Der Grande Anello dei Sibillini in mehreren Etappen
In den Sibillinischen Bergen, zwischen Marken und Umbrien, ist der Grande Anello eine Weitwanderung von rund 120 km, die das Massiv in mehreren Etappen umrundet. Weiden, Gletscherseen und Bergdörfer in einem legendären Gebirge, das außerhalb der Hauptmonate wenig besucht ist.
Foto: dimitri.menecali (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Die Sibillinischen Berge sind ein Gebirge der Legenden, der Sibyllen und der schwebenden Seen, und doch bleiben sie im Vergleich zu den Dolomiten oder dem touristischeren Apennin überraschend wenig besucht. Der Grande Anello dei Sibillini ist der beste Weg, sie gründlich kennenzulernen: eine Weitwanderung von rund einhundertzwanzig Kilometern, die das Massiv in mehreren Etappen komplett umrundet und Schutzhütten sowie Bergdörfer durch Hochweiden, Buchenwälder und stille Täler miteinander verbindet. Ein anspruchsvoller Weg, aber machbar für alle mit guten Beinen und Lust, mehrere Tage zu wandern.
Der Ring verläuft rund um die Hauptgipfel der Gruppe und berührt nacheinander eine Reihe von Stützpunkten in kleinen Vorbergorten und Höhenhütten. Man durchquert Orte mit evokativen Namen und höchst unterschiedlichen Landschaften: weite Hochplateaus, Grasrücken, bewaldete Hänge und Talgründe mit den Dörfern. Jede Etappe hat ihren eigenen Charakter und wechselt lange Höhenüberquerungen mit Abstiegen zu den Dörfern ab, in denen übernachtet und Proviant aufgenommen wird.
Ikonische Orte
Das Symbol der Sibillinischen Berge ist der Lago di Pilato, einer der wenigen Gletscherseen des Apennins, eingebettet in einen Felskessel unter den höchsten Gipfeln des Massivs. Sein Erreichen erfordert einen anstrengenden Anstieg und einen Umweg vom klassischen Ring, doch für viele ist er das Herz der gesamten Erfahrung, auch wegen der Legenden, die ihn umgeben, und wegen des kleinen endemischen Krebstiers, das nur in seinen Wassern lebt. Ein weiterer ikonischer Ort ist das Piano Grande bei Castelluccio, berühmt für die sommerliche Blüte, wobei zu erinnern ist, dass das Dorf Castelluccio durch das Erdbeben von 2016 schwer beschädigt wurde und die gesamte Region einen langsamen Wiederaufbau bewältigt.
Gerade das Beben von 2016 hat diese Orte tief geprägt: einige Dörfer, Hütten und Wegabschnitte brauchten Eingriffe und Instandsetzungen. Deshalb ist es vor Abreise unerlässlich, sich beim Nationalpark der Sibillinischen Berge und bei den örtlichen Einrichtungen über den aktuellen Zustand der Etappen, Übernachtungsplätze und Wege zu informieren, denn die Lage kann sich von Saison zu Saison ändern. Den Ring mit aktuellen Informationen anzugehen ist eine Frage der Sicherheit und des Respekts gegenüber Gemeinschaften, die sich mühsam wieder aufrichten.
Anreise
Anreise: die Sibillinischen Berge liegen an der Grenze zwischen Marken und Umbrien. Auf der marchigianischen Seite sind Referenzorte Visso, Ussita, Montemonaco und Amandola, auf umbrischer Seite steigt man von Norcia und dem Valnerina auf. Der Zugang erfolgt hauptsächlich mit dem Auto, da die öffentlichen Verbindungen zu den kleinen Bergdörfern begrenzt sind; die nützlichen Bahnhöfe liegen weit weg in den Tälern und müssen mit örtlichen Buslinien ergänzt werden. Für einen Ring, der zum Ausgangspunkt zurückkehrt, ist das an der gewählten Basis abgestellte Auto die bequemste Lösung.
Wann fahren
Die beste Zeit ist der Sommer und der Frühherbst, insbesondere Juni, Juli und September. In diesen Monaten sind die Höhenwege in der Regel schneefrei, Hütten und Etappenplätze in Betrieb und die Weiden auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit. Juni und September, am Rand der Saison, sind die Momente, in denen die Berge am wenigsten frequentiert sind: man vermeidet sowohl die heftigsten Nachmittagsgewitter des Hochsommers als auch den großen Ansturm auf die Blüte im Piano Grande, der viele Besucher in wenigen Tagen bündelt. Wer in diesen Zeiten wandert, kann das Massiv durchqueren und dabei sehr wenige Menschen treffen, vor allem auf den entlegensten Etappen.
Praktische Tipps
Ein praktischer Rat: Bereiten Sie Ausrüstung und Logistik sorgfältig vor, denn in der Höhe schlägt das Wetter schnell um und die Entfernungen zwischen den Versorgungspunkten sind lang. Nehmen Sie Kleidung im Zwiebelprinzip mit, einen guten Wasservorrat, aktuelle Karte und GPS-Track, und buchen Sie die Übernachtungen rechtzeitig, denn sie sind in den kleinen Zentren begrenzt. Prüfen Sie vor allem stets die aktuellsten Bedingungen von Wegen und Einrichtungen, bevor Sie losgehen: die Sibillinischen Berge belohnen die Vorsicht mit einigen der einsamsten und legendärsten Panoramen des gesamten Apennins.
Praktische Leitfäden für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Grande Anello dei Sibillini in mehreren Etappen?
Il periodo consigliato è Juni, Juli e September, quando è meno affollata.
Dove si trova Der Grande Anello dei Sibillini in mehreren Etappen?
Der Grande Anello dei Sibillini in mehreren Etappen si trova in Monti Sibillini, Marken.