Wanderwege im Wald von Collemeluccio im Alto Molise
Im Alto Molise, zwischen Pescolanciano und Vastogirardi, bewahrt das UNESCO-MAB-Reservat Collemeluccio-Montedimezzo alte Weißtannenwälder, die von den Transhumanzpfaden durchzogen werden. Eines der am wenigsten besuchten Gebiete Italiens, wo die Stille des Waldes noch die Regel ist.
Foto: aledm90 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Regionen, die einfach deshalb unsichtbar bleiben, weil niemand daran denkt, nach ihnen zu suchen. Der Alto Molise ist eine davon: ein Hochplateau aus Wäldern, Weiden und winzigen Dörfern nahe der Grenze zu den Abruzzen, wo man selbst im Sommer selten einem anderen Wanderer begegnet. Im Herzen dieser Stille liegt das Reservat Collemeluccio-Montedimezzo, Teil des UNESCO-MAB-Netzwerks, eines der ersten Schutzgebiete Italiens, das gerade wegen der Seltenheit seiner Wälder anerkannt wurde.
Der Tannenwald
Die Besonderheit von Collemeluccio ist die Weißtanne. Es handelt sich um einen der wichtigsten natürlichen Tannenwälder des zentralen Apennins, einen dichten und kühlen Wald, der hier seit Jahrhunderten überlebt, Relikt eines älteren Klimas. Unter diesen Kronen zu wandern bedeutet, in eine dunkelgrüne, feuchte Welt einzutauchen, durchzogen von schrägen Lichtstrahlen, sehr verschieden von der Macchia mediterranea, die man in diesen Breiten erwartet.
Die Route
Die klassische Route beginnt im Gebiet von Pescolanciano und dringt in den Wald von Collemeluccio ein, indem sie den markierten Wegen des Reservats folgt, die sich zwischen Tannen, Zerreichen und Lichtungen winden. Es ist ein Rundweg, der Abschnitte im dichten Wald mit Öffnungen auf die Weiden abwechselt, wo noch heute halbwilde Kühe und Pferde grasen. Die große Tradition dieses Landes ist die Transhumanz: Der Alto Molise wird von den Tratturi durchzogen, den alten breiten und königlichen Grasstraßen, entlang derer die Herden zum Tavoliere in Apulien hinabzogen. Der Tratturo Pescasseroli-Candela durchquert diese Orte, und an mehreren Punkten stützen sich die Wege des Reservats direkt auf diese historischen Korridore, die heute wieder still geworden sind.
Es lohnt sich, den Besuch bis nach Montedimezzo auszudehnen, dem anderen Kern des Reservats in der Nähe von Vastogirardi: Hier ist der Wald reifer und majestätischer, mit jahrhundertealten Exemplaren und einem Besucherzentrum, das hilft, die Geschichte dieser Wälder zu verstehen. Wer Zeit hat, kann einen kulturellen Abstecher nach Pietrabbondante hinzufügen, wo eines der wichtigsten samnitischen Heiligtümer Italiens erhalten ist, mit seinem Theater, das auf die Berge blickt: ein perfekter Kontrapunkt zur Wanderung im Wald.
Anreise
Für die Anreise benötigt man ein Auto: Der relevante Bahnhof ist Isernia, aber die Dörfer des Hochplateaus sind dann nur über Nebenstraßen erreichbar. Gerade diese Unbequemlichkeit hält die Massen fern. Einmal oben angekommen, bewegt man sich jedoch ohne technische Schwierigkeiten zu Fuß fort: Die Wege des Reservats sind für jeden geeignet, der ein Mindestmaß an Kondition hat, mit geringen und gut verteilten Höhenunterschieden, auf weichem Untergrund aus Erde und Tannennadeln. Die Dauer ist überschaubar, von einem halben bis zu einem ganzen Tag, wenn man mehrere Rundwege verbindet. Das Wegenetz ist auch für Familien gedacht und für alle, die einfach nur in der Kühle spazieren gehen möchten, ohne die Sorge um große Höhen: Hier geht es nicht darum, einen Gipfel zu erobern, sondern sich vom Wald verlangsamen zu lassen, innezuhalten, um die Spechte zu beobachten, die die Stämme bearbeiten, und die Blumen, die auf den Lichtungen sprießen.
Wann hingehen
Die beste Zeit reicht vom späten Frühling bis zum Herbst. Mai und Juni schenken das leuchtende Grün des Unterholzes, die blühenden Weiden und eine ideale Temperatur zum Wandern unter den Tannen. Der Oktober ist vielleicht der stimmungsvollste Moment: Die Zerreichen und Buchen verfärben sich kupferrot rund um das ruhige Grün der Tannen, die Luft ist klar und rein, und die wenigen Sommerbesucher sind bereits verschwunden. Der Winter ist hier hart und schneereich, und die Hochsommermonate sind zwar schön, aber im Vergleich zu jedem alpinen Reiseziel dennoch ruhig. Massen gibt es hier schlicht nicht: Das Problem ist eher, eine geöffnete Bar zu finden.
Ein praktischer Tipp: Decken Sie sich mit Wasser und Verpflegung ein, bevor Sie hinauffahren, denn die Dienstleistungen in den Dörfern sind rar und die Öffnungszeiten unvorhersehbar. Tragen Sie Schuhe mit einer Sohle, die auf dem feuchten Waldboden Halt gibt, und auch im Sommer einen Pullover, denn unter den Tannen bleibt die Temperatur frisch. Nehmen Sie sich schließlich die Zeit, in einem der Dörfer, von Vastogirardi bis Pescolanciano, Halt zu machen: Hier ist die Gastfreundschaft echt und der Undertourism keine Marketingentscheidung, sondern schlicht die Art, wie das Leben hier seit jeher fließt.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wanderwege im Wald von Collemeluccio im Alto Molise?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Wanderwege im Wald von Collemeluccio im Alto Molise?
Wanderwege im Wald von Collemeluccio im Alto Molise si trova in Alto Molise, Italien.