Ulassai, zwischen den Kalksteinplateaus und den Wasserfällen von Lequarci
Unter den Kalksteinplateaus der Ogliastra bewahrt Ulassai die Lequarci-Wasserfälle, unter den mächtigsten Sardiniens, und die Kunst der Künstlerin Maria Lai.
Foto: autore sconosciuto (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Während sich die sardische Küste im Sommer mit Sonnenschirmen füllt, bleibt das Hinterland der Ogliastra erstaunlich still. Ulassai, kaum tausend Einwohner in der Provinz Ogliastra, liegt auf einer Felsterrasse zwischen dem Tacco di Ulassai im Norden und dem Monte Tisiddu im Süden. Die „Tacchi" sind Kalk- und Dolomitplateaus jurassischen Ursprungs: helle und rötliche Wände, die senkrecht über den Wäldern aufragen, von der Zeit zu Türmen und Überhängen geformt. Wer an ihrem Fuß entlanggeht, versteht, warum hier der Stein den Rhythmus vorgibt.
Die Wasserfälle von Lequarci
Der wichtigste Grund, hier heraufzukommen, sind die Wasserfälle von Lequarci, im Ortsteil Santa Barbara, kurz außerhalb des Dorfes. Sie gelten als eine der eindrucksvollsten Kaskaden der Insel: ein Wasserfall von über fünfzig Metern, der sich auf einer Breite von bis zu siebzig Metern öffnet, gefolgt von Stromschnellen und kleineren Kaskaden mit weiterem Höhenunterschied. Die Wasserführung hängt vom Regen ab, es ist also kein Schauspiel für den vollen August: Der richtige Moment kommt nach den Niederschlägen, wenn sich die Wasserfront wie ein Schleier über die Wand legt.
Die Kunst von Maria Lai
Dann gibt es eine zweite, kulturelle Seele. 1981 bezog die aus Ulassai stammende Künstlerin Maria Lai das ganze Dorf in ihr Werk „Legarsi alla montagna" ein und verband Häuser und Gassen mit kilometerlangen blauen Bändern, die im Fels über dem Dorf verankert waren. Diese Geste, heute als eines der ersten Werke relationaler Kunst anerkannt, hat Ulassai ein weit verzweigtes Netz künstlerischer Interventionen und eine „Stazione dell'arte" in einem alten Bahnhofsgebäude hinterlassen.
Höhlen und Wanderwege
Das Gebiet verlangt Beine und Respekt. Die Grotte von Su Marmuri, eine der größten Sardiniens, und die Felswände der Tacchi ziehen Höhlenforscher und Wanderer an, doch die Pfade sind wild und schlecht markiert: besser mit Wanderschuhen, Wasser und, für längere Touren, mit einem lokalen Führer unterwegs sein.
Langsam reisen
Nach Ulassai zu kommen heißt, den langsamen Schritt zu wählen: im Ort übernachten, in den Familien essen, die einen Agriturismo führen, das Auto stehen lassen und zu Fuß hinaufgehen. Es ist eine konkrete Weise, den Druck von den Stränden zu nehmen und einem Berg Wert zurückzugeben, der hier noch lebendig ist.
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Anreise
Ulassai ist ein Dorf der Ogliastra, eingebettet zwischen den Kalksteinplateaus im südöstlichen Inneren Sardiniens. Man erreicht es fast ausschließlich mit dem Auto über die Panoramastraße SS125 Orientale Sarda; von dort nimmt man die Ausfahrt auf die Provinzstraße Richtung Ierzu, Osini und Ulassai. Die Wasserfälle von Lequarci erreicht man vom Zentrum aus in wenigen Minuten über eine Aussichtsstraße. Referenzflughafen ist Cagliari-Elmas, rund zwei Stunden entfernt; Ulassai ist außerdem eine der Stationen der touristischen Bahnlinie Trenino Verde.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Ulassai?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Ulassai è affollata?
Ulassai è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Ulassai?
Ulassai si trova in Ulassai, Sardinien, Italien.
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Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Ussassai ~6 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto Militare di Decimomannu Giovanni Farina DCI ~68 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.