Die Krypta von San Biagio: die byzantinischen Fresken, verborgen im Felsen Apuliens
In San Vito dei Normanni, in Apulien, bewahrt die in den Tuffstein gehauene Krypta von San Biagio byzantinische Fresken aus dem Jahr 1196, die zu den gelungensten zählen.
Foto: Zappuddu at Italian Wikipedia (Public domain) — Wikimedia Commons
Um dorthin zu gelangen, verlässt man den Ort San Vito dei Normanni und fährt durch die Landschaft in Richtung Brindisi bis zu den Tuffsteinwänden, die der Canale Reale ausgehöhlt hat. Hier, in der Nähe der Masseria Jannuzzo, führt eine kleine Treppe in den Fels hinab und bringt einen unter die Erde, wo das Licht plötzlich schwach und kühl wird. Kein Glockenturm, kein monumentaler Platz: Die Krypta von San Biagio verbirgt sich an der Talflanke, und gerade diese Zurückhaltung macht sie zu einem der überraschendsten Orte im nördlichen Salento.
Das Felsendorf
Die Krypta war das Herz eines regelrechten Felsendorfes, einer Ansammlung von in den Tuffstein gehauenen Höhlen, in denen sich vor dem 12. Jahrhundert eine Gemeinschaft italo-griechischer Mönche niederließ. Sie lebten hier, beteten hier und verließen diese Räume allmählich im Lauf der Jahrhunderte, als die Bevölkerung sich in Richtung des Ortes San Vito verlagerte. Die porösen Wände bewahren noch immer die Stille dieses zurückgezogenen Lebens.
Die Fresken
Was einem den Atem verschlägt, ist die Decke. Der Freskenzyklus im byzantinischen Stil trägt ein genaues Datum, den 8. Oktober 1196, und den Namen des Malers, Daniele. Am Gewölbe reihen sich Szenen aus den Evangelien: die Verkündigung, die Flucht nach Ägypten, die Darstellung im Tempel, der Einzug in Jerusalem. Die Inschriften, die die Heiligen begleiten, sind fast alle in griechischer Sprache, Zeichen einer Bildkultur, die nach Osten blickte.
Ein verborgener Schatz
Es ist eines der wenigen apulischen Beispiele einer Felsenkirche, die mit einem so vollständigen und gut erhaltenen christologischen Bildprogramm ausgestattet ist, und dennoch bleibt sie außerhalb der Massenrouten. Keine Menschenmengen, keine Schlangen: Oft steht man allein oder fast allein vor Bildern, die acht Jahrhunderte alt sind. Deshalb sollte man sie mit Respekt besuchen, ohne den Putz zu berühren, und die vor Ort verwalteten Öffnungszeiten vorher überprüfen.
Wann hingehen
Die ideale Zeit reicht vom Frühling bis in den späten Herbst, wenn das Land um Brindisi mild ist und die Wege am Canale Reale ohne die Sommerhitze begehbar sind. Die Krypta von San Biagio ist die langsame und stille Alternative zu den überlaufenen Höhlen des Barese: ein kleiner Orient unter der Erde, ganz zu entdecken.
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Anreise
Die Krypta liegt in offener Landschaft entlang des Canale Reale, zwischen San Vito dei Normanni und Brindisi, bei der Masseria Jannuzzo: Mit dem Auto fährt man auf der SS16 und biegt in die Provinzstraße ein, die zur Masseria führt, wo sich kurz dahinter der Felsenkomplex öffnet. Besichtigungen erfolgen nach Voranmeldung. Der zuständige Flughafen ist Brindisi.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Krypta von San Biagio?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Krypta von San Biagio è affollata?
Die Krypta von San Biagio è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Krypta von San Biagio?
Die Krypta von San Biagio si trova in San Vito dei Normanni, Apulien, Italien.
Abitanti ai censimenti (fonte ISTAT, serie storica via Wikipedia).
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Latiano ~9 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Brindisi-Casale BDS ~23 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.