen Ausgangspunkte der Pfade zu erreichen, da der öffentliche Verkehr minimal ist.

Wann fahren

Die beste Zeit reicht vom Frühsommer bis zum Frühherbst. Juni und Juli bieten die längsten Tage und die höchste Wahrscheinlichkeit von offenem Himmel über den Kämmen, während der September ein noch laues Meer, verblühte Hortensien, aber üppige Natur und einen bereits nachlassenden Andrang schenkt. Doch selbst in den frequentierten Monaten kennt São Jorge die Menge nicht wirklich: Es reicht, den Pfad zu einer Fajã einzuschlagen, um mit dem Ozean unter den Füßen allein zu bleiben, ohne stundenlang jemanden zu treffen. Im Vergleich zu den bekannteren Inseln des Archipels bleiben hier die Zahlen klein und die Rhythmen langsam, und das spürt man an jeder Ecke. Es ist eine Insel, die belohnt, wer auf Bequemlichkeit verzichtet und akzeptiert, dass er seine schönsten Orte erwandern muss.

Ein praktischer Rat: Plant die Abstiege zu den Fajãs mit dem Wetter auf eurer Seite und rechnet den Wiederaufstieg gut ein, der bei feuchter Wärme der harte Teil ist. Nehmt Wasser, etwas zu essen und Schuhe mit gutem Profil mit. Und gönnt euch eine Nacht in einer der zugänglichen Fajãs, wenn ihr einen Platz findet: Mit dem Rauschen des Ozeans einzuschlafen und in einem Amphitheater aus grünem Fels zu erwachen, ist der richtige Weg, um zu verstehen, warum diese Insel ein Geheimnis bleibt.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Überquerung von São Jorge?

Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Überquerung von São Jorge?

Überquerung von São Jorge si trova in Azoren, Portugal.

Adatto a: Giugno Luglio Settembre

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