Montemonaco, das Sibillini-Dorf mit Blick auf die Legende
Montemonaco ist das Dorf, das dem Monte Sibilla am nächsten liegt, dem Berg der legendären Zauberin. Kopfsteinstraßen, Stille nach dem Erdbeben und ein Panorama ohne Grenzen.
Foto: pizzodisevo (therapy - terapia - Therapie) from Centobuchi, Italy (CC BY-SA 2.0) — Wikimedia Commons
Die Legende will, dass im Herzen des Monte Sibilla, des Gipfels, der Montemonaco von über 2.173 Metern aus überragt, eine Zauberin lebte, die die Zukunft vorhersagen konnte. Mittelalterliche Ritter und Wanderer kamen aus ganz Europa, um sie zu befragen. Der Ort am Fuß des Berges trägt noch den Namen der Benediktinermönche, die versuchten, die heidnische Legende zu bannen, indem sie oben ein Kloster gründeten. Heute hat Montemonaco weniger als 600 Einwohner, einige Häuser wurden nach dem Erdbeben von 2016 geschlossen, und eine Stille hat sich wie Staub auf alles gelegt.
Der Ort nach dem Erdbeben
Das Erdbeben vom 24. August 2016 traf Montemonaco mit einer Wucht, die im Vergleich zu anderen Zentren des Krisengebiets – Norcia, Amatrice, Arquata del Tronto – gemäßigt war, aber ausreichte, um einen Teil der Bausubstanz zu beschädigen und eine bereits laufende Entvölkerung zu beschleunigen. Einige Häuser zeigen noch die Schäden: vermauerte Fenster, abgestützte Fassaden, Außentreppen in Stahlgerüste eingespannt. Doch der Ort ist nicht tot: Kinder spielen auf dem Platz, Alte sitzen an den Straßenrändern, eine offene Bar serviert Kaffee mit der Langsamkeit, die typisch ist für Orte, an denen Zeit kein Geld wert ist.
Der Monte Sibilla und das Wandern
Den Monte Sibilla erreicht man zu Fuß in etwa vier Stunden hin und zurück von der Abzweigung Montemonaco aus, auf einem markierten Pfad, der zuerst durch die Weiden und dann durch die Kalksteinwüste des Gipfels führt. Der Gipfel bietet an dunstfreien Tagen einen Blick, der die Adria im Osten und den Gran Sasso im Süden umfasst. Die Grotte der Sibylle – der Eingang zur Höhle, in der die Legende die Zauberin verortete – ist sichtbar, aber nicht zugänglich: Innere Einstürze haben sie im Lauf der Jahrhunderte unerreichbar gemacht. In ihrer Unzugänglichkeit bleibt sie eindrucksvoll.
Die Küche der Hirten
Die kulinarische Tradition von Montemonaco ist die des agropastoralen Berglands: in Höhlen gereifter Schafskäse (der "pecorino di fossa" der Sibillini), auf der Glut mit Wildkräutern gegartes Lamm, Steinpilze aus den Buchenwäldern auf 1.200-1.400 Metern Höhe. Die Seltenheit der Speisen entspricht der Seltenheit des Ortes: Es gibt keine Restaurants im konventionellen Sinne, aber einige Agriturismi in den Weilern nehmen Gäste nach Voranmeldung zum Mittag- oder Abendessen auf, mit festen Menüs zwischen 20 und 28 Euro.
Wann hinfahren und wie fortbewegen
Montemonaco liegt rund 20 Kilometer von Amandola entfernt und ist mit dem Auto über eine Provinzstraße mit einigen engen Kurven erreichbar. Die besten Monate zum Wandern sind Juni, Juli und September; im Herbst nimmt die Landschaft außergewöhnliche Farben an, doch das Wetter kann unbeständig sein. Der Winter auf 1.000 Metern Höhe ist lang und schneereich: Der Ort wird noch dünner besiedelt, aber wer den Winterberg liebt, erlebt Authentisches. In Montemonaco zu übernachten bedeutet, um zwei Uhr nachts die absolute Stille zu spüren, während die Sibillini vor dem Fenster aufragen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Montemonaco?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, Juli, September e Oktober, quando è meno affollata.
Montemonaco è affollata?
Montemonaco è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Montemonaco?
Montemonaco si trova in Montemonaco, Ascoli Piceno, Italien.