Der Casale di Apigliano: das verschwundene byzantinische Dorf zwischen den Olivenbäumen des Salento
In der Grecìa Salentina, bei Martano, bewahrt der archäologische Park von Apigliano zwischen den Olivenbäumen die Ruinen eines mittelalterlichen byzantinischen Dorfes.
Foto: Freddyballo (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Wer die Provinzstraße befährt, die von Martano nach Soleto und Zollino hinunterführt, hält in der Regel nicht an. Und doch, gleich hinter den Trockenmauern und den ordentlichen Olivenreihen, verbirgt sich einer der eindrucksvollsten Orte des tiefen Salento: der Casale di Apigliano, ein byzantinisches und mittelalterliches Dorf, das heute nicht mehr existiert, außer als Spur zwischen Gras und Stein.
Die Geschichte
Apigliano entstand als byzantinische Siedlung um das 7.-8. Jahrhundert und lebte hunderte Jahre lang, bevor es zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert verlassen wurde. Die Ursachen sind nicht ganz geklärt, aber das Ergebnis ist ein ganzes Dorf, das im Nichts verschwand und den Feldern die Aufgabe überließ, seine Erinnerung zu bewahren. Seit 1997 haben die von Professor Paul Arthur von der Universität des Salento geleiteten Ausgrabungen Steinhäuser, Alltagsgegenstände und Dutzende von Gräbern ans Licht gebracht und einer vergessenen Gemeinschaft eine Stimme zurückgegeben.
Die Kirche
Das sichtbarste Zeichen ist die kleine entweihte Kirche Santa Maria, den Einwohnern als Kirche San Lorenzo bekannt: ein ländliches Gebäude, hinter dem sich Schichten älterer Geschichte und vom Zeit verzehrte Freskenspuren verbergen. Ringsum durchquert man den archäologischen Park in Ruhe, zwischen Infotafeln, Rekonstruktionen und dem Wind in den Zweigen.
Die Stille
Hier gibt es keine Schlangen, keine überfüllten Ticketschalter oder Busreihen. Da ist die Stille des salentinischen Landes, die gleiche, die die letzten Bewohner des Casale gekannt haben mussten. Es ist ein anderes Erlebnis als das überfüllte Meer und die im August gestürmten Dörfer: langsam, fast intim, gemacht aus Steinen und Abwesenheiten mehr als aus Denkmälern.
Wie man es besucht
Es zu besuchen bedeutet, ein Salento zu wählen, das nicht schreit. Man erreicht es leicht mit dem Auto, lässt das Fahrzeug entlang der Provinzstraße und geht zu Fuß. Frühling und Frühherbst sind die besten Jahreszeiten, wenn das Licht weich ist und die Hitze nicht drückt. Ein Rat: Sich vorher über die Öffnungszeiten informieren, oft an Veranstaltungen und lokale Initiativen gebunden, und den Respekt mitbringen, den ein Ort verdient, der in jeder Hinsicht ein Friedhof und ein Zuhause derer ist, die nicht mehr da sind.
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Anreise
Der archäologische Park liegt in der Landschaft zwischen Martano und Zollino, in der Grecìa Salentina, etwa zwanzig Kilometer von Lecce entfernt. Mit dem Auto folgt man von Lecce der SS16 Richtung Maglie und nimmt die Ausfahrt Martano, weiter Richtung Ort zwischen den Olivenbäumen. Der nächste Bahnhof ist Martano an den Ferrovie del Sud Est; der Referenzflughafen ist der von Brindisi.
Praktische Reiseführer für Polignano a Mare
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Casale di Apigliano?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Der Casale di Apigliano è affollata?
Der Casale di Apigliano è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Der Casale di Apigliano?
Der Casale di Apigliano si trova in Martano, Apulien, Italien.
Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Zollino ~4 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Lecce-Galatina LCC ~13 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.