Apulien abseits der Touristenströme: Dörfer des Hinterlands fernab der Menschenmassen
Monti Dauni, Murgia und das innere Salento: die versteckten Dörfer des apulischen Hinterlands und die Felsenkirchen, die man ohne Warteschlange besuchen kann.
Das Apulien, das im Sommer die Feeds füllt, ist ein schmaler Streifen: die Küste des Salento, Alberobello, die Buchten zwischen Polignano und Monopoli. Doch es genügt, dem Meer den Rücken zu kehren und in die Hügel hinaufzusteigen, um eine ganz andere Region zu entdecken. Wer die versteckten Dörfer des apulischen Hinterlands sucht, findet drei verschiedene und fast immer menschenleere Welten: die Monti Dauni im Norden, das Hochplateau der Murge in der Mitte und das innere Salento der Grecìa im Süden. Heller Stein, Schluchten, freskengeschmückte byzantinische Krypten und Orte, in denen einem im Juni kein Reisebus begegnet. Hier sind die besten Ausgangspunkte.
Die Monti Dauni
Die Monti Dauni in der Provinz Foggia sind jener Teil Apuliens, den fast niemand mit der Region in Verbindung bringt: eine Hügelkette an der Grenze zu Kampanien und Molise, geprägt von Wäldern, den Tratturi der Transhumanz und mittelalterlichen Dörfern. Der ideale Ausgangspunkt für diese Rundreise ist Bovino, das auf einem Hügel thront und von der herzoglichen Burg überragt wird. Es lohnt sich zu lesen, wie eine römische Brücke und eine Kathedrale hier von Jahrtausenden des Durchgangs erzählen, und anschließend durch die Altstadt zu spazieren, wo der Stein des romanischen Doms und die Brücke über den Cervaro die Geschichte des Ortes zusammenhalten. Rundherum liegen, nur wenige Kilometer entfernt, weitere Etappen, die keine Reservierung brauchen: Troia mit seiner romanischen Kathedrale und der Fensterrose mit elf Strahlen, Pietramontecorvino mit dem in den Fels gehauenen Viertel Terravecchia, Orsara di Puglia mit dem Sauerteigbrot aus dem Holzofen und Sant'Agata di Puglia, das auf das Tavoliere blickt. Celle San Vito, die kleinste Gemeinde der Region, bewahrt noch heute das Frankoprovenzalische.
Die Murgia
Weiter südlich öffnet sich die Murgia, ein Kalksteinplateau, das von den Gravine durchzogen ist, tiefen Schluchten, in denen die basilianischen Mönche Kirchen und Behausungen aushöhlten. Das Eingangstor ist Gravina in Puglia, das die Felsenlandschaft schon im Namen trägt: Man steigt hinab in das aus dem Tuffstein gehauene Viertel Fondovito und erkundet die Felsenkrypten unter der Stadt, ein Labyrinth aus Höhlen, Kellern und unterirdischen Kirchen. Ganz in der Nähe liegen Altamura mit der Kathedrale Friedrichs II. und dem berühmten DOP-Brot sowie Massafra, wegen der Dichte an Felsenkirchen die "Thebais Italiens" genannt. Im Frühling bedeckt sich die Alta Murgia mit Mohnblumen: eine Landschaft, die die Sommersonne wieder auslöscht.
Das innere Salento
Das interessanteste Salento für alle, die dem Gedränge entgehen wollen, ist nicht das der Strände, sondern das des Hinterlandes. In der Grecìa Salentina, der Enklave, in der noch heute Griko gesprochen wird, besichtigt man das zwischen den Olivenbäumen verschwundene byzantinische Dorf Apigliano, eine mittelalterliche Freilicht-Ausgrabungsstätte in der Nähe von Martano. Ringsherum liegen Dörfer, die die Reiseführer überspringen: Soleto mit seiner gotischen Turmspitze, Sternatia mit der Krypta des heiligen Sebastian, Specchia, ausgezeichnet als eines der schönsten Dörfer Italiens, und Carpignano Salentino, das in der Krypta der Santa Cristina die datierten Fresken aus dem 9. Jahrhundert bewahrt. Der wahre Schatz des inneren Salento liegt jedoch unter der Erde. Die in den Fels gehauene Kryptenkirche des Crocifisso di Ugento bewahrt übereinanderliegende byzantinische und barocke Fresken — und wenn das Thema fesselt, gibt es eine zweite Erzählung über dieses Heiligtum, das das Salento vergisst. Weiter nördlich, im ländlichen Umland von Brindisi, verbirgt die Krypta San Biagio in San Vito dei Normanni einen Freskenzyklus zwischen Olivenbäumen, weit entfernt von jedem touristischen Parkplatz.
Auch an der Küste findet man außerhalb der Hauptmonate fast verlassene Orte. Die Ruinen von Egnazia, der messapisch-römischen Stadt an der Adria, sind eine halbe Autostunde von Ostuni entfernt und ohne das Gedränge von Pompeji zu besichtigen; und in der Kathedrale von Otranto, die nur an wenigen Punkten von der Menge überwältigt wird, bleibt der auf dem Mosaikboden ausgebreitete Baum des Lebens eines der am meisten unterschätzten mittelalterlichen Meisterwerke des Mittelmeerraums.
Wie man sich organisiert
Einige praktische Hinweise. Das Auto ist nahezu unverzichtbar: Die Entfernungen zwischen den Dörfern sind kurz, doch die öffentlichen Verbindungen in den kleineren Zentren sind spärlich. Die besten Monate sind April, Mai, September und Oktober, wenn das Licht weich ist und die Altstädte aus hellem Stein kühl bleiben. Schließlich öffnen viele Krypten und Felsenstätten nur nach Voranmeldung oder mit Führung: Ein Anruf beim Fremdenverkehrsamt oder in der Gemeinde vor der Abreise erspart die geschlossene Tür.
Praktische Reiseführer für Monopoli
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Apulien abseits der Touristenströme?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Apulien abseits der Touristenströme?
Apulien abseits der Touristenströme si trova in Italien.
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