Italien

Weltweiter Tourismus nach der Pandemie: die Boom-Daten und der 'Revenge Travel'

Die Daten von UN Tourism und ISTAT zum Anstieg des weltweiten Tourismus nach der Pandemie, der 'Revenge Travel' und warum er den Overtourism nährt.

Foto di Italien — Weltweiter Tourismus nach der Pandemie: die Boom-Daten und der 'Revenge Travel'

Foto: BTO - Official (CC BY 4.0) — Flickr

Nach dem nahezu vollständigen Stillstand von 2020 ist das Reisen mit einer Wucht zurückgekehrt, die die Statistiken kaum vorherzusagen wussten. Die Daten zum weltweiten Anstieg des Tourismus erzählen ein präzises Phänomen, getauft auf den Namen "Revenge Travel": die Revanche jener, die nach monatelangem Eingesperrtsein beschlossen haben, sich um jeden Preis wieder auf Reisen zu begeben. Es lohnt sich, die Zahlen anzusehen, denn sie erklären vieles, was wir heute vor einem Museum in der Schlange oder an einer belagerten Mole sehen.

Die Zahlen des Booms

Laut UN Tourism (der UN-Tourismusagentur) haben die internationalen Ankünfte 2024 rund 1,4 Milliarden erreicht und damit faktisch das Niveau von 2019 — dem Jahr vor der Pandemie — wieder erreicht. Einige Regionen haben die Vor-Covid-Schwelle überschritten: Europa hat 747 Millionen Ankünfte verzeichnet (+1 % gegenüber 2019), und der Nahe Osten lag sogar 32 % über den Zahlen von vor sechs Jahren. Dieselbe Agentur schätzt, dass die Ankünfte 2025 um weitere 3-5 % wachsen werden, mit einem realen Touristenausgabewert, der bereits jenen von vor der Pandemie überschritten hat. Der "Revenge Travel" ist kein Slogan: Es ist aufgestaute Nachfrage, die sich auf einmal entladen hat und mehr Menschen und höhere Pro-Kopf-Ausgaben mit sich brachte.

Italien ist ein getreuer Spiegel dieser Dynamik. Die ISTAT-Daten für 2024 sprechen von einem Rekordjahr: 466 Millionen Übernachtungen und fast 140 Millionen Ankünfte in den Beherbergungsbetrieben, mit einem Wachstum des Auslandstourismus um 8,4 % gegenüber 2023. Zum ersten Mal hat unser Land Frankreich bei den Übernachtungen überholt und ist damit zum zweitwichtigsten Reiseziel der Europäischen Union nach Spanien geworden. Ein außergewöhnliches wirtschaftliches Ergebnis, das jedoch eine sehr konkrete Kehrseite hat, die alles andere als gleichmäßig verteilt ist.

Der Knoten der Konzentration

Das Problem ist die Konzentration. In Venedig machen die Ausländer 86,9 % der Übernachtungen aus, in Firenze 83 %, in Roma 73,3 %: Dieselbe Handvoll Städte absorbiert einen enormen Anteil eines Stroms, der weiter anschwillt. Hier verwandelt sich der "Revenge Travel" in Overtourism, mit all den Gegenmaßnahmen der letzten zwei Jahre: Venedig, das Tagestouristen einen Zugangsbeitrag zahlen lässt, Japan, das eine Obergrenze für Wanderer auf dem Fuji verhängt hat, Amsterdam, das die Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe reduziert. Es sind Pflaster auf einem Druck, der, solange die Ströme auf dieselben zehn Namen ausgerichtet bleiben, nicht nachlässt.

Die gute Nachricht ist, dass dieselbe Reisendenmasse umverteilt werden kann. Es geht nicht darum, auf die berühmten Orte zu verzichten, sondern zu wählen, wann und wo man hingeht. Darauf haben wir einen methodischen Leitfaden aufgebaut: Wie man Overtourism in 7 Regeln vermeidet, der Ausgangspunkt zum Verständnis des Rests.

Ziel wechseln

Der erste Hebel ist geografisch: Zu jeder Ikone gibt es eine ebenso wertvolle und weit weniger gesättigte Alternative. Wenn Venedig der Extremfall ist, gibt es Städte und Dörfer am Wasser fernab des Gedränges; statt der Cinque Terre funktionieren andere bunte ligurische Dörfer ohne Gedränge hervorragend. Dieselbe Überlegung gilt für die großen urbanen Zugpferde: Statt des Kolosseums kann man die antiken Stätten von Roma und dem Latium ohne Schlangen besuchen, und statt der Uffizien gibt es die Kunst von Firenze und der Toskana abseits der Schlangen. Für den im Sommer überlasteten Comer See bleiben die ruhigeren Seen Norditaliens; für die Amalfiküste die Alternativen zu Positano, weniger teuer und weniger überlaufen.

Das Phänomen ist europäisch, also sind es auch die Antworten. Spanien führt die EU-Rangliste bei ausländischen Übernachtungen an: Deshalb lohnt es sich, die mediterranen spanischen Städte ohne das Chaos Barcelonas zu suchen. Dasselbe gilt für Portugal, wo es authentische Ziele jenseits eines mittlerweile überlaufenen Lissabon gibt, und für Griechenland, mit wenig touristischen Inseln, wo das Meer bewohnbar bleibt.

Zeitraum wechseln

Der zweite Hebel ist zeitlicher Natur und wiegt so schwer wie der erste. Ankünfte über verschiedene Monate zu verteilen entlastet die Orte und spart Geld: Deshalb lohnt es sich zu verstehen, was in der Nebensaison wirklich zählt und welche Ziele in Italien außerhalb der Saison zu wählen sind und wann. Schließlich gibt es das Wie: die Reise selbst zu verlangsamen, zum Beispiel indem man Europa mit den Nachtzügen wiederentdeckt, reduziert den Fußabdruck und verändert die Qualität des Erlebnisses.

Die Daten sagen also zwei Dinge zugleich. Das erste ist, dass wir mehr reisen als früher und dass der Schub des "Revenge Travel" noch nicht erschöpft ist. Das zweite ist, dass das Problem nicht die Anzahl ist, sondern wie sehr wir uns an denselben Orten und in denselben Monaten zusammendrängen. Auch nur einen Teil dieser 1,4 Milliarden Ankünfte auf andere Ziele und Zeiten zu verlagern, ist der Unterschied zwischen einem Tourismus, der die Orte zermürbt, und einem, der sie erhält.

Praktische Führer für Amalfi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Weltweiter Tourismus nach der Pandemie?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Weltweiter Tourismus nach der Pandemie?

Weltweiter Tourismus nach der Pandemie si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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