Apulien, Italien

Alternativen zu Polignano a Mare: Küstenorte und Buchten Apuliens ohne Gedränge

Polignano a Mare ist herrlich, aber überlaufen: Küstenorte, Buchten und Steinstädte Apuliens, an denen man in Ruhe baden und Kultur erleben kann.

Foto di Apulien, Italien — Alternativen zu Polignano a Mare: Küstenorte und Buchten Apuliens ohne Gedränge

Foto: wbaiv (CC BY-SA 4.0) — Flickr

Polignano a Mare hat ein Problem: Es ist zu schön, um ruhig zu bleiben. Zwischen Juli und August wird die berühmte Lama Monachile zu einer geordneten Reihe von Handtüchern, durch die Gassen der Altstadt schleppt man sich im Schritttempo, und für einen Espresso mit Blick auf die Klippen braucht es Geduld. Wer eine Alternative zu Polignano a Mare sucht, die dasselbe türkisfarbene Meer und dieselben Adria-Balkone bietet, aber ohne das Gedränge, für den hat Apulien einiges bereit: Manchmal genügen ein paar Kilometer, manchmal muss man die Küste wechseln.

Monopoli

Der einfachste Zug ist, weiter nach Süden zu fahren, nach Monopoli. Es ist eine echte Stadt mit aktivem Fischereihafen und einem täglichen Fischmarkt, kein Schaufenster-Dorf. Ihre städtischen Buchten wie die Cala Porta Vecchia unterhalb der Burgmauern sind klein und felsig wie in Polignano, aber deutlich zurückhaltender. Entlang der Küstenstraße öffnen sich Buchten wie die Cala Incina und der Strand von San Giovanni, an denen man auch im August durchatmen kann. Monopoli als Basis zu wählen, ist günstiger und hält Sie trotzdem zwanzig Autominuten von der berühmten Klippe entfernt, um im Morgengrauen dorthin zu fahren, wenn sie noch leer ist.

Etwas weiter südlich, an der Küste von Fasano, liegt meine liebste Alternative für alle, die Bad und Geschichte verbinden wollen. Die Ruinen von Egnazia vor Savelletri blicken direkt auf die Adria: Hier können Sie buchstäblich über dem alten, versunkenen römischen Hafen schwimmen und mit der Schnorchelmaske zwischen den Blöcken der messapischen Stadt auf dem sandigen Grund unterwegs sein. Die umliegende Küste wechselt zwischen flachen Klippen und kleinen, windgeschützten Buchten mit kristallklarem Wasser und keinerlei Massentourismus.

Der adriatische Salento

Wer den weißen Küstenort über dem Meer sucht, ist im adriatischen Salento richtig. In Otranto blickt der befestigte Ortskern auf ein tiefblaues Meer, und in der Kathedrale erwartet Sie der Mosaikfußboden mit dem enormen Baum des Lebens, ein mittelalterliches Meisterwerk, das allein die Reise wert ist. Im Sommer ist Otranto nicht menschenleer, aber es hat eine Weite und Tiefe, die man in Polignano, das mittlerweile auf wenige überfotografierte Gassen reduziert ist, schwer findet.

An der ionischen Seite des Salento verringert sich der Trubel weiter. In Ugento, ganz nah bei den Stränden von Marina di Pescoluse, ist die Cripta del Crocifisso ein in den Fels gehauenes Heiligtum mit byzantinischen Fresken: die Art Stopp, der einen Meertag durch etwas Handfestes bereichert. Im Hinterland ist das Casale di Apigliano bei Martano ein zwischen Olivenbäumen verschwundenes mittelalterliches Dorf, von dem nur die Kapelle und die Gräber geblieben sind: ein Vorgeschmack der Grecìa Salentina abseits der Warteschlangen. Weiter nördlich, in der Landschaft von San Vito dei Normanni, bewahrt die Cripta di San Biagio einen erstaunlichen Zyklus von Felsenfresken, den man dort nicht erwartet.

Das Hinterland aus Stein

Es gibt noch ein anderes Apulien, das aus Stein und Hinterland, das hervorragend als Gegenstück zum überlaufenen Meer funktioniert. Gravina in Puglia ist eine kleine, in den Tuff gehauene Stadt: das Viertel Fondovito, die tiefe Schlucht, überspannt von der Aquäduktbrücke, die unterirdischen Häuser. Unter Gravina betritt man ein Labyrinth aus mit Fresken bemalten Felsenkirchen, das erzählt, wie man jahrhundertelang im Fels gelebt hat. Nur eine Stunde von der Küste bei Bari entfernt, perfekt für einen kühlen Tag, wenn die Sonne am Strand zu hart brennt.

Wer die Kulisse wirklich wechseln möchte, findet schließlich das apulische Gebirge der Monti Dauni. Bovino, auf den Hügeln westlich von Foggia, reiht eine antike Brücke, eine romanische Kathedrale und ein Labyrinth aus steinernen Gassen aneinander: Höhenluft, mildere Temperaturen und Preise, die mit denen der Riviera nichts zu tun haben.

Wann man reisen sollte

Wichtiger als das Ziel bleibt der Zeitraum: An der gesamten apulischen Adriaküste bieten Mai und Juni schon badefreundliches Meer und minimalen Andrang, während der September wahrscheinlich der beste Monat überhaupt ist – noch warmes Wasser, weniger Touristen und sinkende Preise. Bei guter Monatswahl wird selbst Polignano wieder lebenswert, und jede dieser Alternativen wird zu dem, was Sie wirklich suchen: ein schöner Ort am Meer, an dem man den Schatten nicht reservieren muss.

Praktische Reiseführer für Monopoli

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Alternativen zu Polignano a Mare?

Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Alternativen zu Polignano a Mare?

Alternativen zu Polignano a Mare si trova in Apulien, Italien.

Adatto a: Maggio Giugno Settembre

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