Wo man in Ostuni isst: bäuerliche Küche, natives Olivenöl extra und Trattorien in der weißen Stadt
Kulinarischer Führer für Ostuni: Bombette, Orecchiette, wildes Gemüse und das native Olivenöl extra der Landschaft. Wo man in der weißen Stadt zwischen Trattorien und Masserien gut isst.
Foto: ParisTaras (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Ostuni: die Tafel der weißen Stadt
Ostuni, die weiße Stadt, die von der Spitze ihres Hügels aus die Olivenebene beherrscht, ist einer der Orte, an denen sich die apulische Küche in ihrer ursprünglichsten Form zeigt. Hier ist das native Olivenöl extra kein Gewürz, sondern der absolute Protagonist jedes Gerichts, das auf den Feldern gesammelte Wildgemüse wird zu unvergesslichen Beilagen und das über Holzkohle gegrillte Fleisch ist eine von Generation zu Generation weitergegebene Kunst. In Ostuni zu essen bedeutet, durch das Haupttor in die bäuerliche Tradition Süditaliens einzutreten.
Die Viertel zum Essen
Die Altstadt
Die weißen Gassen der Altstadt, die von der Porta Grande bis zur Kathedrale hinaufsteigen, beherbergen Restaurants und Trattorien mit Panoramaterrassen über der Olivenebene. Die Lokale hier sind gepflegter und die Preise etwas höher, doch Aussicht und Atmosphäre sind unbezahlbar.
Die Unterstadt
Am Fuße der Altstadt, entlang des Corso Vittorio Emanuele und in den umliegenden Straßen, findet man alltäglichere Trattorien und Rosticcerien, in denen die Ostuneser jeden Tag essen. Hier findet man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Masserien auf dem Land
Die Landschaft um Ostuni, gespickt mit monumentalen Olivenbäumen und steinernen Masserien, bietet einige der authentischsten gastronomischen Erlebnisse Apuliens. Die Mahlzeiten in den Masserien folgen einem präzisen Ritual: Vorspeisen aus Gemüse (mindestens sechs bis acht Gänge), ein Primo aus frischer Pasta, gegrilltes Fleisch, hausgemachtes Dessert.
Gerichte, die man nicht verpassen darf
Bombette
Die Bombette sind Rouladen aus Schweinenackenspeck, gefüllt mit apulischem Canestrato-Käse und Petersilie, die über Olivenholzkohle gegart werden. Sie sind das identitätsstiftendste Gericht des Valle d'Itria, und in Ostuni bereiten sie sie in jeder Metzgerei-Grillstube zu. Man isst sie mit Friselle und Kirschtomaten.
Orecchiette und frische Pasta
Die Orecchiette werden noch heute von Hand gemacht, von den Frauen, die sie vor ihren Häusern in den Gassen der Altstadt zubereiten. Sie werden mit Braciole-Ragù (Fleischrouladen in Sauce), mit Kirschtomaten und Cacioricotta oder mit Stängelkohl und Sardellen angemacht.
Gemüse und Beilagen
Die Küche von Ostuni ist eine Hymne an das Gemüse: Lampascioni (wilde Traubenhyazinthenzwiebeln) frittiert oder aus dem Ofen, gebratene Cime di Rapa, Saubohnen und Zichorien, geröstete Paprika, gefüllte Auberginen. Jede Trattoria serviert einen Teller mit gemischtem Saisongemüse, der allein die Mahlzeit rechtfertigt.
Das native Olivenöl extra aus Ostuni
Das Öl aus den Feldern um Ostuni, aus der Sorte Ogliarola Salentina gewonnen, gehört zu den besten Apuliens: fruchtig grün, leicht bitter und pikant. Man sollte es pur auf einer Frisella mit frischer Tomate probieren.
Süßspeisen
Die Cartellate, dünne Bänder frittierten Teigs mit Feigen-Vincotto, sind die weihnachtliche Süßigkeit, sind aber das ganze Jahr über zu finden. Die mit Creme und Sauerkirsche gefüllten Pasticciotti, die glasierten süßen Taralli und das Mandeleis vervollständigen die Tradition.
Märkte und Läden
Der wöchentliche Markt am Samstagmorgen auf der Piazza della Libertà ist eine Institution: Stände mit lokalem Obst und Gemüse, Käse, Oliven, Taralli. Die Metzgerei-Grillstuben der Unterstadt verkaufen Bombette und grillfertiges Fleisch zu sehr günstigen Kilopreisen. Die dem Publikum geöffneten Ölmühlen auf dem Land bieten im Herbst Verkostungen des neuen Öls.
Tipps fürs Budget
- Die Rosticcerien und Bäckereien der Unterstadt servieren Focaccia, Panzerotti und Rusticini für 2–4 Euro
- Die Metzgerei-Grillstuben grillen die Bombette, die du kaufst: Du zahlst nur das Fleisch (8–12 Euro/kg) und isst vor Ort
- Das Mittagessen in der Masseria mit unendlichen Vorspeisen und inkludiertem Wein kostet 25–30 Euro: ein vollständiges Erlebnis
- Die Trattorien der Altstadt haben Mittagsmenüs für 15–20 Euro
- Öl direkt in der Ölmühle zu kaufen kostet die Hälfte wie in den Touristenläden im Zentrum
- Lose Taralli in den Bäckereien kosten fast nichts und sind der perfekte Snack
Wo übernachten und was sehen
Um deinen Aufenthalt zu planen, sieh dir auch Wo man in Ostuni übernachtet an, um zwischen der weißen Altstadt und den Masserien auf dem Land zu wählen, Was man in Ostuni in 2 Tagen sehen sollte für eine Route zwischen Kathedrale, Gassen und Stränden, und Anreise nach Ostuni für Infos zu Zügen, Flughäfen und Transfers.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo man in Ostuni isst?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Wo man in Ostuni isst?
Wo man in Ostuni isst si trova in Ostuni, Apulien, Italien.