Bisaccia, die Herzogsburg, wo Irpinien nach Apulien blickt
Zwischen Irpinien und Apulien bewahrt Bisaccia eine Herzogsburg und ein ruhiges Dorf, den großen Touristenströmen noch fremd.
Foto: Original uploader was Utente:Mariano.lavita at it.wikipedia (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Dörfer, die nicht schreien. Bisaccia ist eines davon: hoch auf einem Felsvorsprung am östlichen Rand Irpiniens gelegen, wo die Provinz Avellino schon Richtung Ofanto-Tal und die apulische Grenze blickt. Ihr werdet keine Warteschlangen, keine Reisebusse, keine Ticketschlangen finden. Ihr werdet den Wind auf der Hochebene finden, ein paar alte Menschen, die vor einem Steinportal sitzen, und eine Stille, die vielen fast befremdlich klingen wird.
Das Castello Ducale ist das Herz des Dorfes. Seine Ursprünge reichen bis zu den Langobarden zurück, aber es wurde nach dem Erdbeben von 1198 in staufischer Zeit umgestaltet: Friedrich II. wird der mächtige Bergfried zugeschrieben, der noch immer das Dorf beherrscht. Im sechzehnten Jahrhundert, nach Verlust der militärischen Funktion, wurde es zur befestigten Adelsresidenz, Wohnsitz der Herzöge von Bisaccia. Heute beherbergt das Erdgeschoss ein archäologisches Museum mit den Grabbeigaben der Eisenzeitgräber, die auf dem Hügel des Dorfes gefunden wurden: Gefäße, Ornamente, Fragmente einer Gemeinschaft, die vor fast dreitausend Jahren diese Grate bewohnte.
Außerhalb des Schlosses öffnet sich der historische Kern, geprägt von engen Gassen, Treppen, Adelspalästen und geschnitzten Portalen. Man geht langsam, denn hier gibt es keine andere Möglichkeit. Von manchen Aussichtspunkten wie dem Felsen bei der Kirche Sant'Antonio schweift der Blick über das gesamte Ofanto-Tal bis dorthin, wo Kampanien zu Apulien wird.
Bisaccia ist kein Ziel für einen halben Tag Stippvisite. Es ist ein Ort, dem man sich hingeben muss: eine Rast in einer Osteria, die Kräuter und Käse der Hochebene, die Dorffeste, in denen man am Ende mit denen redet, die dort leben. Es ist das innere Irpinien, jenes, das der organisierte Tourismus überspringt, um woandershin zu ziehen, und das sich gerade deshalb echt erhalten hat.
Kommt wegen der Burg, bleibt wegen der Stille. Und lasst das Dorf so zurück, wie ihr es vorgefunden habt.
Anreise
Man kommt mit dem Auto über die Autobahn A16 Neapel-Bari, verlässt sie bei Lacedonia und fährt auf den Landstraßen weiter nach Bisaccia im hohen Irpinien an der Grenze zu Apulien. Der nächste Bahnhof ist Calitri-Pescopagano an der Linie Avellino-Rocchetta Sant'Antonio, allerdings nur mit wenigen Verbindungen bedient. Der zuständige Flughafen ist der von Neapel.
Praktische Führer für Neapel
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Bisaccia?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Bisaccia è affollata?
Bisaccia è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Bisaccia?
Bisaccia si trova in Bisaccia, Kampanien, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Cairano ~14 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Foggia "Gino Lisa" FOG ~48 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.