Bovino, wo der Stein erzählt: der romanische Dom und die Brücke über den Cervaro
In den Monti Dauni thront Bovino über dem Cervaro-Tal, mit einem schlichten romanischen Dom und einer alten Steinbrücke auf dem Weg von Neapel nach Apulien.
Foto: Stereotommy (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Bovino ist nicht das Apulien der Postkarten. Keine weiß getünchten Trulli, keine Schlangen. Es ist ein Steindorf, das sich an die Monti Dauni klammert, am westlichen Rand der Region, wo die Ebene des Tavoliere sich zu Hügeln aufwirft und das Cervaro-Tal sich einem zu Füßen öffnet. Zweitausend Jahre daunischer, römischer, langobardischer und normannischer Geschichte lassen sich in den engen, gewundenen Gassen ablesen, die schon im Mittelalter zur Verteidigung so angelegt wurden.
Das monumentale Herz ist die Konkathedrale Santa Maria Assunta. Ihre Fassade, 1231 auf Wunsch von Bischof Pietro I. errichtet, ist eines der besonnensten Beispiele apulischer Romanik, mit byzantinischen Anklängen. Innen strukturieren spolienreiche Säulen drei Schiffe, eine hölzerne Sparrendecke vermittelt ein Gefühl alter Schwere. Die Kirche wurde beim Erdbeben von 1930 zerstört und dort und so wieder aufgebaut, wie sie war, wobei die barocken Überbauten entfernt wurden, um das mittelalterliche Erscheinungsbild zurückzugewinnen: eine Entscheidung, die sie heute umso authentischer wirken lässt.
Auf dem Weg hinunter ins Tal, entlang der alten Route, die von Neapel nach Apulien führte, gelangt man zur Steinbrücke über den Cervaro, römischen Ursprungs. Hier zogen Wanderer, Händler und die Herden der Transhumanz vorüber; nicht weit davon stehen noch ein Brunnen aus bourbonischer Zeit, eine alte Wassermühle und die einstige Poststation. Auf diesen Steinen zu gehen bedeutet, die reale Geografie eines Durchgangs-Italien zu berühren, fern von den touristischen Kreisläufen.
Bovino gehört zu den schönsten Dörfern Italiens und ist doch dem Massentourismus fast unbekannt. Man durchquert es schweigend und trifft mehr Katzen als Besucher. Kommt im Frühling oder Herbst, wenn das Licht sanft ist und die Hitze der Capitanata nicht mehr beißt. Lasst das Auto außerhalb des Zentrums, steigt zu Fuß hinauf, betretet die Kathedrale ohne Eile. So kann man einen Ort belauschen, den zum Glück noch niemand in ein Spektakel verwandelt hat.
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Anreise
Mit dem Auto verlässt man die Autobahn A16 in Candela und folgt der SS655 in Richtung Foggia, alternativ kommt man von der Seite von Grottaminarda; der Ort liegt auf den Höhen über dem Cervaro-Tal, unweit von Foggia. Von Foggia, dem Hauptknotenpunkt der Gegend, gibt es Linienbusse, die bis Bovino hinauffahren. Der Referenzflughafen ist Bari.
Praktische Reiseführer für Neapel
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Bovino?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Bovino è affollata?
Bovino è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Bovino?
Bovino si trova in Bovino, Apulien, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Bovino-Deliceto ~4 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Foggia "Gino Lisa" FOG ~26 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.