Cammino dei Briganti zwischen Latium und Abruzzen im Cicolano
Eine Rundwanderung im Cicolano zwischen Latium und Abruzzen, durch Wälder, Ruinen und fast entvölkerte Ortschaften: eine abgelegene und stille Berggegend, fern der Touristenpfade, wo der Wanderweg selbst geboren wurde, um Leben und Wanderer zurückzubringen.
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Es gibt Winkel des mittleren Apennin, die fast niemand kennt, und der Cicolano ist einer davon. Zwischen der Provinz Rieti und der von L'Aquila eingezwängt, ist es ein Gebiet aus abgerundeten Bergen, engen Tälern und Ortschaften, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts geleert haben. Gerade aus dieser Randlage wurde der Cammino dei Briganti geboren: ein Rundweg, gedacht, um wieder jemanden durch Dörfer ziehen zu lassen, wo man inzwischen mehr Wildschweinen als Menschen begegnet. Sie werden keine Schlangen, Ticketschalter oder Touristenbusse finden. Sie werden Pfade, Brunnen, geschlossene Kirchen und das Rauschen des Windes in den Buchen finden.
Die Briganti
Der rote Faden sind die Briganti, die Banden, die sich nach der Einigung Italiens in diesen Bergen versteckten, an der Schwelle der alten Grenze zwischen dem Königreich beider Sizilien und dem Kirchenstaat. Der Weg ist ein Rundweg, man startet und kehrt also zum selben Punkt zurück, und das macht ihn bequem, weil man das Auto stehen lassen und ohne Rückkehrsorgen wandern kann. Der klassische Ausgangspunkt ist Sante Marie in den Abruzzen, von wo aus die Route sich entwickelt und Weiler und Ortschaften wie Val de' Varri mit seiner Grotte, Nesce, Spedino, den Lago della Duchessa, der als mögliche Abzweigung höher liegt, und eine Reihe kleiner Ortschaften berührt, die auf das Valle del Salto blicken.
Man durchquert Eichen- und Buchenwälder, Bergwiesen, Ruinen alter Häuser und gepflasterte Saumpfade. Auf dem Weg trifft man auf Reste von Burgen und Wachtürmen, kleine Landkirchen und Waschhäuser. Es ist eine langsame Reise per Definition: Jede Etappe ist auf Entfernungen und Höhenunterschieden geplant, die von einem mittelmäßig trainierten Wanderer bewältigbar sind, mit der Möglichkeit, in kleinen Unterkünften, Agriturismi und Häusern der Dörfer zu übernachten, wo man oft das isst, was die gastgebende Familie kocht. Dieser direkte Kontakt mit jenen, die hier oben zum Leben geblieben sind, ist ein wichtiger Teil des Erlebnisses.
Anreise
Für die Anreise empfiehlt es sich, Sante Marie oder die anderen Ausgangsorte mit dem Auto anzusteuern: Man verlässt die Autobahn A24 Roma-L'Aquila an den nächstgelegenen Ausfahrten und steigt dann über die Provinzstraßen auf. Es gibt auch einen Bahnhof der Strecke Roma-Pescara in der Nähe, nützlich für alle, die ohne Auto anreisen wollen, doch um sich zwischen den Ortschaften zu bewegen und einige Etappenpunkte zu erreichen, bleibt das Auto bequemer. Sobald man das Fahrzeug abgestellt hat, bewegt man sich ausschließlich zu Fuß der Beschilderung des Cammino folgend, die im Laufe der Jahre von den lokalen Initiativen, die den Weg betreuen, gepflegt und instand gehalten wurde.
Wann hinfahren
Die beste Zeit ist der späte Frühling und der frühe Herbst. Mai und Juni schenken blühende Wiesen, noch volle Bäche und lange Tage; der September bietet Wälder, die zu verfärben beginnen, klare Luft und ideale Temperaturen zum Wandern. Der volle Sommer kann in den Mittagsstunden heiß und trocken sein, während der Winter Schnee und Kälte in die Höhen bringt und viele Unterkünfte geschlossen sind. Wählt man diese Monate, vermeidet man auch völlig das Gedränge, denn hier gibt es nie wirklichen Andrang: Man begegnet höchstens anderen Wanderern auf demselben Rundweg, und es gehört zum Reiz, sich zu grüßen und ein paar Worte auf dem Pfad zu wechseln.
Es ist erwähnenswert, dass dies ein Gebiet aus Wasser und Stein ist. Der Lago del Salto, gebildet durch die Aufstauung des gleichnamigen Flusses, zeichnet Arme und Buchten zwischen die Berge und begleitet den Weg abschnittsweise mit seiner Spiegelung. Rundherum bleiben die Zeichen einer bäuerlichen und pastoralen Welt, die fast erloschen ist: Ställe, Umzäunungen, alte Tennen, Votivkapellen an den Abzweigungen. Beim Wandern durchquert man Ortschaften, in denen inzwischen nur noch wenige Familien leben, und begreift, mehr als aus jeder Erzählung, was die Entvölkerung der Binnengebiete bedeutet. Auch deshalb hat der Cammino dei Briganti einen Sinn, der über die Mühe hinausgeht: Jeder Wanderer, der vorbeikommt, hinterlässt etwas, von einer Nacht in einem Agriturismo bis zu einer Mahlzeit in einer Osteria, und trägt dazu bei, ein Licht in Dörfern brennen zu halten, die andernfalls die Fenster ganz verdunkeln würden.
Praktische Tipps
Ein praktischer Rat: Planen Sie die Übernachtungen im Voraus, denn die Betten in den kleinen Ortschaften sind begrenzt und müssen oft einige Tage im Voraus reserviert werden, vor allem an den Wochenenden. Nehmen Sie zwischen den Brunnen ausreichend Wasser mit, bereits eingelaufene Trekkingschuhe und etwas Bargeld, denn nicht immer findet man einen Bankautomaten oder kann mit Karte zahlen. Und lassen Sie Raum für die Langsamkeit im Rucksack: Den Cicolano genießt man, indem man anhält und mit den Menschen spricht, denen man begegnet, nicht indem man hetzt, um die Etappe zu schließen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Cammino dei Briganti zwischen Latium und Abruzzen im Cicolano?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Cammino dei Briganti zwischen Latium und Abruzzen im Cicolano?
Cammino dei Briganti zwischen Latium und Abruzzen im Cicolano si trova in Cicolano und Valle del Salto, Latium-Abruzzen, Italien.