Abruzzen in 3 Tagen im langsamen Rhythmus: die Dörfer des Gran Sasso abseits der Menschenmengen
3-Tages-Route durch die Dörfer des Gran Sasso und der Maiella: Rocca Calascio, Castelli, Eremitagen im Fels und samnitische Tempel — ohne Schlangen.
Foto: ViaggioRoutard (CC BY 4.0) — Flickr
Eine **3-Tages-Route durch die Dörfer der Abruzzen** zu planen ist kein Etappenrennen: Hier liegt der Wert in der Entschleunigung. Der aquilanische Gran Sasso lässt sich am besten mit dem Auto, langen Pausen und einem Programm erkunden, das Raum für Unvorhergesehenes lässt. Dieser Vorschlag beginnt in den Höhendörfern der Baronia di Carapelle und steigt dann ins Maiella-Massiv und in die inneren Täler hinab, wo der Besucheransturm auch in der Hauptsaison überschaubar bleibt. Drei Tage genügen, um den Rhythmus des Massivs zu verstehen, ohne jede Stunde zu füllen.
Erster Tag
**Tag 1 — Die Höhendörfer des Gran Sasso.** Man beginnt in Santo Stefano di Sessanio mit seinem hellen Kalkstein und den Slow-Food-Linsen, die auf den Terrassen angebaut werden. Von hier geht es hinauf nach Calascio und zu seiner Festung: Rocca Calascio ist eine der höchstgelegenen Festungen Italiens, auf 1.460 Metern, mit vier zylindrischen Türmen und, kurz darunter, der achteckigen Kirche Santa Maria della Pietà. Sie war Drehort für „Ladyhawke" und „Der Name der Rose", doch am späten Vormittag oder im späten Nachmittag kann man hier noch in Ruhe umhergehen. Der Nachmittag gehört Campo Imperatore, dem Gletscherplateau, das man das Kleine Tibet der Abruzzen nennt: der Corno Grande, der sich im Lago di Pietranzoni spiegelt, ist den Umweg wert. Beschließen Sie den Tag in Castel del Monte oder in Castelvecchio Calvisio, Transhumanz-Dörfern mit Turmhäusern und engen Gassen. Zum Abendessen sind die Arrosticini entlang der Straße nach Campo Imperatore ein ehrlicher Klassiker.
Zweiter Tag
**Tag 2 — Von der Keramik von Castelli zu den Eremitagen der Maiella.** Auf dem teramischen Hang des Massivs erreicht man Castelli, seit dem Mittelalter Hauptstadt der abruzzesischen Majolika: In den Werkstätten des Zentrums wird noch heute von Hand gearbeitet, und außerhalb des Ortes bewahrt die Kirche San Donato eine vollständig aus Majolika gefertigte Decke, die Carlo Levi „die Sixtinische Kapelle der Majolika" nannte. Am Nachmittag geht es hinab zur Maiella, wo der Stein seine Funktion wechselt und zum Gebet wird. Erste Station ist die Benediktinerabtei San Liberatore a Maiella, eingebettet in die Wälder von Serramonacesca, mit ihrem Mosaikfußboden aus dem 11. Jahrhundert. Ganz in der Nähe, oberhalb von Roccamorice, ist die Eremitage San Bartolomeo in Legio eine celestinische Klause, buchstäblich in die Felswand der Majella gemeißelt: Zu Fuß gelangt man in wenigen Minuten dorthin, entlang eines Pfades, der auf die Schlucht blickt. Nehmen Sie festes Schuhwerk mit und berechnen Sie das Licht: am späten Nachmittag entflammt die Fassade.
Dritter Tag
**Tag 3 — Die inneren Täler, zwischen Calanchi und Samniten.** Der letzte Tag führt aus der Höhe hinab in die Täler des Sangro und des Trigno, wo die Landschaft lehmig wird. In Montebello sul Sangro überlebt Buonanotte, eine Ortschaft, die entvölkert und dann in den Sechzigerjahren von einem Erdrutsch versiegelt wurde: heute ist es ein Rundgang zwischen Ruinen und Kunstinstallationen über den Calanchi, mit Umsicht und Respekt zu besuchen. Man endet weiter südlich, wo die Geschichte weit vor den mittelalterlichen Dörfern beginnt: In Schiavi d'Abruzzo stehen zwei italische Tempel samnitischer Zeit, ein großes Heiligtum und ein kleineres, mit Blick auf das Trigno-Tal. Der Blick auf die Berge, von jenen steinernen Stufen aus, entlohnt die Reise bis ans andere Ende der Region.
Wie man sich fortbewegt
**Wie man sich fortbewegt und wann man reist.** Das Auto ist unerlässlich: die Dörfer liegen in Bergregionen und öffentliche Verkehrsmittel sind selten. Zwischen Santo Stefano, Calascio und Rocca Calascio gibt es zur Saison mitunter einen Shuttle, doch um die drei Tage zu verbinden, braucht man ein eigenes Fahrzeug. Die beste Zeit ist Mai bis Juni und September bis Oktober, wenn die Temperaturen mild und die Farben klar sind; der Sommer eignet sich hervorragend für Trekking in der Höhe, im Winter kann Schnee die Straßen des Gran Sasso versperren und Campo Imperatore ist nur mit der Seilbahn von Fonte Cerreto zu erreichen. Denken Sie daran: Im Nationalpark ist Zelten verboten — reservieren Sie lieber ein B&B in einem der Dörfer und nutzen Sie es als Basis.
In drei Tagen werden Sie nicht die gesamte innere Abruzzen sehen, und das ist gut so. Eine langsame Route durch diese Dörfer funktioniert gerade deshalb, weil sie jedem Ort Zeit lässt: eine Festung im Sonnenuntergang, eine Eremitage im Fels, ein Tal aus Calanchi am Morgen. Kurze Distanzen auf der Karte, langsame Kurven in der Realität — und genau das ist ihr Reiz.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Abruzzen in 3 Tagen im langsamen Rhythmus?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Abruzzen in 3 Tagen im langsamen Rhythmus?
Abruzzen in 3 Tagen im langsamen Rhythmus si trova in Italien.