Santo Stefano di Sessanio, L'Aquila, Italien

Santo Stefano di Sessanio im Winter: das Bergdorf am Gran Sasso unter dem Schnee

Wenn das Weiß die mittelalterlichen Steine des abruzzesischen Bergdorfs auf 1.251 Metern verschluckt, wird Santo Stefano di Sessanio zu etwas anderem: stiller, echter.

Foto di Santo Stefano di Sessanio, L'Aquila, Italien — Santo Stefano di Sessanio im Winter: das Bergdorf am Gran Sasso unter dem Schnee

Foto: © Ra Boe / Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de) — Wikimedia Commons

Es gibt Bergdörfer, die im Sommer zur Fotografie ihrer selbst werden, und es gibt Bergdörfer, die den Winter abwarten, um sich zu offenbaren. Santo Stefano di Sessanio, im Herzen des Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga, gehört zur zweiten Kategorie. Auf 1.251 Metern Höhe, in der Provinz L'Aquila, verwandelt sich diese kleine mittelalterliche Siedlung, die sich an den Kamm des Apennins klammert, im Dezember und Januar in etwas, das sich kaum ohne Übertreibung beschreiben lässt: Die honigfarbenen Steine färben sich unter dem schweren Himmel grau, der Schnee bedeckt die stillen Gassen, und aus den Kaminen des Albergo Diffuso steigt Rauch auf – jenes Pionierprojekt, das das Dorf vor dem demografischen Kollaps gerettet hat, indem es jedes Haus in ein Hotelzimmer verwandelte.

Im menschenleeren Dorf zwischen Stein und Stille

Im Winter kann man die Besucher an einer Hand abzählen, und genau darin liegt das eigentliche Privileg. Man schlendert frei durch die gepflasterten Gässchen, hebt den Blick zum Medici-Turm – oder zu dem, was nach dem Erdbeben von 2009 davon übrig geblieben ist, was eine lange Restaurierung notwendig machte – und schaut hinab zur Ebene von Navelli, wo der edelste Safran Italiens angebaut wird. Am Tisch, in den wenigen geöffneten Restaurants, findet man das ikonischste Gericht des Ortes: die Linse von Santo Stefano, eine winzige schwarze Sorte, die nur in diesen Höhen wächst und in der dampfenden Suppe zusammen mit einem Schuss natives Olivenöl extra aus der Sabina verschwindet.

Die Schneeschuhwanderung nach Rocca Calascio

Der eigentliche Grund, im Winter hierherzukommen, ist jedoch der Weg zu Fuß – oder mit Schneeschuhen, wenn der Schnee hoch liegt – der Santo Stefano mit Rocca Calascio verbindet, der Burg auf 1.460 Metern, die als eine der schönsten Europas gilt. Der Weg steigt sanft durch verschneite Weiden und kahle Buchenwälder, und nach etwa einer Stunde erreicht man die Festung, die in Abwesenheit von Touristen etwas Majestätisches und beinahe Beunruhigendes annimmt. Darunter erhebt sich die achteckige Kirche Santa Maria della Pietà einsam gegen den Himmel. Keine Schlange, keine Massen-Selfies: nur Wind und Panorama auf die Hochebene der Cinque Miglia.

Anreise und Planung

Santo Stefano erreicht man mit dem Auto von L'Aquila aus in etwa 45 Minuten, oder von Sulmona in einer Stunde. Im Winter gibt es keinen häufigen Busverkehr: Das Auto ist notwendig. Viele Unterkünfte des Albergo Diffuso bleiben auch in den kalten Monaten geöffnet; eine Reservierung im Voraus ist an den Wochenenden rund um Weihnachten empfehlenswert, wenn doch der eine oder andere abenteuerlustigere Besucher kommt. Die restliche Zeit gehört das Dorf ganz denen, die die Kälte wählen.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Santo Stefano di Sessanio im Winter?

Il periodo consigliato è Dezember, Januar e Februar, quando è meno affollata.

Santo Stefano di Sessanio im Winter è affollata?

Santo Stefano di Sessanio im Winter è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Santo Stefano di Sessanio im Winter?

Santo Stefano di Sessanio im Winter si trova in Santo Stefano di Sessanio, L'Aquila, Italien.

Adatto a: Dicembre Gennaio Febbraio

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