Gola dell'Infernaccio, Fermo, Italien

Gola dell'Infernaccio, die wildeste Schlucht der Sibillinischen Berge

Die Gola dell'Infernaccio ist die spektakulärste Schlucht der Monti Sibillini: senkrechte Wände, der Fluss Tenna und die Eremitage San Leonardo, im Felsen verborgen.

Foto di Gola dell'Infernaccio, Fermo, Italien — Gola dell'Infernaccio, die wildeste Schlucht der Sibillinischen Berge

Foto: FedeGrad (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Der Name lässt keinen Zweifel: Infernaccio, die Höllenschlucht. Die berühmteste Schlucht der Monti Sibillini verdankt ihren Namen dem Rauschen des Wassers, das an den senkrechten Kalksteinwänden abprallt und in der frühjährlichen Schmelze ein infernalisches Getöse erzeugt. Doch der Name täuscht: Die Infernaccio ist paradiesisch, einer jener Orte, an denen die Natur so lange und mit solcher Intensität gearbeitet hat, dass etwas entstand, das absichtsvoll wirkt, mit ästhetischer Intention gebaut.

Der Weg durch die Schlucht

Der Pfad, der durch die Gola dell'Infernaccio führt, beginnt an der Provinzstraße zwischen Montefortino und Rubbiano, auf etwa 700 Metern Höhe. Auf den ersten zwei Kilometern ist der Weg bequem, mit Holzstegen, die mehrfach den Fluss Tenna überqueren, und Kalksteinwänden, die allmählich bis auf 200 Meter aufragen. Dann verengt sich der Pfad, wird rutschig und erfordert Aufmerksamkeit: hier und da eine Hand am Fels, ein Sprung über die Steine im Flussbett. Die vollständige Wanderung hin und zurück bis zur Eremitage nimmt etwa drei Stunden in Anspruch, für Wanderer mit ein wenig Erfahrung. Wasserdichte Trekkingschuhe sind unerlässlich.

Die Eremitage San Leonardo

Am Ende der Schlucht, an die Felswand gekrallt wie ein Schwalbennest, liegt die Eremitage San Leonardo: eine mittelalterliche Anlage, die bis heute einen Einsiedler beherbergt. Sie ist kein Museum, keine touristische Attraktion: Sie ist ein Ort einsamen religiösen Lebens, und der Respekt vor jenem, der dieses Leben gewählt hat, ist untrennbarer Teil des Besuchs. Der Eremit empfängt die Besucher, bietet frisches Wasser und wechselt ein paar Worte. Die kleine innere Kapelle bewahrt Fresken aus dem 14. Jahrhundert von großer expressiver Intensität.

Die Tierwelt der Sibillini

Die Schlucht ist einer der wichtigsten Wildtierkorridore der Monti Sibillini. Es ist nicht selten, in den frühen Morgenstunden Rehe zu treffen, die zum Trinken an den Fluss kommen, und mit viel Glück kann man den Apenninwolf erspähen, der das Gebiet des Nationalparks dauerhaft bewohnt. Steinadler nisten an den hohen Wänden der Schlucht; Kormorane ziehen den Tenna von der Adriaküste herauf. Für alle, die gerne Wildtiere beobachten, ist die Morgendämmerung der beste Moment: Man erreicht den Ausgangsparkplatz, bevor die Sonne die Felsen erleuchtet.

Informationen und Zugang

Die Schlucht liegt im Nationalpark der Monti Sibillini, etwa 10 Kilometer von Montefortino entfernt. Der Ausgangsparkplatz ist kostenlos; es gibt kein Ticket für den Zugang zum Pfad. Die besten Monate sind Mai-Juni (hoher Wasserstand und Blütezeit) und September (früh einsetzende Herbstfarben in den Höhen). Zu meiden nach starken Regenfällen: Der Pfad wird gefährlich. Die nächste Gemeinde für Vorräte ist Montefortino, mit ein paar Trattorien, die die Küche der Sibillini servieren.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Gola dell'Infernaccio?

Il periodo consigliato è Mai, Juni, Juli, September e Oktober, quando è meno affollata.

Gola dell'Infernaccio è affollata?

Gola dell'Infernaccio è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Gola dell'Infernaccio?

Gola dell'Infernaccio si trova in Gola dell'Infernaccio, Fermo, Italien.

Adatto a: Maggio Giugno Luglio Settembre Ottobre

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