Wo in Ferrara essen: Führer zu den besten Restaurants, Trattorien und der Küche der Este
Wo in Ferrara essen: von den Cappellacci di zucca bis zur Salama da sugo, der komplette Führer zur estensischen Küche zwischen historischen Osterien und Brotbäckereien.
Foto: Nbisi (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Ferrara, die Küche der Este und des Volkes
Ferrara ist eine der unterschätztesten kulinarischen Hauptstädte Italiens. Die ferraresische Küche trägt den Stempel der Este, der Familie, die die Stadt drei Jahrhunderte lang regierte und den Hof in ein Labor gehobener Gastronomie verwandelte. Doch neben der Hofküche schuf die Volkstradition Gerichte von einzigartiger Kraft.
Es ist eine Stadt, in der Brot Kunst ist (die Coppia Ferrarese gehört zum immateriellen UNESCO-Erbe), in der die gefüllte Pasta regiert und die Salama da sugo Kultstatus genießt. Wenn man durch die mittelalterlichen Straßen radelt, duftet jede Ecke nach Backofen und Ragù.
Die Spezialitäten, die man nicht verpassen sollte
Cappellacci di zucca sind das Symbolgericht: große Ravioli, gefüllt mit Butternusskürbis, Parmesan und Muskatnuss, mit Fleischragù oder mit Butter und Salbei serviert. Ihre großzügige Größe unterscheidet sie von den Tortelli anderer Regionen. Die Cappelletti Ferraresi in Brühe, kleiner und mit Fleisch gefüllt, sind das Weihnachtsgericht.
Die Salama da sugo ist das extremste Gericht: eine monatelang gereifte Schweinswurst, acht Stunden gekocht und mit Kartoffelpüree serviert. Der Geschmack ist intensiv, fast aggressiv, und lässt niemanden gleichgültig. Der Pasticcio di maccheroni, ein Erbe der Renaissance, ist ein Nudelauflauf mit Ragù und Béchamel, eingeschlossen in einer süßen Mürbeteigkruste.
Die Coppia Ferrarese, das Brot mit den charakteristischen gekreuzten Zöpfen, ist außen knusprig und innen weich. Man isst sie pur oder als Begleitung zu jedem Gericht. Bei den Süßspeisen ist der Pampepato (oder Pampapato), eine dichte Kugel aus Schokolade, kandierten Früchten, Gewürzen und Mandeln, der Weihnachtsklassiker, den man das ganze Jahr über findet.
Die Viertel, in denen man essen sollte
Historisches Zentrum und Castello-Zone
Die Straßen rund um das Castello Estense und die Piazza Trento Trieste sind das gastronomische Herz der Stadt. Die Via delle Volte, die schönste mittelalterliche Straße Ferraras, verbirgt Osterien mit Ziegelgewölben und Menüs, die mit den Jahreszeiten wechseln. Die Via Mazzini und der Corso Ercole I d'Este bieten elegantere Restaurants in Renaissance-Palästen.
Jüdisches Viertel und Ghetto
Das alte jüdische Ghetto rund um die Via Mazzini bewahrt Spuren der jüdisch-ferraresischen Küche: die Reis-Coppe, die Frittaten und die Mandelsüßspeisen. Einige Trattorien der Gegend bieten noch Gerichte dieser vergessenen Tradition an.
San Giorgio und Randgebiete
Außerhalb der Stadtmauern servieren die Trattorien der Wohnviertel Hausmannskost zu sehr niedrigen Preisen. Hier essen die Ferrareser unter der Woche, fernab der Preise des historischen Zentrums.
Trattorien und Osterien zum Ausprobieren
Die Trattoria Da Noemi in der Via Ragno ist eine familiengeführte Institution, in der Cappellacci di zucca und Salama da sugo seit Jahrzehnten nach unveränderten Rezepten zubereitet werden. Die Osteria Al Brindisi in der Via degli Adelardi ist die älteste Osteria Italiens (seit 1435 belegt): Hier hat auch Kopernikus getrunken, und heute werden hier ferraresische Gerichte mit Weinen der Region serviert.
Das Ristorante Il Don Giovanni am Corso Ercole I d'Este bietet eine neu interpretierte estensische Küche in einem Renaissance-Palast. Die Trattoria Il Mandolino in der Via Carlo Mayr wird fast nur von Einheimischen besucht, und der Pasticcio di maccheroni ist hier legendär.
Für die perfekte Coppia Ferrarese bäckt der Panificio Perdonati in der Via Garibaldi den ganzen Tag: der Duft von der Straße ist unwiderstehlich.
Streetfood und Märkte
Das ferraresische Streetfood dreht sich um Brot und Wurstwaren. Die mit gekochter Salama da sugo oder Parmaschinken gefüllte Coppia Ferrarese ist das traditionelle Sandwich. Die Ciupete, die knusprigen Enden der Coppia, isst man pur als Snack.
Der Mercato Coperto in der Via Boccacanale di Santo Stefano ist der Bezugspunkt: Wurstwaren, Käse, frische Pasta und der legendäre Pampepato. Der Freitagsmarkt entlang der Stadtmauern bietet Erzeugnisse der Bauern des Po-Deltas und der niederen Ferraresi.
Spartipps
Ferrara ist eine der günstigsten Städte der Emilia-Romagna, um zu essen. Ein Teller Cappellacci mit einem Glas Lambrusco kostet in den Trattorien des Zentrums 10 bis 12 Euro. Die Osterien außerhalb der Stadtmauern bieten Tagesmenüs für 8 bis 10 Euro.
Mieten Sie ein Fahrrad (Ferrara ist die Stadt der Räder) und fahren Sie zu den Landtrattorien vor den Toren der Stadt: die Preise sinken, die Portionen wachsen. Kaufen Sie die Coppia Ferrarese in der Bäckerei und die Wurstwaren auf dem Markt für ein Picknick auf den Stadtmauern: mit 5 Euro haben Sie ein denkwürdiges Mittagessen.
Einzigartige gastronomische Erlebnisse
Nehmen Sie am Salama-da-sugo-Fest in Madonna dei Boschi (Januar) teil: ein Volksfest, bei dem Hunderte von Salame gleichzeitig in riesigen Kesseln gekocht und mit Püree serviert werden. Eine viszerale, unvergessliche Erfahrung.
Besuchen Sie den Palazzo dei Diamanti und speisen Sie anschließend in der Osteria Al Brindisi, an dem Tisch, an dem Kopernikus und Ariost getrunken haben: die perfekte Art, die ferraresische Renaissance auch bei Tisch zu erleben.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wo in Ferrara essen?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Wo in Ferrara essen è affollata?
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Dove si trova Wo in Ferrara essen?
Wo in Ferrara essen si trova in Ferrara, Emilia-Romagna, Italien.